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15.12.2006

BA-CA Konjunkturindikator:
Konsum ersetzt Export, trotzdem weniger Wachstum 2007

  • Allerdings auch 2007 mit 2,4 Prozent überdurchschnittliches Wachstum
  • Schlechtere Rahmenbedingungen kosten jedoch mehr als ein Prozentpunkt
  • Konsumbelebung bringt nur teilweise Ausgleich

Der Konjunkturindikator der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) stieg im November nochmals von bereinigten 4,1 im Oktober auf 4,2. "Trotz bereits sehr hohen Niveaus stieg unser Indikator im November noch einmal", sagt Marianne Kager, Chefvolkswirtin der BA-CA. Bei den Komponenten des Indikators zeigen zum einen die Industrie im Euroraum als auch Österreichs Konsumenten eine weitere Stimmungsverbesserung. Die Industrie in Österreich verharrt auf einem sehr hohen Niveau. "Die Stimmung zu Jahresende deutet darauf hin, dass das Wachstum auch im vierten Quartal stark war" meint Stefan Bruckbauer von der
BA-CA.

Damit wird Österreichs Wirtschaft auch im vierten Quartal eine Jahreswachstumsrate von über 3 Prozent erreichen und im Jahresdurchschnitt damit nach Meinung der BA-CA 3,2 Prozent. Der Indikator deutet zudem darauf hin, dass sich die starke Konjunktur auch im ersten Quartal 2007 fortsetzen wird, trotzdem gehen die Ökonomen der BA-CA davon aus, dass im Jahresdurchschnitt das Wachstum 2007 mit 2,4 Prozent erkennbar unter dem von 2006 liegen wird.

Keine günstigen Rahmenbedingungen für 2007, trotzdem überdurchschnittliches Wachstum
Mit einem erwarteten Wachstum von 2,4 Prozent wird Österreich nach Meinung der Ökonomen der BA-CA auch 2007 über seinem Potenzial wachsen können. Trotzdem wird das Wachstum unter jenem von 2006 bleiben. "Die Rahmenbedingungen für Österreichs Wirtschaft werden 2007 schlechter als 2006 oder jenen von 1998 bis 2000, als Österreich drei Jahre über 3 Prozent wachsen konnte, sein", meint Kager.

Einer Wiederholung der starken Wachstumserfolge von 1998 bis 2000, als die österreichische Wirtschaft im Durchschnitt 3,4 Prozent pro Jahr wachsen konnte, stehen nach Meinung der BA-CA die Abschwächung der Weltwirtschaft und der starke Euro entgegen. In den Jahren 1998 bis 2000 lag das Wachstum in den USA immer bei rund 4 Prozent und im Euroraum beschleunigte es sich gar von 2,7 Prozent auf 4 Prozent. 2007 ist für die USA nach einem Wachstum von über 3 Prozent heuer mit einer Abkühlung auf knapp über 2 Prozent zu rechnen und im Euroraum dürfte das Wachstum nach 2,7 Prozent heuer knapp 2 Prozent erreichen. Gleichzeitig wird der Euro auch 2007 kaum an Wert gegenüber dem USD verlieren und bei rund 1,30 sein. 1998 bis 2000 erlebte der Euro dagegen seinen historischen Tiefstand mit 0,83 Mitte 2000 und im Jahresdurchschnitt ging er von 1,11 1998 auf 0,92 im Jahr 2000 zurück.

Trotz der anhaltend guten Stimmung im Euroraum werden die verschlechterten weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen inklusive stärkerem Euro und gestiegenen Zinsen Österreichs Wachstum 2007 im Vergleich zu 2006 damit um mehr als 1 Prozentpunkt drücken. Gleichzeitig wird jedoch die Verbesserung am Arbeitsmarkt, die niedrige Inflation und die verbesserte Stimmung der Konsumenten nach drei Jahren Wachstum von 2 Prozent und mehr den privaten Konsum beleben. Die BA-CA geht dabei von einem Wachstum des privaten Konsums von 2,2 Prozent im Jahr 2007 aus, dem höchsten Konsumwachstum seit zehn Jahren mit Ausnahme des Jahres 2000, als Steuerreform und Familienpaket das Konsumwachstum auf fast 4 Prozent real schraubten. Insgesamt erwartet die BA-CA, dass die stärkere inländische Nachfrage ein halbes Prozentpunkt mehr bringt als 2006. "Dank starken Exporten und Investitionen in den letzten Jahren, die den Arbeitsmarkt belebten, wird 2007 nun der Konsum die schlechteren weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum Teil ausgleichen können, ganz jedoch nicht", meint Stefan Bruckbauer abschließend.

 Charts zur Presseaussendung

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt  Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. 05 05 05 DW 41951
E-mail: stefan.bruckbauer@ba-ca.com