17.07.2006

UrlaubsEuro Sommer 2006: Schwächere Währungen erhöhen Wert des "UrlaubsEuro"

  • Destination Türkei für Österreicher nochmals günstiger geworden
  • In besonders beliebten Urlaubszielen wie Spanien, Kroatien oder Deutschland ist heimisches Geld aber heuer geringfügig weniger wert als im Vorjahressommer

Der Urlaubseuro der Österreicher wird heuer, verglichen mit dem Sommer 2005, etwas mehr Wert sein -  allerdings im Durchschnitt nur 1%. „Stärkere Abwertungen in einigen Ländern heben die höheren Preissteigerungen im Ausland auf“, so Stefan Bruckbauer von der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA). „Dies gilt jedoch nur als Durchschnittswert. In den besonders beliebten Urlaubszielen der Österreicher ist der UrlaubsEuro im Sommer 2006 dagegen etwas weniger wert als vor einem Jahr“.

Insgesamt liegt der Wert des UrlaubsEuro im Sommer 2006 bei 124 Euro, also 24% höher als in Österreich. Er ist damit um 1% höher als im Vorjahr, als der Wert bei 122 lag.

Trotz des Anstiegs des UrlaubsEuros muss der österreichische Auslandsurlauber heuer in den fünf beliebtesten Urlaubsdestinationen damit rechnen, etwas weniger für seinen UrlaubsEuro zu bekommen als im Vorjahr - immer gerechnet im Verhältnis zu Österreich. Bruckbauer: “Der Grund dafür: In den Topdestinationen der Österreicher herrscht eine höhere Inflation als zu Hause. Dies gilt für Italien, Kroatien, Griechenland und Deutschland.“ Auch in jenen Ländern, die den Euro haben oder sich am Euro orientieren, führt die dort höhere Inflation zu einem etwas schwächeren UrlaubsEuro. Allerdings ist die Differenz zum Vorjahr gering.

Weiterhin am meisten für seinen UrlaubsEuro erhält man, wie bereits im Vorjahr, in der Türkei. Mit 178 Euro liegt die Türkei relativ deutlich vor Ungarn (147) und Kroatien (140). „Heuer ist der UrlaubsEuro in der Türkei deutlich mehr wert. Dafür sorgen das generell niedrigere Preisniveau und eine deutlich über der Teuerung liegende Abwertung der türkischen Lira“ so Bruckbauer. Konkret belief sich die starke Abwertung der türkischen Lira seit vergangenem Sommer auf 22%, bei einer Inflationsrate von „nur“ rund 10%. Ebenfalls mehr für seinen UrlaubsEuro als zu Hause bekommt man neben der Türkei, Ungarn und Kroatien auch in Tschechien und Slowenien, dort allerdings nur rund 30% mehr. 10% mehr sind es in Griechenland, den USA und Spanien. In Deutschland, immerhin an vierter Stelle bei Auslandsreisen, ist der UrlaubsEuro etwa gleich viel wert wie in Österreich. Weniger Waren bekommt man für den UrlaubsEuro in Italien und Großbritannien, spürbar weniger in der Schweiz.

Der gegenüber 2005 heuer um knapp 10% höher liegende Wert des heimischen Geldes in Ungarn und in Japan geht auf eine deutlich über der Inflation liegende Abwertung zurück. Erkennbar weniger für seinen UrlaubsEuro als 2005 bekommt man heuer in Tschechien, was zum einen auf die etwas höhere Inflation, aber vor allem auf die deutliche Aufwertung der Krone um rund 6% zurückzuführen ist.

Abschließend weisen die Ökonomen der BA-CA darauf hin, dass es sich um Durchschnittswerte handelt. Einzelne Regionen wie etwa London oder Paris können deutlich abweichen. Auch bezieht sich das Preisniveau nur auf den Durchschnitt der Güter und Dienstleistungen in den einzelnen Ländern. Zudem ist die Tatsache, dass das Preisniveau in einigen Urlaubsländern so viel günstiger ist, vor allem auf das hohe Einkommensniveau in Österreich zurückzuführen. Läge Österreichs Preisniveau niedriger, wäre auch das Einkommensniveau geringer - wir könnten uns Urlaube oft gar nicht leisten.

 Charts zur Presseaussendung


Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt  Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. 05 05 05 DW 41951
E-mail: stefan.bruckbauer@ba-ca.com