24You

Das neue Internetbanking der Bank Austria.

OnlineBanking & BusinessNet

Das gewohnte Internetbanking für Privatkunden und Unternehmen

olbImgAlt Informieren Sie sich jetzt
MegaCard – gratis für alle zwischen 14 und 20 Jahren Informieren Sie sich jetzt ›
19.01.2004

Direktinvestitionen in Südosteuropa

  • Überdurchschnittlich hohes Wirtschaftswachstum in der Region
  • Attraktive Markteinstiegschancen für ausländische Investoren
  • Investitionsschub durch weitere Privatisierungen

Südosteuropa erzielt seit 2001 ein reales Wirtschaftswachstum, das deutlich über dem durchschnittlichen BIP-Wachstum der zentral- und osteuropäischen Länder liegt. Wuchs die Wirtschaft in Polen, Slowenien, Tschechien, Ungarn und der Slowakei im Jahr 2003 im Schnitt um knapp 3 Prozent, waren es in Südosteuropa (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Mazedonien, Rumänien sowie Serbien und Montenegro) an die 4 Prozent. Dadurch gewinnt die südosteuropäische Region deutlich an Attraktivität für ausländische Investoren. Das ist das Ergebnis einer von der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) in Auftrag gegebenen Studie.

Das hohe Wirtschaftswachstum in Südosteuropa beruht allerdings nur zu einem kleinen Teil auf einer Steigerung der Güterproduktion. „Ausschlaggebend ist hauptsächlich eine vermehrte Aktivität im tertiären Sektor, und zwar speziell im Handel, Verkehr und Nachrichtenwesen sowie bei Finanzdienstleistungen”, meint Marianne Kager, Chefökonomin der BA-CA.

Grundsätzlich besteht in den Ländern Südosteuropas noch erheblicher Aufholbedarf. Das Pro-Kopf-Einkommen gemessen am Bruttoinlandsprodukt je Einwohner liegt bei knapp 40 Prozent des Durchschnittswertes der fünf zentral- und osteuropäischen Länder. „Der Großteil der Industriebetriebe arbeitet vielfach noch mit veralteter Technologie, wodurch die Betriebe international nur beschränkt konkurrenzfähig sind“, so Kager weiter.

Die Hoffnung auf ausländische Direktinvestitionen ist daher groß. Bislang waren Investoren in den südosteuropäischen Ländern eher zurückhaltend, die zugeflossenen Mittel waren ungleich verteilt. Profitiert hat vorwiegend Kroatien. „Bulgarien und Rumänien dürften allerdings aufgrund der rasch voranschreitenden Einbindung in EU-Strukturen und kostengünstiger Produktionsmöglichkeiten für Auslandsinvestitionen zunehmend interessanter werden“, meint Josef Pöschl vom Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW), das im Auftrag der BA-CA die Untersuchung über Direktinvestitionen in Südosteuropa durchführte.

An ausländischen Investoren sind bislang vor allem Banken, Telekom-Unternehmen, große Handelsketten sowie Getränke-, Tabak- und Zementproduzenten vertreten. Einen zusätzlichen Investitionsschub könnte der Privatisierungsprozess bringen, der noch nicht abgeschlossen ist. „Dadurch bestehen gute Chancen, Unternehmen günstig zu erwerben und von den Vorteilen eines frühen Einstiegs zu profitieren“, so Pöschl abschließend.

 Ausgewählte Indikatoren (Tabelle)

 Xplicit: "South-East Europe – A Region in Competition for FDI"

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Group Public Relations
Edith Holzer, Tel. +43 (0)5 05 05-57126 ;
E-Mail: edith.holzer@ba-ca.com