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01.07.2004

BA-CA EinkaufsmanagerIndex im Juni: Industrie in bester Stimmung seit 2000

  • Index erreicht höchsten Wert seit dreieinhalb Jahren
  • Wachstum der Industrie beschleunigt im zweiten Quartal spürbar
  • Zwei Prozent Wachstum für 2004 als realistische Prognose

Die Industrie befindet sich in bester Stimmung: Der BA-CA EinkaufsmanagerIndex weist für den Juni einen Wert von 55,5 aus. Er liegt somit nicht nur deutlich über dem Wert des Vormonats von 54,6 (Werte über 50 zeigen Wachstum an) - der BA-CA EMI hat im Juni auch den höchsten Wert seit dreieinhalb Jahren erreicht.  „Die Wirtschaftsdynamik hat im ersten Halbjahr klar zugenommen“, so Marianne Kager, Chefvolkswirt der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA).

Die Einkaufsmanager registrieren weiterhin eine zunehmende Dynamik bei den Auslandsaufträgen. Der Indexwert für die Auslandsaufträge steigt erneut von 54,1 auf 56,4.
Entsprechend positiv beurteilen die Einkaufsmanager auch den Auftragsbestand, der mit 57 einen bisherigen Höchststand erreicht. Die verbesserte Auftragssituation führt zu einer erneuten Beschleunigung der Produktion. Die Auftragslage läßt auch eine Verbesserung der Beschäftigungssituation erwarten, die Einkaufsmanager melden steigende Beschäftigung.

Wie bereits im Mai melden auch im Juni die Einkaufsmanager deutlich steigende Einkaufspreise. Wie schon zuletzt geben fast drei Viertel der Einkaufsmanager an, dass sich die Einkaufspreise gegenüber dem Vormonat erneut erhöht haben. „Die globale Konjunkturerholung im Verbund mit den Engpässen an den Rohstoffmärkten ist es, die die Einkaufspreise unverändert stark steigen lässt“, so Stefan Bruckbauer von der Konzernvolkswirtschaft der BA-CA.

Die positive Konjunkturstimmung in der Industrie wird auch bestätigt durch die Bereitschaft bei der Mehrheit der Industriebetriebe, ihre Vormateriallager weiter aufzufüllen. Der leichte Rückgang bei der Zahl der Betriebe, die steigende Vormateriallager melden, dürfte weniger auf die geringe Nachfrage als auf die erneut gestiegenen Lieferzeiten zurückzuführen sein. Der Anteil der Unternehmen, die im Vergleich zum Vormonat steigende Lieferzeiten meldeten erreichte ebenfalls einen Wert wie zuletzt Ende 2000.

Nach Meinung der BA-CA Ökonomen bestätigt das Konjunkturbild des BA-CA EMI die gestiegene Dynamik der Industrieerholung im Verlauf des ersten Halbjahres. Kager: „Die Industrieproduktion dürfte im zweiten Quartal erneut an Dynamik gewonnen haben. Die höheren Rohstoffpreise können den Aufschwung zwar etwas abschwächen, aber nicht mehr abwürgen.“ Die gestiegene Dynamik der Industrie sollte nun auch dazu beitragen, dass der Aufschwung an Breite gewinnt. „Unsere optimistische Erwartung, dass Österreichs Wirtschaft heuer zwei Prozent  wachsen kann“, so Bruckbauer, „wird aufgehen.“

 Charts zur Presseaussendung

Anmerkung: Werte des EMI über 50,0 weisen auf ein Wachstum gegenüber dem Vormonat hin, Notierungen unter 50,0 signalisieren einen Rückgang. Je weiter die Werte von 50,0 entfernt sind, desto größer sind die Wachstums- bzw. Schrumpfungstendenzen. Diese Aussendung enthält die Originaldaten aus der Monatsumfrage unter Einkaufsleitern der Industrie Österreichs, die von der Bank Austria Creditanstalt gesponsert und unter der Schirmherrschaft des ÖPWZ seit Oktober 1998 von NTC Research durchgeführt wird.


Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. +43 (0)5 05 05 DW 41951
E-Mail: economic.research@ba-ca.com