23.07.2004

BA-CA sponsert Stipendium für Kinder- und Jugendforschung

  • Erfolgreiche Kooperation mit Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg
  • Ziel: Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen verbessern

Die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) Salzburg finanziert dieses Jahr bereits zum sechsten Mal ein Stipendium für Kinder- und Jugendforschung in Höhe von EUR 3.500,-. Damit sollen Dissertationen gefördert werden, die aufgrund des eingereichten Konzeptes und der Befürwortung durch den/die ausgewählte/n Betreuer/in wissenschaftliche Arbeiten erwarten lassen, die

-  aufgrund ihres Praxisbezuges geeignet sind, zur Verbesserung der Lebenssituation
   von Kindern und Jugendlichen in Salzburg beizutragen;
-  Empfehlungen für die konkrete Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention im Land
   Salzburg enthalten;
-  sich innovativen Forschungsansätzen verpflichtet fühlen;
-  in Themenstellung und Methodik ein überdurchschnittliches Niveau aufweisen.

Die Zuerkennung des Stipendiums erfolgt durch eine unabhängige Jury. Die erste Rate des Stipendiums in Höhe von 1.750 Euro wird nach Zuerkennung im Herbst 2004 ausbezahlt, die zweite Rate nach Fertigstellung der geförderten Arbeit. Die Einreichfrist endet am 15. November 2004.

Um Entscheidungen zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen möglichst bedürfnisorientiert und sachgerecht treffen zu können, bedarf es klarer Analysen und begleitender Evaluation. Die Human- und Gesellschaftswissenschaften können dazu wichtige Beiträge leisten. Da öffentliche Mittel für einschlägige Studien nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen, bietet sich ein Stipendium als ausgezeichneter Anreiz an, um Arbeiten zur Kinder- und Jugendforschung anzuregen. Neben fach-spezifischen Beiträgen ist es besonders wichtig, auch interdisziplinäre Forschungsarbeiten zu fördern, die im Sinne ganzheitlicher Betrachtungsweisen verschiedene Problemfelder aus unterschiedlichen Fachperspektiven bearbeiten und die Ergebnisse überschaubar zusammenfassen.

"Die Bundesregierung hat am 26. März in einer Auftaktveranstaltung den Startschuss zur Erstellung eines Nationalen Aktionsplans für Kinder und Jugendliche abgegeben. Es geht darum, messbare Ziele zu formulieren und in jenen Bereichen, wo Jugendliche und Kinder am meisten Hilfe, Begleitung und Unterstützung brauchen, ein Maßnahmenpaket zu schnüren. Kinder- und Jugendforschung leistet dazu wichtige Vorarbeiten. Das Land Salzburg hat 1998, also bereits vor 6 Jahren, "die Erreichung einer kinderfreundlichen Gesellschaft“ als landespolitisches Ziel in seiner Landesverfassung verankert, die Aufnahme der Kinderrechtskonvention in Verfassungsrang steht unmittelbar bevor. Ich erwarte mir, dass auch durch dieses Stipendium wichtige und kreative Anregungen als Entscheidungsgrundlage für politische Entscheidungen und Maßnahmen erarbeitet werden – sowohl im Land Salzburg als auch in ganz Österreich", freut sich Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt über diese Forschungsförderungsinitiative der BA-CA Salzburg.

Sponsoring hat in der BA-CA eine lange Tradition. Ihr gesellschaftliches Engagement umfasst Sport, Umwelt und Nachhaltigkeit, Kunst und Kultur, Soziales sowie Wissenschaft und Gesellschaft. So arbeitet die BA-CA neben der Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg auch mit CARE Österreich und Caritas zusammen. "Wir wollen mit unserem heutigen Handeln die Rahmenbedingungen für Morgen verbessern. Das Stipendium für Kinder- und Jugendforschung ist eine schöne Gelegenheit, diese gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen", sagt Klaus Markart, Sprecher der BA-CA Salzburg.

Von den bisherigen fünf Stipendiat/innen wurden bereits zwei Dissertationen abgeschlossen; eine weitere Doktorarbeit  untersucht derzeit - begleitend zum Jahresschwerpunkt der kija -"Außergerichtliche Hilfe für Kinder und Jugendliche, die von Scheidung betroffen sind – unter besonderer Berücksichtigung begleiteter Besuchskontakte." Holz-Dahrenstaedt betont die Wichtigkeit dieser wissenschaftlichen Arbeit, denn ob eine Scheidung/Trennung der Eltern für die betroffenen Kinder und Jugendlichen langfristig negative Auswirkungen hat, hängt nicht so sehr von der Trennung an sich, sondern von ihrem Verlauf und der Gestaltung sowie dem Gelingen der Nachscheidungssituation, insbesondere dem Erhalt der Beziehungen des Kindes zu beiden Elternteilen ab.

Geschäftsstelle des BA-CA Stipendiums für Kinder- und Jugendforschung ist die Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg, bei der auch die Einreichungsunterlagen erhältlich sind: Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg, Strubergasse 4, 5020 Salzburg, Tel.: (0662) 430550, Fax: (0662) 430590, e-mail: kija.sbg@kija.at

Fragestellungen von Kinder- und Jugendeinrichtungen in Salzburg zu verschiedenen Forschungsbereichen (Psychologie, Pädagogik, Soziologie, Rechtswissenschaften…) mit den jeweiligen Kontaktadressen liegen bei der Wissenschaftsagentur Salzburg, Mühlbacherhofweg 6, 5020 Salzburg, Tel.: (0662) 8044-6640, www.sbg.ac.at/was/ auf.


Rückfragen:  Bank Austria Creditanstalt Salzburg
Klaus Markart, Tel. +43 (0)5 05 05 - 48801;
E-Mail: klaus.markart@ba-ca.com