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25.07.2006

UniCredit Group / BA-CA Research: Expansionskurs internationaler Banken in CEE ist ungebrochen

  • Zwei Drittel des osteuropäischen Bankensektors in etablierten CEE Ländern in internationaler Hand
  • Dank Wachstumsstrategien der Marktführer (UniCredit/BA-CA) ergeben sich sowohl in einzelnen Ländern (Russland, Türkei und Ukraine) sowie auch auf globaler Ebene neue Marktchancen

Der Bankenmarkt in Zentral- und Osteuropa (CEE)1 ist weiterhin fest in internationaler Hand: Der Marktanteil der internationalen Banken liegt per Ende 2005 bei 78 Prozent (exklusive Russland, Ukraine und Türkei). Nachdem die Bankenmärkte in den  "etablierten" CEE-Ländern weitgehend privatisiert sind und kaum noch Möglichkeiten für große Zukäufe bieten, wendet sich die Aufmerksamkeit der internationalen Investoren zusehends auf weniger konsolidierte Märkte wie Russland, Türkei und mittelfristig auch Ukraine. Welches Wachstumspotenzial hier liegt, zeigen die Zahlen: Nimmt man diese Länder hinzu, beträgt der Anteil der internationalen Banken am osteuropäischen Bankenmarkt nur 46 Prozent.

Das zeigt das Ergebnis einer aktuellen Studie der UniCredit Group und Bank Austria Creditanstalt (BA-CA).

In der Türkei beträgt der Anteil ausländischer Banken derzeit 19 Prozent. Der Privatisierungsprozess schreitet voran und eine weitere Marktkonsolidierung wird erwartet. Mit lediglich 9 Prozent ist die internationale Marktpräsenz in Russland noch geringer.

Mit über 1.200 Instituten ist eine Strukturreform absehbar. Am anderen Ende der Skala, mit der höchsten Konzentration an internationalen Banken, liegen die neuen EU-Länder Estland (99 Prozent) und die Slowakei (98 Prozent), gefolgt von EU-Anwärter Kroatien (91 Prozent).

"Internationale Player erweitern ihre Zielmärkte um die Länder Russland, Türkei und mittelfristig die Ukraine. Globaler gesehen, erwarten wir uns durch eine weitere Konsolidierungswelle auch maßgebliche Strukturveränderungen in der gesamten Region. Durch die Fusion der UniCredit und HVB/BA-CA ist die bei weitem größte Bank in der CEE-Region entstanden, die in weiterer Folge zu einem erneuten Konsolidierungsprozess in den Ländern führte", sagt Andrea Moneta, Mitglied des Management Committee der UniCredit Group und BA-CA Vorstand für Zentral- und Osteuropa.

Die führenden internationalen Banken in CEE
Einige wenige internationale Marktführer zählen die Länder Osteuropas bereits zu ihrem Heimatmarkt, sie profitieren jedenfalls von ihrem ausgedehnten globalen Netzwerk.

Die Top 7 Player kontrollieren rund ein Viertel des gesamten osteuropäischen Bankenmarkts (26 Prozent, gemessen an der Bilanzsumme). Das Ranking der größten internationalen Banken in der Region führt klar die UniCredit Group mit der BA-CA an, mit einer Bilanzsumme von 86,2 Milliarden Euro2 und einem Gewinn nach Steuern (vor Minderheiten) von 1,3 Milliarden Euro2. Damit ist die UniCredit Group knapp doppelt so groß wie der nächstgrößte Mitbewerber. An Platz zwei liegt die Erste Bank mit einer Bilanzsumme von 48,7 Milliarden Euro3 sowie einem Gewinn nach Steuern (vor Minderheiten) von 711 Millionen Euro3. Nummer drei im Ranking ist die belgische KBC mit einer Bilanzsumme von 42,7 Milliarden Euro und einem Gewinn nach Steuern (vor Minderheiten) von 556 Mrd. Euro.

Auf den Plätzen folgen Raiffeisen International (42,3 Milliarden Euro Bilanzsumme3, 481 Millionen Euro Gewinn n. St.4), Société Générale (30,1 Milliarden Euro Bilanzsumme5, 531 Millionen Euro Gewinn n. St.5), Banca Intesa (22,1 Milliarden Euro Bilanzsumme, 326 Millionen Euro Gewinn n. St.) und die ungarische OTP (19,1 Milliarden Euro Bilanzsumme, 609 Millionen Euro Gewinn n. St.). Das größte Netzwerk haben UniCredit Group / BA-CA (17 Länder6) und Raiffeisen International (15 Länder6), gefolgt von Société Générale (10 Länder6) und Banca Intesa (9 Länder6).

"Interessant ist die Tatsache, dass unter den Top 7 Banken der Region lediglich drei davon, gemessen an der Marktkapitalisierung, unter den europäischen Top 20 Banken rangieren. Dies bestätigt uns in der Annahme, dass der internationale Konsolidierungsprozess positive Strukturveränderungen auf regionaler Ebene mit sich bringt," sagt Debora Revoltella, Osteuropa-Chefökonomin der UniCredit Group. 

Anhaltend hohe Bankenrentabilität
Der Bankenmarkt in Zentral- und Osteuropa bleibt für die in der Region tätigen internationalen Banken weiterhin der Wachstumsmarkt schlechthin. Allein im Vorjahr ist am Bankenmarkt der CEE-9 Länder7 der Gewinn vor Steuern um 4,5 Milliarden Euro angestiegen, von 16,5 Milliarden in 2004 auf 21 Milliarden in 2005. Die Experten der UniCredit Group rechnen von 2004 bis 2008 mit einer Verdoppelung der Gewinne in der Region auf rund 32 Milliarden Euro. Von 2005 bis 2008 entspricht das einem jährlichen Wachstum von 15,2 Prozent.

"Den höchsten Anstieg der Profitabilität erwarten wir in Russland", so Debora Revoltella. Hier prognostiziert die Expertin einen durchschnittlichen Anstieg der Gewinne vor Steuern von 21 Prozent von 2005 bis 2008. Trotz derzeitiger Schwankungen auf dem türkischen Bankensektor ist von einer ungebrochenen Dynamik auszugehen. Weiteres Gewinnwachstum zeichnet sich auch in den EU-Beitrittsländern Bulgarien (13 Prozent) und Rumänien (11 Prozent) ab. Damit ist Russland einer der attraktivsten Bankenmärkte in Zentral- und Osteuropa. "Das zeigt das riesige Potenzial dieses Landes. Der russische Standort boomt. Aus diesem Grund werden wir in Russland weiter expandieren. Als ersten Schritt verdoppeln wir bis Ende des Jahres unser Filialnetz auf etwa 50 Niederlassungen und bis 2008 sollen es durch organisches Wachstum über 100 werden", sagt Andrea Moneta.

Privatkredite sind Wachstumstreiber
Auch in den Wachstumsprognosen bei Privatkrediten liegt Russland deutlich vorne.
Insgesamt liegt die jährlichen durchschnittliche Wachstumsrate von Privatkrediten in Zentral- und Osteuropa bis 2008 bei rund 31 Prozent. Die höchste Zuwachsrate weist Russland mit 56 Prozent auf. Damit wächst es fast doppelt so schnell wie in der gesamten CEE-Region. "Wir rechnen, dass sich das Privatkreditgeschäft in den nächsten drei Jahren verdreifacht. Derzeit haben in Russland 51 Prozent der Bevölkerung ein Bankkonto. Das zeigt den enormen Aufholbedarf", sagt Debora Revoltella. Gefolgt wird Russland von Serbien und der Türkei mit 30 Prozent jährlichem Privatkreditwachstum. 

Im Schnitt wächst das gesamte Kreditvolumen in der CEE-Region mit 24 Prozent pro Jahr weitaus dynamischer als im Euroraum (6 Prozent). Betrachtet man einzelne Länder, so liegt etwa in Kroatien das gesamte Kreditvolumen (in Prozent des BIP) mit 68 Prozent per Ende 2005 am höchsten und ist weit über dem CEE-Durchschnitt von 32 Prozent. In Rumänien beträgt der Vergleichswert hingegen 22 Prozent. Das zeigt das vorhandene Aufholpotenzial. Begünstigt durch das Wirtschaftswachstum und die fehlende Marktpenetration werden im Durchschnitt  die Kredite in den CEE-Ländern weiterhin wachsen. Wie oben erwähnt bergen Privatkredite das größte Wachstumspotenzial. Gute makroökonomische Prognosen sowie eine starke Investitionsnachfrage werden Unternehmenskredite begünstigen.  

"Die Zeichen für den Bankenmarkt in Zentral- und Osteuropa stehen nach wie vor auf "volles Wachstum". Das Potenzial der Region ist exzellent, daher setzen die internationalen Player weiterhin auf diesen Markt. Auch für die UniCredit Group und die BA-CA ist Osteuropa ein Kernmarkt. Wir setzen auf die Dynamik des osteuropäischen Bankenmarktes und werden weiter mit ihm wachsen," so BA-CA-Vorstand Andrea Moneta abschließend.

1 CEE = Bosnien Herzegovina, Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Türkei, Ukraine, Ungarn. 
2 exkl. Splitska banka in Kroatien, Beteiligung in der Türkei zu 50 Prozent gerechnet 
3 inkl. BCR in Rumänien
4  inkl. Impexbank in Russland, Aval Bank ab Oktober 2005 voll konsolidiert 
5  inkl. Splitska banka
6  ohne Repräsentanzen
7 CEE-9: Bulgarien, Kroatien, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei, Tschechische Rep., Türkei, Ungarn.

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Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt, International Press Relations
Ildiko Füredi-Kolarik, Tel: +43-50505-56102
E-Mail: ildiko.fueredi-kolarik@ba-ca.com