09.01.2004

Bank Austria Creditanstalt Asset Allocation für das 1. Quartal 2004: Was kommt nach dem starken Finish?

  • Guter Start ins neue Börsenjahr, Übergewichtung der Aktienquote wird beibehalten.
  • Rentenmärkte gegen Jahresende stabil.
  • Empfehlungen: Outperformance der Large Caps, neutrale Branchengewichtung.

Nach den deutlichen Kursrückgängen der Jahre 2000, 2001 und 2002, im Anschluss an die Hausse Ende der 90er Jahre, bescherte das Vorjahr den Anlegern wieder Kursgewinne im stärkeren Ausmaß. Verantwortlich dafür waren die Verbesserung der konjunkturellen Entwicklung und die über den Erwartungen ausgefallenen Unternehmensergebnisse. Die Konjunkturentwicklung erwies sich vor allem in den USA als sehr stark. Die Wachstumsrate lag im 3. Quartal auf dem höchsten Niveau seit 1984. Von dem Aufschwung in den USA, der neben den hohen Konsumausgaben der US-Bürger zuletzt auch von wieder anspringenden Unternehmensinvestitionen getragen wurde, sollte im Jahresverlauf auch der europäische Wirtschaftsraum zusehends profitieren können.

Gekennzeichnet war die Aufwärtsbewegung von einer deutlichen Outperformance der zyklischen und technologielastigen Unternehmen, während die defensiven Branchen den Aufschwung in geringerem Maße mitmachten. Im vierten Quartal vollzog sich jedoch, vor allem in Europa, aus Bewertungsgründen ein leichter Favoritenwechsel hin zu defensiveren Branchen wie Öl, Pharma oder Versorger. Wir halten diese Sektoren, zusammen mit Telekom und dem zyklischen Industriesektor, auch im ersten Quartal 2004 für bevorzugenswert.

Für das Börsenjahr 2004 gehen wir von einer Outperformance der Large Caps aus, nachdem im vergangenen Jahr Werte mit geringerer Marktkapitalisierung stärker performten. Zu beachten bleibt weiterhin die Währungsentwicklung, wo der US-Dollar aufgrund des Leistungsbilanzdefizites der amerikanischen Wirtschaft zu Jahresbeginn weiter unter Abgabedruck leidet.

Die Anleihenmärkte verzeichneten im Jahr 2003 nach drei positiven Jahren das erste Mal wieder Kursverluste. Durch die Kuponzahlungen konnte jedoch bei den meisten Renten eine positive Jahresperformance erzielt werden. Die Renditeanstiege im zweiten Halbjahr 2003 waren durch die konjunkturelle Erholung und die damit verbundene Erwartung von Leitzinserhöhungen begründet. Dass die Anleihenkurse durch die starke wirtschaftliche Entwicklung nicht weiter rückläufig waren, lag mitunter auch daran, dass durch den Rückgang des US-Dollars mehrere Notenbanken verstärkt US-Anleihen kauften.

Fazit:
Die Fundamentaldaten haben sich im Vorjahr deutlich gebessert. Obwohl die starken Kursanstiege und die gegenwärtige niedrige Volatilität ein gewisses Risiko für eine kurzfristige Konsolidierungsphase in sich bergen, gehen wir durch die Verbesserung der Umfeldbedingungen von einer positiven Börsenentwicklung im Jahr 2004 aus.

Asset Allocation
Das Umfeld an den internationalen Aktienmärkten hat sich in den letzten Monaten weiterhin verbessert und eine Vielzahl der Standardwerteindizes befand sich zum Jahreswechsel am Jahreshöchststand. Die veröffentlichten Daten im vierten Quartal unterstützen das Bild einer weiterhin freundlichen Entwicklung, womit wir die Übergewichtung des Aktienanteils
(45 Prozent) beibehalten. Die aktuelle Asset Allocation lautet: 45 Prozent Aktien, 52 Prozent Anleihen und 3 Prozent Cash.
 
Anleihen
Die Rentenallokation ist gegenüber der bisherigen Gewichtung unverändert geblieben. Die deutliche Übergewichtung mit 92 Prozent in Euroland bleibt somit weiterhin bestehen. Der Anteil in UK beträgt 3 Prozent, jener in Rest Europa 5 Prozent. Im Rentenbereich nicht investiert sind wir weiterhin in den USA, Japan und sonstigen Ländern. Rest-Europa bedeutet derzeit Anleihen in den Währungen Dänenkronen, Schwedenkronen, Norwegerkronen und Schweizer Franken sowie Währungen aus dem CEE-Raum (via. Fonds).

Aktien
Aktienseitig wurde der USA-Anteil um 3 Prozentpunkte reduziert. Die Gewichtung der US-Aktien beträgt somit 49 Prozent. Im Gegenzug wurde Euroland leicht übergewichtet. Die Euroland-Allokation wurde um 3 Prozentpunkte auf 18 Prozent erhöht. UK bleibt bei 9 Prozent, Japan bei 12 Prozent, Rest-Europa bei 3 Prozent und die sonstigen Länder bei 9 Prozent.


Rückfragen:  Bank Austria Creditanstalt Asset Management
Monika Rosen, Bereichsleiterin Research, Tel. (01) 33 147 DW 5403;
E-Mail: monika.rosen@amg.co.at