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16.02.2004

Trotz starken Euro wird Auslandsurlaub teurer

  • Beliebteste Urlaubsländer der Österreicher sind teurer geworden
  • Starker Euro nur bei Fernreisen ein Vorteil

 Österreichs Urlauber erhalten in den wichtigsten Urlaubsländern weiterhin rund ein Viertel mehr für den Euro als zu Hause. Trotz des gestiegenen Eurokurses ist damit der UrlaubsEuro weniger wert geworden. „Die beliebtesten Urlaubsländer der Österreicher haben höhere Preissteigerungen als wir und der starke Euro macht sich dort nicht bemerkbar“, meint Stefan Bruckbauer von der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA).
 
Da zudem die wichtigsten Urlaubsdestinationen der Österreicher entweder Euroländer sind oder Staaten, deren Währungen sich am Euro orientieren, wird das gestiegene Preisniveau nicht durch eine Abwertung ausgeglichen. In der Türkei kam es sogar zu einer Aufwertung der Währung. „Die Türkei konnte zwar seine Preissteigerungsrate auf 16 Prozent senken, zusammen mit einer sogar gestiegenen Währung ist damit der UrlaubsEuro in der Türkei trotzdem derzeit rund 20 Prozent weniger wert als vor einem Jahr“, beschreibt Bruckbauer die Situation in einer der beliebtesten Urlaubsdestinationen. Insgesamt dürfte im Durchschnitt der UrlaubsEuro um rund 4 Prozent weniger wert sein.

Unter den wichtigeren Urlaubsländern der Österreicher macht sich der starke Euro nur in  Ungarn positiv bemerkbar. Nach den Berechnungen der BA-CA erhält der österreichische Urlauber derzeit in Ungarn am meisten für seinen Euro. Im Durchschnitt ist es fast doppelt soviel wie zu Hause. Dieser Vorteil blieb im Vergleich zum Vorjahr fast unverändert, da der höheren Preissteigerung in Ungarn eine Abwertung von 7 Prozent gegenüberstand. Im zweitgünstigsten Urlaubsland der Österreicher, in der Türkei, erhält man dagegen deutlich weniger als vor einem Jahr. Von den beliebtesten Urlaubsländern weisen auch Spanien, Italien und Griechenland etwas höhere Preissteigerungen als Österreich auf: Hier hat also die Kaufkraft des UrlaubsEuros bei konstantem Wechselkurs etwas nachgelassen. „Der Preisvorteil bei europäischen Urlaubsdestinationen geht seit der Euroeinführung zurück“, bemerkt Bruckbauer. Grund dafür: die höheren Preissteigerungen im Ausland.

Deutliche Vorteile haben Urlauber in Ferndestinationen, wo in US-Dollar gezahlt wird. Der Urlaub in den USA hat sich, im Vergleich zum Vorjahr, erneut verbilligt. Damit ist der US-Urlaub heute rund 15 Prozent billiger als vor einem Jahr, bzw. sogar 40 Prozent billiger als vor zwei Jahren. „Vor zwei Jahren bekam man in den USA noch 20 Prozent weniger für seinen UrlaubsEuro, heute 20 Prozent mehr als in Österreich“, fasst Bruckbauer die Vorteile des schwachen US-Dollar für den Urlauber zusammen. Auch Japan ist erneut billiger geworden, allerdings bekommt man dort weiterhin deutlich weniger für seinen Euro als zu Hause.

Abschließend weisen die Ökonomen der BA-CA darauf hin, dass es sich um Durchschnittswerte handelt, einzelne Regionen (wie etwa London als Zentralregion) können davon abweichen. Außerdem führen die Volkswirte die Tatsache, dass das Preisniveau in einigen Urlaubsländern soviel günstiger als in Österreich ist, vor allem auf das hohe Einkommensniveau in Österreich zurück. Läge Österreichs Preisniveau niedriger, wäre auch das Einkommensniveau geringer - Urlaube wären oft gar nicht leistbar.

 Charts zur Presseaussendung
 
Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt  Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. 05 05 05 DW 41951
E-mail: stefan.bruckbauer@ba-ca.com