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23.08.2004

News aus dem Asset Management der Bank Austria Creditanstalt: US-Börsen erleben heißen Sommer

  • Google-IPO, Öl und Tech-Enttäuschungen sorgen für Verunsicherung
  • Aber: Mutige können Kurse zum Einstieg nutzen

An den amerikanischen Aktienbörsen geht es weiterhin sehr volatil zu. In den letzten vier Wochen waren die Standardwerte per Saldo leicht im Minus. Die Technologiebörse Nasdaq musste hingegen über 5 Prozent abgeben. Letzte Woche hat allerdings wieder eine leichte Erholung eingesetzt. Die US-Unternehmen haben zwar für das 2. Quartal ausgezeichnete Ergebnisse vorgelegt – die Gewinne der Unternehmen im S&P 500 sind im Vergleich zum Vorjahresquartal um über 25 Prozent gestiegen. Aber der Ausblick auf die zweite Jahreshälfte fiel teilweise verhalten aus, was die Anleger mit heftigen Kursrückgängen abstraften. Zu den prominentesten Opfern zählten Hewlett Packard, Cisco und Intel.

Da wir im zweiten Halbjahr gegen die ausgezeichneten Zahlen aus dem Vorjahr anzutreten haben, belaufen sich die Gewinnschätzungen für das 3. Quartal auch nur mehr auf zirka 15 Prozent. Für das Schlussquartal 2004 wird in etwa der gleiche Zuwachs erwartet. Das sind zwar durchaus ansprechende Steigerungsraten, die Zuwächse von mehr als 20 Prozent drohen aber, der Vergangenheit anzugehören.

Dazu kommt der Ölpreis, der weiterhin von Rekord zu Rekord eilt. An der New Yorker Warenbörse scheinen die 50 Dollar je Fass nur mehr eine Frage der Zeit zu sein. Sollte dies tatsächlich eintreten, fürchten viele Analysten um den privaten Konsum, und auch die Gewinnerwartungen der Unternehmen müssten revidiert werden.

In der Technologie gibt es ebenfalls einen sehr heißen Sommer. Bei den Ergebnissen sorgten einige Unternehmen für Enttäuschungen. Zudem hatte der wichtigste Börsegang im Tech-Segment, jener von Google, mit einer Reihe von Schwierigkeiten zu kämpfen. Das Unternehmen gab am Schluss weniger Aktien aus als angekündigt und reduzierte die Preisspanne um ein Viertel. Unter diesen Voraussetzungen stieg der Kurs dann am ersten Handelstag aber um 18 Prozent.

Von der Zinsfront kam im August ebenfalls leichter Gegenwind, die US-Notenbank erhöhte die Leitzinsen nochmals um 25 Basispunkte. Das war nach dem Schritt Ende Juni die zweite Anhebung. Da aber einige Wirtschaftsdaten wie jene zur Beschäftigung zuletzt enttäuschten, gehen einige Beobachter davon aus, dass die Fed bei ihrer Sitzung am 21. September eine Pause einlegt. Dann befinden wir uns ja auch schon mitten in der heißen Phase im US-Wahlkampf, zuvor halten Anfang September noch die Republikaner ihren Parteitag in New York ab. Auch dieses Ereignis wird wieder von höchsten Sicherheitsmassnahmen begleitet sein, die Angst vor Anschlägen ist weiterhin groß.

Fazit: Somit kann man abschließend feststellen, dass es eine Reihe von externen Unsicherheitsfaktoren (Öl, Terror, Wahlen) und fundamentalen Belastungen gibt. Zu letzteren zählt vor allem das sinkende Gewinnwachstum. Wenn man aber die Meinung vertritt, dass diese Themen schon ausreichend im Markt eingepreist sind, könnten sich in den nächsten Wochen eventuell interessante Einstiegschancen ergeben.


Rückfragen:  Bank Austria Creditanstalt Asset Management
Monika Rosen, Bereichsleiterin Research, Tel. (01) 33 147 DW 5403;
E-Mail: monika.rosen@amg.co.at