02.06.2003

„e-Rechnung“ setzt Standard für Zahlungen im Internet

Rechnungen elektronisch präsentieren und bezahlen:

  • EBPP bietet mit e-Rechnung Service für 1,3 Millionen Internet Banking-Kunden.
  • Stadt Wien und UNIQA unter den ersten Rechnungsstellern.

Die EBPP Electronic Bill Presentment and Payment GmbH, das Joint-Venture der drei größten österreichischen Bankengruppen zur elektronischen Rechnungspräsentation und –zahlung, startet heute am Markt. Mehr als 1,3 der österreichweit 1,5 Millionen aktiven Internet Banking-Kunden können die neue Dienstleistung im Internet Banking der beteiligten Banken einfach und bequem nutzen. Mit diesem Marktanteil von mehr als 85 Prozent besitzen die EBPP GmbH und ihr Produkt e-Rechnung alle Voraussetzungen, um den bislang ausständigen Standard im Web-basierten Bezahlen von Rechnungen zu setzen. 

Die EBPP GmbH wurde im Mai 2002 gegründet und steht zu je einem Drittel im Besitz von Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG und Raiffeisen Bankengruppe. EBPP ist verantwortlich für eine Electronic Bill Presentment and Payment Plattform, die von Siemens als technischem Partner betrieben wird. Über diese Plattform können Rechnungsleger wie etwa Telekom-Unternehmen, Versicherungen, Kommunalbetriebe und Energieversorger ihre Rechnungen in das Internet-Banking der Privatkunden bzw. in die Electronic Banking-Anwendungen der Firmenkunden senden. Erste Anbieter von e-Rechnung sind die Stadt Wien, die UNIQA Versicherungen (AG), die Internet-Dienstleister inode und Silver Server, die Diözese Graz-Seckau sowie der Kabelbetreiber LIWEST. Nach den Plänen der EBPP GmbH sollen bis Jahresende 20 große Rechnungssteller hinzukommen. Zugleich werden im Vollbetrieb 12 Millionen jährliche Transaktionen über EBPP angestrebt. 

Durch den lückenlosen Prozess - elektronische Rechnungslegung und die Möglichkeit der direkten Bezahlung – bedeutet e-Rechnung für den Rechnungssteller eine Senkung seiner Kosten sowie eine deutliche Arbeitserleichterung. 

Zugleich sorgt das neue Service für mehr Komfort bei Privat- und Firmenkunden, wenn sich Rechnungen im vertrauten Internet-Banking ihrer Hausbank präsentieren, kontrollieren und zur Zahlung frei geben lassen – sicher sowie orts- und zeitunabhängig per Mausklick. Die bekannte 128 bit-Verschlüsselung des Internet-Banking sorgt für eine sichere und weithin akzeptierte Überweisungsform.

„e-Rechnung wird dem e-Commerce der österreichischen Wirtschaft einen kräftigen Schub geben“, so Christian Wagner, Geschäftsführer von EBPP. „Denn mit diesem gewaltigen Kundenpotential wird e-Rechnung den lange vermissten Standard für das Bezahlen via Internet setzen.“ 72 von 100 Österreichern über 15 Jahre haben eine Hauptbankverbindung mit BA-CA, Erste Bank oder Raiffeisen Bankengruppe. Das Potential für e-Rechnung liegt somit aktuell bei 4,75 Millionen Usern - über so viele Privatkunden verfügen die drei Bankengruppen derzeit. e-Rechnung ist durch das neutrale Portal http://www.e-rechnung.at auch für Rechnungsempfänger verfügbar, die nicht Kunden der drei Bankengruppen sind. Zudem sieht EBPP großes Potential für e-Rechnung im Business-to-Business-Bereich. Eine Ausdehnung dieses Services auch auf die Wachstumsmärkte Mittel- und Osteuropas ist geplant.      


Rückfragen:
  Bank Austria Creditanstalt Group Public Relations
Christian Kontny, Tel. 05 05 05 DW 52483, christian.kontny@ba-ca.com