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01.10.2004

BA-CA EinkaufsmanagerIndex im September:
Industriedynamik bleibt trotz leichtem Stimmungsrückgang stark

  • Industriewachstum könnte im 3. Quartal über  7% betragen
  • Höhepunkt der Dynamik im zweiten Halbjahr
  • 2005 wird aufgrund geringerer Auslandsnachfrage weniger dynamisch ausfallen

Der BA-CA EinkaufsmanagerIndex für September zeigt mit 54,3 fast den gleichen Wert wie vor einem Monat (August 54,4; Werte über 50 stehen für Wachstum). Der BA-CA EMI bestätigt damit das hohe Niveau das die Industrieproduktion in Österreich in den letzten Monaten erreichen konnte. „Die hohen Jahreswachstumsraten der österreichischen Industrie werden sich auch im dritten Quartal fortsetzen“ meint Marianne Kager, Chefvolkswirt der BA-CA. Gleichzeitig bestätigt sich auch, dass nach dem im  Sommer erreichten hohen Niveau, die Zuwächse in den nächsten Monaten geringer ausfallen werden.

Dieses Bild bestätigt auch die Tatsache, dass die befragten Einkaufsmanager zwar die aktuelle Produktion als sehr dynamisch einschätzen – der Wert für die Produktionsleistung stieg erneut von 56,1 auf 56,4 – gleichzeitig jedoch die Auftragseingänge mit 53,7 deutlich weniger dynamisch gesehen werden als noch vor einem Monat (54,8). „Die aktuelle Entwicklung ist wesentlich durch die nachlassende Dynamik aus dem Ausland geprägt, der Wert für den Auftragseingang aus dem Ausland sank von 54,2 auf 51,4.“ so Stefan Bruckbauer von der BA-CA.

Die hohe Produktionsdynamik bei gleichzeitig sinkender Dynamik der Auftragseingänge resultiert auch in einer deutlich geringeren Zunahme des Auftragsbestandes. „Die Mehrheit der Befragten meldet noch immer steigenden Auftragsbestand, doch ist ihr Anteil mit 52,9 deutlich gegenüber dem Vormonat (56,5) gesunken“ analysiert Kager.

Der starke Anstieg der Nachfrage in den letzten Monaten wurde zuerst nur zögerlich zu Kapazitätserweiterungen genützt, inzwischen zeigen aber die kaum mehr sinkenden Fertigwarenlager und vor allem die deutlich lebhaftere Beschäftigungssituation ein geändertes Bild. Das inzwischen erreichte hohe Produktionsniveau ist nun nurmehr mit höheren Kapazitäten zu befriedigen, dies macht sich positiv bei der Beschäftigung bemerkbar. Obwohl das Beschäftigungsniveau der Industrie noch immer unter dem Vorjahresniveau liegt konnte die Beschäftigung in den letzten Monaten leicht zunehmen. „Zu Jahresende sollte die Industrie wieder den Beschäftigungsstand des Vorjahres erreicht haben“ meint Bruckbauer.  

Weiterhin belastet wird die Industrie durch den Anstieg der Einkaufspreise. „Öl und Stahlpreise ließen die Einkaufspreise für Österreichs Industrie im September nochmals stärker als im August steigen“ meint Kager. Der Index für die Einkaufspreise erreichte mit 73,2 den höchsten Wert. Die Verkaufspreise legte zwar ebenfalls zu, die Dynamik war jedoch deutlich geringer.

Insgesamt bestätigt der EMI vom September das Bild einer sehr robusten Industriekonjunktur, die jedoch an Dynamik nachlassen wird. Gleichzeitig hat aber die derzeit starke Industriekonjunktur, bisher getragen durch die Auslandsnachfrage im ersten Halbjahr, auch die Inlandsnachfrage belebt und durch positive Impulse am Arbeitsmarkt zum Wachstum in Österreich beigetragen. „Die Inlandsnachfrage löst langsam die Auslandsnachfrage als Wachstumsmotor ab“ so Stefan Bruckbauer. Da jedoch die Auslandsnachfrage 2005 deutlich stärker nachlassen wird als die Inlandsnachfrage steigt rechnet die BA-CA 2005 mit abnehmender Konjunkturdynamik. Im Jahresdurchschnitt erwarten die Ökonomen der BA-CA jedoch 2004 und 2005 2% reales Wachstum.

 Charts zur Presseaussendung

Anmerkung: Werte des EMI über 50,0 weisen auf ein Wachstum gegenüber dem Vormonat hin, Notierungen unter 50,0 signalisieren einen Rückgang. Je weiter die Werte von 50,0 entfernt sind, desto größer sind die Wachstums- bzw. Schrumpfungstendenzen. Diese Aussendung enthält die Originaldaten aus der Monatsumfrage unter Einkaufsleitern der Industrie Österreichs, die von der Bank Austria Creditanstalt gesponsert und unter der Schirmherrschaft des ÖPWZ seit Oktober 1998 von NTC Research durchgeführt wird.


Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. +43 (0)5 05 05 DW 41951
E-Mail: economic.research@ba-ca.com