29.12.2006

Euroeinführung in Slowenien signalisiert Reife und Stabilität

  • Die Euroeinführung schafft ein noch günstigeres Investitionsklima und wird so zum Wachstumstreiber
  • Die Euroeinführung verdeutlicht internationale Wettbewerbsfähigkeit Sloweniens

Slowenien, das als erstes Land aus Zentral- und Osteuropa mit 1. Jänner 2007 den Euro einführen wird, kann auch weiterhin mit einer anhaltend hohen Wirtschaftsdynamik rechnen: Die Ökonomen der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), Mitglied der UniCredit Group, haben die BIP-Wachstumsprognosen für 2006 auf 4,7 Prozent und für 2007 auf 4,3 Prozent nach oben korrigiert.

Nach einem Verbraucherpreisanstieg von durchschnittlich 2,5 Prozent im Jahr 2006 rechnen die BA-CA Ökonomen für kommendes Jahr mit einem Anstieg um 2,9 Prozent. Die Euroeinführung dürfte einen – allerdings nur moderaten - Preisschub mit sich bringen. Aufrundungen bei den Umrechnungen des Tolar in Euro dürften eine Rolle spielen, sie werden aber relativ strikt kontrolliert. Hingegen könnte der weiter erleichterte Zufluss von Mitteln über den Kapitalmarkt den Geldumlauf und somit den Preisauftrieb etwas anheizen.

"Die positiven Auswirkungen der Gemeinschaftswährung auf Anlegervertrauen und Wirtschaftsklima zeigen sich vor allem durch eine rege Investitionstätigkeit," sagt Hans Holzhacker, Osteuropa-Ökonom der BA-CA. Die Investitionen in Gebäude und Ausrüstungen lagen in den ersten neun Monaten 2006 inflationsbereinigt um 10,5 Prozent höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, zum Teil dank erhöhter ausländischer Direktinvestitionen. Diese haben sich von 281 Mio. Euro in den ersten 10 Monaten 2005 auf 587 Mio. Euro in den ersten 10 Monaten 2006 mehr als verdoppelt.

"Die Euroeinführung wird die Stärken und Schwächen des slowenischen Außenhandels deutlicher hervortreten lassen, vor allem aber die Stärken," so Holzhacker. So gehört Slowenien beispielsweise bei Elektro-Geräten zur europäischen Spitze. Der Wegfall des Geldwechselns und die bessere Vergleichbarkeit der Preise werden auch den slowenischen Tourismus weiter ankurbeln.

Detaillierte Informationen zur wirtschaftlichen Entwicklung Sloweniens finden Sie in der  "Quarterly"- Analyse .

Rückfragen:
Bank Austria Creditanstalt, International Press Relations
Silvia Stefan
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