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30.05.2006

BA-CA EinkaufsManagerIndex im Mai:
Österreichs Industrie überschreitet Wachstumshöhepunkt

  • Trotz Rückgang des Tempos weiterhin starke Industriekonjunktur
  • Auftragslage nach wie vor sehr gut
  • Erneut starker Anstieg bei den Einkaufspreisen

Nach dem Sechsjahres-Hoch im April kam es beim BA-CA EinkaufsManagerIndex im Mai zu einer leichten Korrektur: Der Index ging von 58,3 auf 56,7 zurück – Werte über 50 zeigen Wachstum an. „Die Industrie konnte nicht nochmals an Dynamik zulegen. Nach dem April war dies auch nicht zu erwarten“, so Marianne Kager, Chefvolkswirt der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA). Trotz des leichten Rückgangs bleibt die Industrie weiterhin auf Wachstumskurs. „Der starke Zuwachs bei den Auftragseingängen hat seinen Höhepunkt jetzt überschritten. Dazu passt, dass die sehr gute Stimmung in den wichtigsten Absatzmärkten leicht zurückgeht“, so Stefan Bruckbauer von der BA-CA. Der Index für den Auftragseingang ging von 60,3 auf 57,9 zurück, der Indikator für Auslandsaufträge von 59,5 auf 57,1. Auch mit etwas schwächerem Tempo ist die Auftragslage noch immer sehr lebhaft.

Der Index für die Produktion ging von 61,7 auf 58,1 zurück. „Trotz des leichten Rückgangs beim Produktionswachstum zeigt Österreichs Industrie Zeichen der Hochkonjunktur“, so Kager. Die befragten Unternehmen meldeten etwa erneut einen starken Rückgang der Fertigwarenlager, der Index fiel von 49,2 auf 46,9. 

Gleichzeitig deuten auch die Kapazitätsindikatoren auf eine weiterhin rege Industrie-konjunktur. So zeigen die Indikatoren für die Einkaufsmenge mit 57,5 und jene für die Beschäftigung mit 51,8 weiterhin Werte über 50, auch wenn sie gegenüber dem April etwas zurückgegangen sind. „Negative Begleiterscheinung der starken Nachfrage sind die erneut sehr stark gestiegenen Einkaufs- und Verkaufspreise“, so Bruckbauer. Der Index der Einkaufspreise erreichte mit 67,7 einen Wert ähnlich hoch wie Ende 2004. Entsprechend der starken Nachfrage erhöhen die Industriebetriebe auch ihre Verkaufspreise, der Index stieg auf 55,8 - dem höchsten bisher gemeldeten Wert.

Alle Anzeichen sprechen daher dafür, dass die Industriekonjunktur nun tatsächlichen ihren Höhepunkt erreicht hat. Das wird auch durch internationale Vorlaufindikatoren bestätigt. Nichts deutet darauf, dass die Industriekonjunktur sehr rasch an Fahrt verlieren könnte. Alle Werte zeigen weiterhin Wachstum, wenn auch ein etwas weniger starkes. Dies wird auch durch die Einschätzung der Einkaufsmanager hinsichtlich des Auftragsbestandes deutlich: Mit 57,9 meldet weiterhin die Mehrheit der Befragten ein steigendes Volumen. Damit ist für die Industrie auch in den nächsten Monaten mit Zuwächsen zu rechnen.

Die weitere Entwicklung hängt stark von der internationalen Konjunktur ab, für die die Ökonomen der BA-CA von einer leichten Abkühlung ausgehen. Dementsprechend erwarten sie auch nach 2,5% Wirtschaftswachstum 2006 nächstes Jahr „nur“ 1,8%.

 Charts zur Presseaussendung

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. +43 (0)5 05 05 DW 41951
E-Mail: economic.research@ba-ca.com