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20.11.2006

Das Umfeld für die Anleihenmärkte bleibt konstruktiv

  • Etwas geringere konjunkturelle Dynamik im nächsten Jahr
  • Europäische Zentralbank sollte Leitzinssatz im ersten Quartal 2007 auf 3,75% anheben
  • Euro / US-Dollar seitwärts, Festigung des Japanischen Yen erwartet

Die Weltwirtschaft wächst bereits das vierte Jahr in Folge kräftig. Die Kernfrage für die Finanzmärkte läuft darauf hinaus, wie ausgeprägt die konjunkturelle Abschwächung im nächsten Jahr ausfallen wird. „Die Konjunktur sollte im nächsten Jahr eine weiche Landung vollziehen“, meint Gerhard Winzer, Zins- und Währungsanalyst Major Markets, CA IB. „Die voraus laufenden Wirtschaftsindikatoren sind nur leicht rückläufig, der Ölpreis ist seit dem Hoch im August deutlich gefallen, und die Gefahr von starken Leitzinsanhebungen, die die Konjunktur abwürgen würden, ist gering.“

Bemerkenswert ist das überraschend solide Wirtschaftswachstum in der Eurozone. Das Bruttoinlandsprodukt sollte in diesem Jahr mit 2,6% wachsen und sich im nächsten Jahr nur leicht auf 2% abschwächen. Gleichzeitig befindet sich die Inflationsrate mit 2,2% p.a. in diesem Jahr auf leicht erhöhtem Niveau und wird im nächsten Jahr nur gering auf 2,0% zurückgehen. Darüber hinaus gesellt sich zur reichlich vorhandenen Liquidität das schnelle Geldmengen- und Kreditwachstum. Das bedeutet, dass die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank noch immer zu expansiv ist. Die EZB wird den  Leitzinssatz von derzeit 3,25% auf 3,50% im Dezember und 3,75% im ersten Quartal anheben.

Ende der Zinserhöhungen in den USA
Im Unterschied zur Eurozone ist in den USA der Zinsanhebungszyklus zu Ende. Angesichts der Abschwächung des Wirtschaftswachstums (2006. 3,2%; 2007: 2,1%) und der rückläufigen Inflationsrate (2006. 3,4%; 2007: 2,7%) ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Leitzinssatz (aktuell: 5,25%) gesenkt wird. Ende 2007 dürfte er bereits bei 4,75% liegen.

Das dominierende Investmentthema auf den Kapitalmärkten lautet „Carry Trades“: mit niedrigem Zinssatz finanzierte Gelder werden zu einem höheren Zinssatz investiert. Daher besteht eine hohe Nachfrage nach Hochzinswährungen (z.B. Brasilianischer Real, Australischer Dollar), „Spreadprodukten“ (d.h. Emerging Markets- und Unternehmensanleihen) sowie steilen Renditestrukturkurven (z.B. Yen-Kurve).

Positive Rahmenbedingungen für Anleihen
Das Umfeld für die Anleihenmärkte bleibt konstruktiv. Die nur etwas geringere konjunkturelle Dynamik, die Bekämpfung der Inflationsrisiken durch die Zentralbanken, das überschüssige Kapital und die geringe Volatilität werden die Referenzrenditen in den USA und in der Eurozone über das gesamte Laufzeitspektrum weiterhin auf niedrigem Niveau halten. Das impliziert anhaltend sehr flache Anleihenkurven. Eine Leitzinsanhebung in der EWU über 3,75% könnte sogar zu einer zeitweiligen inversen Kurvenstruktur führen, d.h. das kurze Ende könnte über dem langen Ende rentieren.

Die 10jährige Bundrendite sollte um 4,00% schwanken, während sich die 10jährige US-Rendite zwischen 4,50% und 5,00% bewegen dürfte. Auch für die Spreadprodukte ist der Ausblick verhalten optimistisch, wobei das Risiko für eine Korrektur zugenommen hat.

Wechselkurs-Ausblick
Auf den Währungsmärkten dürfte der US-Dollar gegenüber dem Euro seitwärts gehen (um 1,28). Das Risiko für eine Abschwächung des US-Dollar bleibt jedoch bestehen. Denn die US-Wirtschaft könnte sich entgegen der Prognose kräftig abschwächen. Vor allem dann würden wieder Sorgen hinsichtlich der Finanzierbarkeit des US-amerikanischen Leistungsbilanzdefizits auftauchen.

Der Yen ist sowohl gegenüber dem Euro als auch dem US-Dollar unterbewertet. Für eine Yen-Festigung fehlt jedoch aktuell der Auslöser. Auf kurze Sicht halten die Hervorhebung von Inflationsrisiken durch Zentralbankmitglieder der EZB und des Fed sowie die zuletzt eher schwachen japanischen Konjunkturindikatoren den Yen auf der schwachen Seite. Bis Jahresende 2007 dürfte sich jedoch der Yen sowohl gegenüber dem Dollar als auch gegenüber dem Euro gefestigt haben (auf 113 bzw. 145).

Ähnliches gilt für den Schweizer Franken: Solange der Appetit auf risikoreichere Veranlagungen groß bleibt und die Europäische Zentralbank die Leitzinsen weiter anhebt, wird der Schweizer Franken gegenüber dem Euro schwach bleiben (zwischen 1,59 und 1,60). Auf mittlere Sichte dürfte er sich jedoch etwas festigen.

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt  International Markets
Veronika Fischer-Rief, Tel.: 050505 DW 82833;
E-Mail: veronika.fischer-rief@ba-ca.com

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