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26.02.2004

Vorläufiges Ergebnis für das Geschäftsjahr 2003:
Bank Austria Creditanstalt mit kräftigem Gewinnsprung

  • BA-CA erhöht Gewinn nach Steuern um 43 Prozent auf 442 Millionen Euro.
  • Eigenkapital steigt auf Rekordniveau von 5,8 Milliarden Euro – plus 1,2 Milliarden.
  • Starke Kapitalausstattung für konsequente Expansion in Zentral- und Osteuropa.

 

  Erich Hampel, Vorsitzender des Vorstandes


Die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) hat im Geschäftsjahr 2003 laut vorläufigem Jahresabschluss einen Gewinn nach Steuern von 442 Millionen Euro erzielt. Dieses Ergebnis liegt um 43 Prozent über dem Vorjahreswert (2002: 309 Millionen Euro). Die Eigenkapitalrentabilität nach Steuern (ROE) ist trotz des durch die Kapitalerhöhung über den Börsegang im Sommer 2003 deutlich erhöhten Eigenkapitals auf 8,7 Prozent gestiegen. Der Cash ROE – also der ROE vor Firmenwertabschreibungen – beträgt 12,4 Prozent.

 

BA-CA Vorstandsvorsitzender Erich Hampel: „Das ist ein ordentliches Ergebnis. Wir haben einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Die Entwicklung seit dem Zusammengehen mit der HVB Group zeigt, dass wir mit unserer klaren Fokussierung auf Österreich sowie die Wachstumsmärkte in Zentral- und Osteuropa strategisch hervorragend aufgestellt sind. Wir haben als Teil einer großen internationalen Bankengruppe besonders im grenzüberschreitenden Geschäft einen strategischen Wettbewerbsvorteil. Die BA-CA ist heute so stark wie nie zuvor.“

Im Jahr 2003 ist das IAS-Eigenkapital der BA-CA um 1,2 Milliarden Euro auf das Rekordniveau von 5,8 Milliarden Euro gestiegen. Damit ist die BA-CA mit großem Abstand die kapitalstärkste Bank Österreichs. Auch bei der für die Bewertung der Finanzkraft einer Bank sehr wichtigen Kernkapitalquote – sie ist in den vergangenen drei Jahren von 6,1 Prozent auf 7,8 Prozent gestiegen – liegt die BA-CA deutlich vor ihren Mitbewerbern und auch im internationalen Vergleich sehr gut. Hampel: „Wir sind solide mit Kapital ausgestattet. Das bedeutet Sicherheit für unsere Kunden und enorme Kraft für die weitere Expansion in unserem Kerngeschäft in Österreich und ganz besonders in Zentral- und Osteuropa.“

Das Betriebsergebnis ist in den vergangenen drei Jahren um 70 Prozent von 357 Millionen Euro auf die Rekordhöhe von 602 Millionen Euro gestiegen. Hier spiegelt sich wider, dass sich die operative Ertragskraft der BA-CA durch die neue strategische Ausrichtung auf ihre Kernmärkte sowie die konsequente Arbeit auf der Kosten- und Ertragsseite deutlich verbessert hat. Im Wachstumsmarkt Zentral- und Osteuropa hat die BA-CA durch die Übernahme der Tochterbanken der HVB in dieser Region ebenfalls einen großen Sprung gemacht: Innerhalb von drei Jahren ist das Geschäftsvolumen der BA-CA in Zentral- und Osteuropa (gemessen an der Bilanzsumme) von 9 Milliarden Euro auf 23 Milliarden Euro um 150 Prozent gestiegen. Die BA-CA betreibt mittlerweile das führende Finanznetzwerk in dieser Region mit 900 Filialen in 11 Ländern und einer breiten Palette von Produkten und Finanzdienstleistungen. Sie kann ihren Kunden zudem das internationale Netzwerk der Gruppe in Westeuropa und Übersee zur Verfügung stellen. Das ist ein erheblicher Wettbewerbsvorteil. Keine andere Bankengruppe ist im Herzen Europas derart stark aufgestellt.

Im Anschluss an die Übernahme der Konzerntöchter in Polen, Tschechien, Ungarn, der Slowakei, Bulgarien und Kroatien (Filiale) im Jahr 2001 hat die BA-CA sechs weitere Akquisitionen getätigt: Sie hat die Splitska banka in Kroatien übernommen, die Bank Biochim in Bulgarien, die Central Profit Banka in Bosnien Herzegowina, jeweils die restlichen 50 Prozent an den beiden Marktführern im Leasinggeschäft in Tschechien und in der Slowakei sowie ein Filialnetzwerk im Norden Kroatiens. BA-CA Vorstandsvorsitzender Hampel: „Wir haben in den vergangenen drei Jahren ein rundes Dutzend Transaktionen abgewickelt – ich gehe fest davon aus, dass wir auch in Zukunft attraktive Möglichkeiten für Akquisitionen finden werden und damit unser Geschäft und die Erträge konsequent ausbauen können.“

Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

Der Zinsüberschuss sank gegenüber dem Vorjahr um 5,7 Prozent auf 2.176 Millionen Euro (2002: 2.307 Millionen Euro). Dieser Rückgang ist einerseits auf das niedrige Zinsniveau und die unverändert schwache Marktlage in Österreich und andererseits auf den stark gesunkenen Kurs des polnischen Zloty zurückzuführen. Zudem hat das BA-CA Treasury sein Geschäft vermehrt über Instrumente abgewickelt, die sich im Handelsergebnis niederschlagen. Positiv stimmt der Trend in der Quartalsentwicklung: Nach 520 Millionen Euro im ersten Quartal, 539 Millionen Euro im zweiten Quartal und 551 Millionen Euro im dritten Quartal erzielte die BA-CA im vierten Quartal einen Zinsüberschuss von 566 Millionen Euro. Die Qualität der Ergebnisstruktur hat sich somit stetig verbessert.

Das Kreditrisiko konnte 2003 erneut reduziert werden: es sank um 13 Prozent auf 467 Millionen Euro (2002: 537 Millionen Euro). Hier zeigt das straffe Risikomanagement der BA-CA Wirkung. Der Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorge sank somit um 3,4 Prozent auf 1.709 Millionen Euro (2002: 1.770 Millionen Euro).

Der Provisionsüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Prozent auf
1.134 Millionen Euro (2002: 1.076 Millionen Euro). Auch hier zeigt sich im Quartalsvergleich – ähnlich wie beim Zinsüberschuss eine erfreuliche Tendenz: Nach 270 Millionen, 273 Millionen und 296 Millionen Euro in den ersten drei Quartalen erzielte die Bank im vierten Quartal erneut einen Provisionsüberschuss von 296 Millionen Euro. Das Handelsergebnis lag mit 220 Millionen Euro um 4,7 Prozent unter dem sehr guten Vorjahr (2002: 231 Millionen Euro). Auf der Kostenseite setzte sich die Entwicklung der vergangenen Jahre weiter fort.

Der Verwaltungsaufwand sank durch das konsequente Kostenmanagement von 2.503 Millionen Euro um 1 Prozent auf 2.479 Millionen Euro. In diesem Betrag sind auch Vorsorgen für Restrukturierungsmaßnahmen in der Höhe von 20 Millionen Euro enthalten. Unter dem Strich ergab sich ein Betriebsergebnis von 602 Millionen Euro. Damit lag die BA-CA um 5,3 Prozent über dem Vorjahreswert von 572 Millionen Euro und erzielte das höchste Betriebsergebnis seit dem Kauf der Creditanstalt im Jahr 1997.

Das Finanzanlageergebnis lag mit 120 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahreswert (2002: 28 Millionen Euro). Hier schlagen sich im wesentlichen Erlöse aus dem Verkauf von Versicherungsbeteiligungen nieder. Die Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte betrugen 67 Millionen Euro und lagen damit unter dem Vorjahresniveau (2002:
88 Millionen Euro). Somit erzielte die BA-CA ein Ergebnis vor Steuern von 648 Millionen Euro und lag um 28,5 Prozent über dem Vorjahr (2002: 504 Millionen Euro). Die Ertragsteuern erhöhten sich um 39,6 Prozent auf 155 Millionen Euro (2002: 111 Millionen Euro). Die Fremdanteile sanken um 39,5 Prozent auf 51 Millionen Euro (2002: 84 Millionen Euro). Unter dem Strich ergab sich ein Ergebnis nach Steuern und Fremdanteilen von 442 Millionen Euro; was einem Anstieg von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (2002: 309 Millionen Euro).

Diese Ergebnisverbesserung wirkte sich folgendermaßen auf die Finanzkennzahlen aus:

  • Das IAS-Eigenkapital erhöhte sich von 4,6 Milliarden Euro auf 5,8 Milliarden Euro.
  • Der Cash ROE stieg trotz des erhöhten Eigenkapitals auf 12,4 Prozent
    (2002: 10,2 Prozent). Der ROE nach Steuern stieg von 6,5 Prozent auf 8,7 Prozent. 
  • Die Cost/Income-Ratio stieg leicht von 69,3 Prozent auf 69,9 Prozent.
  • Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich von 2,71 Euro auf 3,40 Euro.
  • Die Risk/Earnings-Ratio (Kreditrisiko in Prozent des Zinsüberschusses) verbesserte sich deutlich von 23,3 Prozent auf 21,5 Prozent. 
  • Die Kernkapitalquote betrug 7,8 Prozent (2002: 6,8 Prozent) und lag damit um fast
    100 Prozent über der gesetzlichen Vorschrift von 4 Prozent. 
  • Die Gesamtkapitalquote stieg auf 13,1 Prozent (2002: 11,2 Prozent). Auch hier liegt die
    BA-CA deutlich über der gesetzlich vorgeschriebenen Quote von 8 Prozent.

Die Bilanz der BA-CA

Die BA-CA hat im Geschäftsjahr 2003 ihre Bilanzsumme weiter gezielt heruntergefahren – und zwar von 148 Milliarden Euro zum 31. Dezember 2002 auf 137 Milliarden Euro zum Ultimo 2003. Hier schlägt sich einerseits der Verkauf der Spezialgesellschaft „BA-CA Asset Finance“ mit Sitz in Glasgow nieder. Zweitens hat die BA-CA ihr Interbankgeschäft reduziert. Die BA-CA verfolgt die Strategie das Interbankgeschäft, das in enger Verbindung mit Treasury-Operationen steht, unter Risiko- und Kostenaspekten zu minimieren; genauer gesagt: die Eigenmittelbindung und die Liquiditätskosten zu reduzieren. Dies geschieht dadurch, dass Handelsgeschäfte vorrangig über Derivative durchgeführt werden.

Diese Effekte sieht man sehr deutlich in den einzelnen Positionen der Bilanz: Auf der
Aktivseite der Bilanz wurden vor allem die Forderungen an Kreditinstitute zurückgenommen - und zwar gegenüber dem Jahresende 2002 um 15 Prozent auf 25,1 Milliarden Euro
(2002: 29,6 Milliarden Euro). Die Forderungen an Kunden blieben mit 76 Milliarden Euro
auf dem Niveau des Vorjahres (2002: 76,4 Milliarden Euro). Die Position Risikovorsorge
sank um 3,6 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro (2002: 3,6 Milliarden Euro). Die zu aktuellen Marktpreisen bewerteten Handelsaktiva sanken um 14,8 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro (2002: 19,0 Milliarden Euro). Die Finanzanlagen wurden um 11,5 Prozent auf 15,9 Milliarden Euro reduziert (2002: 18,0 Milliarden Euro). In dieser Position spiegeln sich unter anderem
die Beteiligungsverkäufe wider.

Auf der Passivseite ergibt sich folgendes Bild: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken um 4,6 Prozent auf 39,1 Milliarden Euro (2002: 41,0 Milliarden Euro).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gingen um 4,8 Prozent auf 53,8 Milliarden Euro zurück (2002: 56,6 Milliarden Euro). Die verbrieften Verbindlichkeiten wurden um 13,0 Prozent auf 17,4 Milliarden Euro gesenkt (2002: 20,0 Milliarden Euro). Die Handelspassiva gingen um 18,5 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro zurück (2002: 10,5 Milliarden Euro). Das Nachrangkapital ging um 16,1 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro zurück (2002: 6,5 Milliarden Euro). Das Eigenkapital stieg deutlich um 1,2 Milliarden Euro oder 26,2 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro (2002: 4,6 Milliarden Euro).

Ausblick 2004 und Ergebnisziele 2006: 

Für das laufende Geschäftsjahr 2004 erwartet die BA-CA einen moderaten Anstieg der operativen Erträge. Zusammen mit einer neuerlich leichten Senkung der Kosten wird dies zu einem zweistelligen Prozentanstieg beim Betriebsergebnis führen. Unter dem Strich peilt die Bank im Basisszenario – das heisst: ohne besondere Risiken seitens Zins- und Wechselkursentwicklung – einen Anstieg des Gewinns vor Steuern von über 15 Prozent an; also einen weiteren Schritt in Richtung der Ergebnisziele für das Jahr 2006.

Die BA-CA hat sich für das Jahr 2006 folgende Ziele gesetzt:

  • Risk/Earnings-Ratio: unter 20 Prozent
  • Cost/Income-Ratio: unter 63 Prozent
  • Kernkapitalquote: über 7 Prozent
  • ROE nach Steuern: über 13 Prozent

 

 Die Gewinn- und Verlustrechnung, die Bilanz zum 31. Dezember 2003 sowie die Charts zur Presseaussendungen finden Sie rechts unter Download.

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Group Public Relations
Martin Hehemann, Tel. +43 (0)5 05 05 DW 57007
E-Mail: martin.hehemann@ba-ca.com