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14.01.2004

EU-Beitrittsländer vor großen Herausforderungen

  • Der EU-Test steht unmittelbar bevor
  • Globale Wirtschaftserholung und niedrige Zinsen begünstigen Aktienmärkte
  • Geringe Renditabstände in Zentral- und Osteuropa, aber EMU-Beitritt wird sich verzögern

Mit den erheblichen Vorteilen der EU-Miftgliedschaft kommen auf die Beitrittsländer auch neue Herausforderungen zu. „Die Zeit rund um den Beitritt wird für die neuen Mitglieder ein Härtetest sein“, erklärte Willi Hemetsberger, Mitglied des Vorstandes der Bank Austria Creditanstalt anlässlich der Euromoney Konferenz in Wien. „Dann nämlich wird deutlich, wie gut sich die jeweiligen Länder auf die Union vorbereitet haben.“

Der EU-Beitritt wird auf lange Sicht positive Einflüsse zeitigen, vor allem eine Verbesserung des Länder-Risikos, ein gesteigertes Vertrauen der Wirtschaft in langfristige Investitionen sowie mehr Anreize für ausländische Investoren. Die überdurchschnittlichen Wachstumsraten, die die Beitrittsländer aufweisen, führen zu einem im Vergleich zu den anderen europäischen Staaten stärkeren Wachstum bei Vermögen und Unternehmensgewinnen.

Ein kurzfristiges Kursfeuerwerk ist aufgrund des EU-Beitritts allerdings nicht zu erwarten. Der Beitritt ist seit langem ein bekanntes Faktum und die Finanzmärkte nahmen die Vorteile schon längst in den Kursen vorweg.

Umfeld für Aktien ist positiv
Die globale Wirtschaftserholung in Kombination mit niedrigen Zinssätzen auf beiden Seiten des Atlantiks lassen ein positives Umfeld für Emerging-Markets-Aktien erwarten. Aufgrund der makroökonomischen Aufwärtsentwicklung besteht das größte Potenzial in Russland und der Türkei. Polnische und tschechische Aktien haben sich ihren fundamentalen Bewertungen angenähert, aber vor allem in Polen dürfte die stetige Nachfrage der heimischen Pensions- und Investmentfonds die Kurse weiter unterstützen.

Der Optimismus, dass es zu einem baldigen Beitritt der neuen Mitgliedsstaaten zur Europäischen Währungsunion kommt, ist allerdings verflogen. Zu groß sind die wirtschaftlichen Ungleichgewichte, vor allem die Budgetdefizite in manchen Beitrittsländern, insbesondere Ungarn und Polen.

Anleihemärkte ziehen nach wie vor Investoren an
Die Anleihe- und Creditspreads befinden sich in Zentral- und Osteuropa beinahe auf historischen Tiefstständen. Zum einen zeigen die Investoren noch immer Appetit auf Risiko, und es ist damit zu rechnen, dass es noch weitere Zuflüsse in Bonds aus dieser Region geben wird.  Zum anderen hat sich die Qualität der Papiere verbessert.

Allerdings sind fallende Spreads kein Naturgesetz. Die Regeln der “Alten Welt” haben inzwischen auch auf den Anleihemärkten Zentral- und Osteuropas Gültigkeit. Wenn es zu einer Straffung der US-Zinspolitik kommt, ist auch wieder mit höheren Renditeabständen zu rechnen.

Europäische Währungsunion als nächstes großes Ziel
Nachdem der EU-Beitritt nun Faktum ist, rückt nun das nächste große Ziel - die Bemühungen der neuen EU-Mitglieder um Aufnahme in die Europäische Währungsunion – in den Vordergrund. Die jüngsten Währungsturbulenzen in Ungarn zeigen, dass in den Beitrittsländern in den nächsten Jahren signifikante Anstrengungen erforderlich sind, vor allem durch eine stringente Fiskalpolitik das Vertrauen der internationalen Investoren zu sichern.

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt  International Markets
Veronika Fischer-Rief, Tel.: 050505 DW 82833; E-Mail: veronika.fischer-rief@ba-ca.com