09.09.2004

Marktforschung zeigt:
Jedes dritte Unternehmen arbeitet ohne fixen Planungsprozess

  • Kleinbetriebe sind besonders schwache Planer. Wer doch plant, lässt es den Steuerberater machen
  • Fast zwei Drittel wollen zwar die eigene Finanzstruktur verbessern - aber keine Anzeichen, dass deshalb mehr Finanzplanung betrieben wird
  • Neuer PlanungsWorkshop der BA-CA: Planungs-Training direkt beim Unternehmen

Rund jedes dritte Unternehmen in Österreich mit mehr als 3 Millionen Euro Umsatz arbeitet ohne institutionalisierten Planungsprozess. Dies zeigt eine Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Brainstudio im Auftrag der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) im Frühsommer durchgeführt hat. Befragt wurden 500 Geschäftsführer und Finanz-verantwortliche von Klein- und Mittelbetrieben sowie Konzernen. Bei Kleinbetrieben beträgt der Anteil derer, die ohne einen regelmäßigen, definierten Planungsmodus arbeiten, sogar fast 50 Prozent. Wer aus dieser Gruppe doch plant, lässt dies in der Hälfte der Fälle den Steuerberater machen – womit auch in diesen Unternehmen keine eigene Planungskompetenz entsteht. Um hier den Zugang zu erleichtern, startet die BA-CA für ihre Firmenkunden den PlanungsWorkshop.

"Planung wird entscheidend wichtiger"
Als prioritäre Ziele für die kommenden zwei Jahre nannten die Firmen besonders Vorhaben aus dem Umfeld von Basel II: Verbesserung der Finanzstruktur (62% der Befragten), Erhöhung der Eigenkapitalquote (61%), Verbesserung des Bankratings (50%). Trotz dieser Absichten wird sich Planung nicht automatisch verbreiten: 38 Prozent wollen ihre Planungsprozesse optimieren; 49 Prozent sehen dagegen keinen Bedarf. Die Unternehmen scheinen die neue Welt der Unternehmensfinanzierung nicht wirklich mit dem Thema der Finanzplanung in Verbindung zu bringen. Regina Prehofer, im Vorstand für das internationale Firmenkundengeschäft sowie für Zentral- und Osteuropa verantwortlich: "Planung wird ganz entscheidend wichtiger - gerade in der neuen Unternehmensfinanzierung mit ihren Alternativen zum Kredit."

BA-CA wird höchste Planungskompetenz aller Banken zugesprochen
Weitere Ergebnisse der Marktforschung: 73 Prozent der Unternehmen führt einen monatlichen Vergleich ihrer Budgetzahlen mit den Ist-Daten aus der Buchhaltung durch. Umgekehrt weiß also ein Viertel über Monate nicht, ob man im Plan liegt. Damit liegt die Steuerungsfunktion, die in einem effektiven Controlling steckt, bei vielen Firmen brach. Auf die Frage, welcher Bank man die höchste Kompetenz bei Unternehmensplanung und Rating zuschreibt, fällt das Ergebnis sehr eindeutig aus: 21 Prozent sehen sie bei der BA-CA, die deutlich vor der zweitplatzierten Bank mit 11 Prozent liegt.  

Planung: Ziele in Zahlen gießen
"Planen heißt, seine Ziele in Zahlen zu gießen. Wer nicht plant, bewegt sich im betriebswirtschaftlichen Blindflug vorwärts – oder in Wahrheit rückwärts", kommentiert Prehofer die Ergebnisse der Umfrage. Gerade bei Kleinbetrieben wäre Planung sehr wichtig. "Das Geschäft hat der erfahrene Unternehmer im Gespür, heißt es immer. Was aber ist, wenn der Unternehmer nicht mehr da ist?", fragt Ressortleiter Martin Frank mit Blick auf die 50.000 anstehenden Betriebsnachfolgen. Planung ist nicht nur die Voraussetzung für Mittel- und Großbetriebe, um kapitalmarktorientierte Finanzierungsformen nutzen zu können. Auch Kleinbetriebe profitieren von Planung: "Wenn ein Unternehmen plant, verbessert es sein Rating und senkt die Kreditkosten", so Prehofer. Daher hat die BA-CA im Rahmen ihres neuen Firmenkunden-Ansatzes Integrated Corporate Finance (ICF) eine Folgeangebot zur sehr erfolgreichen RatingBeratung entwickelt: den PlanungsWorkshop.

PlanungsWorkshop: Am Ende steht eine integrierte Planung
Der PlanungsWorkshop ist ein eintägiges Seminar, das Experten der BA-CA gemeinsam mit dem Kunden abhalten. Während dieses Tages wird anhand der Zahlen des Unternehmens ein integrierte Planung aus Erfolgsrechnung, Bilanz und Finanzplan erstellt. Der PlanungsWorkshop setzt auf die Finanzplanungssoftware BusinessPlanner auf, die die BA-CA ihren Firmenkunden als einzige Bank im deutschsprachigen Raum anbieten kann. Ein solcher Tag kostet 980 Euro. Nach dem PlanungsWorkshop besitzt der Kunde einen profunden Einstieg in die integrierte Planung und kann sie für die Steuerung seines Unternehmens einsetzen. Zudem kann er nun diverse Zukunftsszenarien durchspielen und erreicht durch seine Planung mehr Transparenz.

Mit RatingBeratung, PlanungsWorkshop und BusinessPlanner bietet der Integrated Corporate Finance-Ansatz (ICF) die Instrumente, um die Bonität, Transparenz und Planung zu erreichen – wie sie für den Kapitalmarkt und die globalen Absatzmärkte notwendig sind. Zum ICF gehören weiterhin auch Finanzierungsprodukte, die solche Eigenschaften voraussetzen, etwa der KapitalmarktKredit. Beim KapitalmarktKredit kann der Kunde selbst Einfluss auf die Kreditkosten nehmen: je positiver die Unternehmensentwicklung, um so günstiger die Kondition. So lernen Kreditnehmer, die Planung beherrschen, die Regeln des Kapitalmarktes kennen und können von ihnen profitieren. 

 

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt 
Pressestelle Österreich
Christian Kontny, Tel. +43 (0)50505 DW 52483
christian.kontny@ba-ca.com