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25.10.2004

BA-CA-Analyse: Südosteuropa lässt die neuen EU-Länder bei Direktinvestitionen weit hinter sich

  • Direktinvestitionen in Zentral- und Osteuropa 2003 halbiert.
  • Zuwachs hingegen in Südosteuropa um rund 50 Prozent.
  • Südosteuropa als Zugpferd für weitere Direktinvestitionen.

Während sich der Zufluss an ausländischen Direktinvestitionen (FDI) in die neuen EU-Mitgliedsländer Zentral- und Osteuropas1  im Jahr 2003 von 21 auf 9,3 Milliarden Euro halbiert hat, entwickelten sich die FDI-Zuflüsse in die Region Südosteuropa2  gegenläufig. Sie kletterten im vergangenen Jahr im Vergleich zur Vorperiode von rund 4,4 auf nahezu 6,5 Milliarden Euro. Spitzenreiter waren dabei Kroatien (EUR 1,8 Mrd.), Rumänien (EUR 1,6 Mrd) und Bulgarien (EUR 1,3 Mrd). Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse der Konzernvolkswirtschaft der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA).

"Ausschlaggebend für das Abflauen der FDI-Zuflüsse in die neuen EU-Länder und den deutlichen Anstieg in Südosteuropa waren die privatisierungsbedingten Direktinvestitionen, die nach Abschluss vieler Privatisierungsprojekte im Jahr 2002 nur noch in deutlich geringerem Ausmaß in die neuen EU-Mitgliedsstaaten geflossen sind", erklärt Marianne Kager, Chefökonomin der BA-CA. "Umgekehrt stellten Privatisierungen 2003 das Zugpferd der Direktinvestitionstätigkeit in Südosteuropa dar", so Kager weiter.

Im Hinblick auf die sektorale Verteilung der FDI-Ströme zeigte sich eine deutliche Verschiebung von der verarbeitenden Industrie in Richtung Dienstleistungssektor. Die attraktivsten Zielsektoren sind die Sparten Bankwesen, Telekommunikation und die Versorgungsdienste (Gas, Wasser, Elektrizität).

Der starke Rückgang bei Direktinvestitionen in den neuen EU-Ländern im vergangenen Jahr scheint allerdings nur vorübergehend zu sein, denn die Aussichten für die kommenden Jahre sind für die gesamte Region positiv. Zum einen lassen der erfolgte EU-Beitritt, die rechtliche Konvergenz sowie Mittel aus den Struktur- und Kohäsionsfonds den vermehrten Zufluss von ausländischem Investitionskapital erwarten.

Zum anderen werden das zu erwartende Wirtschaftswachstum und das im internationalen Vergleich wettbewerbsfähige Investitionsumfeld (attraktive Steuersätze, niedrige Lohnkosten) den FDI-Zustrom in die gesamte Region Zentral- und Osteuropas begünstigen. „Dabei dürfte Südosteuropa vor allem im kommenden Jahr dank voranschreitender Strukturreformen zum Magneten für Direktinvestitionen avancieren“, sagt Kager. Das Potential für FDI ist in der Region Südosteuropa noch enorm. Verglichen mit dem Durchschnittsbestand an FDI in den CEE53 , nämlich 2.100 Euro pro Kopf bzw. 35 Prozent des BIP, liegen die aktuellen FDI-Bestände in Südosteuropa meist noch deutlich darunter. Für 2004 rechnen die Volkswirte der BA-CA in Südosteuropa mit FDI-Zuflüssen von 7,5 Milliarden Euro, für 2005 mit 8,4 Milliarden Euro.

1Polen, Tschechische Republik, Slowakei, Slowenien, Ungarn, Baltische Staaten
2Bulgarien, Kroatien, Rumänien, Albanien, Mazedonien, Bosnien und Herzegowina, Serbien und Montenegro
3CEE5=Polen, Tschechische Republik, Slowakei, Slowenien, Ungarn

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Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt, International Press Relations
Edith Holzer, Tel. +43 (0)5 05 05 DW 57126
E-Mail: edith.holzer@ba-ca.com