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01.09.2004

BA-CA EinkaufsmanagerIndex im August:
Stimmung in der Industrie geht langsam zurück

  • Noch steigt das Wachstum der Industrie – auf  7% im dritten Quartal
  • Höhepunkt der Dynamik ist aber im zweiten Halbjahr abzusehen
  • 2005 wird deutlich weniger dynamisch ausfallen

Der BA-CA EinkaufsmanagerIndex für August zeigt mit 54,4 eine weitere Steigerung der Produktion in der österreichischen Industrie an (Werte über 50 stehen für Wachstum; Wert im Juli: 55,6). Gleichzeitig zeigt der Rückgang um 1,2 Punkte gegenüber dem Vormonat, dass die Stimmung in der Industrie langsam zurückgeht. „Mit der üblichen Verzögerung zu den Vorgängen in den USA dürfte nun auch in Europa die Stimmung in der Industrie ihren Höhepunkt überschritten haben“, meint Marianne Kager, Chefvolkswirtin der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA). 

Der Rückgang des BA-CA EMI im August geht im wesentlichen darauf zurück, dass weniger Unternehmen als zuletzt steigende Exportaufträge und steigende Produktion meldeten.
Konkret gingen der Index für die Exportaufträge von 56,7 im Juli auf 54,2 und jener für die Produktion von 58,5 auf 56,1 zurück. Allerdings lagen beide Werte im Juli bereits sehr hoch. Der Rückgang der Dynamik bei den Exportaufträgen und bei der Produktion bedeutet jedoch nicht, dass die Industrieproduktion in den nächsten Monaten rückläufig sein wird: „Trotz der sinkenden Erwartungen bleibt das Industriewachstum noch im gesamten zweiten Halbjahr hoch“, so Stefan Bruckbauer aus der BA-CA Konzernvolkswirtschaft. Vergleicht man die kommenden Monate mit den Vorjahres-Monaten, so ist sogar noch mit stärkerem Wachstum zu rechnen. Bruckbauer: „Die Industrieproduktion dürfte im dritten Quartal, nach 6% Wachstum im zweiten, sogar über 7% Wachstum erreichen.“

Die noch immer sehr positive Stimmung der Industrie zeigt sich auch darin, dass die befragten Einkaufsmanager erneut mehr Beschäftigung meldeten. Der Index legte von 51,4 auf 51,7 zu. Dies wird auch durch die seit zwei Monaten steigende Industriebeschäftigung (zum Vormonat saisonbereinigt) belegt. „Mit einem Wert von 56,5 zeigten sich die Industriebetriebe erneut sehr zufrieden mit ihrem Auftragsbestand. Den Spitzenwert vom Juli mit 59,8 erreichen sie freilich nicht mehr“, analysiert Kager. Negativ wirken sich erneut die weiterhin als stark steigend gemeldeten Einkaufspreise aus. Mit 71,3% meldeten fast so viele Unternehmen steigende Einkaufspreise wie im Spitzenmonat Mai (72,5%).

Da Verkaufspreise weniger stark steigen als Einkaufspreise, rechnet Kager mit einem Druck auf die Gewinne, was die weitere Entwicklung dämpfen wird. Die Ökonomen gehen davon aus, dass die Industriedynamik im vierten Quartal bereits leicht nachlassen wird. „Und 2005 wird für die Industrie deutlich weniger dynamisch sein als 2004“, so Bruckbauer. Als wesentliche Gründe gibt der Ökonom die nachlassende Dynamik in der Weltwirtschaft und die schwache Beschleunigung im Euroraum, besonders in Deutschland, an.


Anmerkung: Werte des EMI über 50,0 weisen auf ein Wachstum gegenüber dem Vormonat hin, Notierungen unter 50,0 signalisieren einen Rückgang. Je weiter die Werte von 50,0 entfernt sind, desto größer sind die Wachstums- bzw. Schrumpfungstendenzen. Diese Aussendung enthält die Originaldaten aus der Monatsumfrage unter Einkaufsleitern der Industrie Österreichs, die von der Bank Austria Creditanstalt gesponsert und unter der Schirmherrschaft des ÖPWZ seit Oktober 1998 von NTC Research durchgeführt wird.

 Charts


Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. +43 (0)5 05 05 DW 41951
E-Mail: economic.research@ba-ca.com