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15.10.2003

Bank Austria Creditanstalt Asset Allocation für das 4. Quartal 2003: „Fallende Blätter, steigende Kurse“

  • Aktienmärkte weiterhin erholt, Übergewichtung wird beibehalten
  • Rentenmärkte hatten volatilen Sommer
  • Branchen: Empfehlungsschwerpunkt im defensiven Bereich

Trotz eines etwas volatileren Handelsgeschehens im September hielt der positive Trend an den internationalen Börsen im 3. Quartal weiterhin an. Einige wirtschaftliche Indikatoren kamen in den USA zwar etwas unter den Erwartungen herein, in Summe zeigt sich das Umfeld in den letzten Monaten aber deutlich erholt. Auch vom Sorgenkind Arbeitsmarkt kamen in den letzten Tagen erste Lichtblicke. Damit erhält die Hoffnung auf ein Fortschreiten der konjunkturellen Wende weiterhin Nahrung und die Aktienmärkte zeigen sich in anhaltend robuster Verfassung.

Interessant ist, dass die Erholung an den Börsen fast ausschließlich von den zyklischen Sektoren getragen wurde, wobei die Technologie sowohl im 2. als auch im 3. Quartal dominierte. Daneben zeigten sich vor allem Industrie- und Rohstoffwerte im 3. Quartal in bester Verfassung. Die so genannten defensiven Werte (wie z.B. Pharma oder Öl) konnten die Rallye im heurigen Jahr aber nur unterproportional mitmachen, da die Anleger stark auf eine Konjunkturerholung gesetzt haben und diese eben über zyklische Werte spielten. Wir sehen hier aber durchaus die Möglichkeit, dass sich diese Schere in der Performance schließen könnte, und empfehlen daher im 4. Quartal eine Reihe von Werten, die im heurigen Jahr den breiten Markt noch nicht deutlich hinter sich gelassen haben.

An den Rentenmärkten kam es über den Sommer zu relativ drastischen Kursbewegungen. Die zunehmende Verbesserung der wirtschaftlichen Fundamentaldaten und die Erwartung einer weiteren konjunkturellen Belebung im zweiten Halbjahr und über die Jahreswende hinaus, führten in den Sommermonaten zu Kursverlusten an den Anleihenmärkten und vice versa zu kräftigen Renditeanstiegen. Das zwischenzeitliche Renditehoch wurde Anfang September erreicht. Als es dann einige Enttäuschungen bei den Konjunkturdaten gab und im Markt die Überzeugung Platz griff, die Bank of Japan würde sich stark bei US Staatsanleihen engagieren, kam am Rentenmarkt wieder Kaufinteresse auf, was die Renditen von ihrem Zwischenhoch wieder Abstand nehmen ließ.

Fazit:
Die zuletzt gesehene volatilere Kursbewegung sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich in den letzten Monaten die wirtschaftliche Situation und das Sentiment an den Märkten deutlich verbessert haben. Aus diesen Gründen gehen wir von einer weiterhin freundlichen Entwicklung an den Aktienmärkten aus. Im vierten Quartal scheinen uns Branchen interessant, welche in der bisherigen Aufwärtsbewegung etwas zurückgeblieben sind, da wir annehmen, dass sich die Lücke zwischen zyklischen und defensiveren Sektoren schließen sollte. Weiters scheint hier bei Gegenreaktionen das Rückschlagspotenzial geringer.

Asset Allocation
Nach der starken Erholung im Frühjahr und weiterhin kontinuierlich steigenden Markten über die Sommermonate, gestaltet sich das Umfeld an den Aktienmärkten auch zu Herbstbeginn freundlich. Die sich verbessernden Konjunkturdaten sollten unserer Ansicht nach auch weiterhin die Aktienmärkte unterstützen. Aus diesem Grund bleiben wir weiterhin bei einer Übergewichtung der Aktienquote, welche 45 % beträgt. Der Anleihenanteil beträgt 52 % und die Cashquote 3 %.
 
Anleihen:
Die Rentenallokation bleibt gegenüber dem letzten Beschluss unverändert. Wir bleiben mit einem 92%igen Anteil in Euroland übergewichtet. UK bleibt mit 3 % und Rest Europa (inkl. CEE) mit 5 % gewichtet. USA, Japan und sonstige Länder bleiben bei 0 %. Rest-Europa bedeutet derzeit Anleihen in den Währungen Dänenkronen, Schwedenkronen, Norwegerkronen und Schweizer Franken sowie Währungen aus dem CEE-Raum (via. Fonds).

Aktien:
Auch auf der Aktienseite lassen wir die gegenwärtigen Gewichtungen bestehen. Weiterhin positiv sehen wir die Entwicklung an den asiatischen Märkten und sind in  Japan (14 %) und den sonstige Ländern (9%) übergewichtet. Der Anteil in Euroland beträgt 15 %, der US-Anteil 50 %. UK bleibt mit 9 % und Rest Europa mit 3 % gewichtet.

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Asset Management
Monika Rosen, Bereichsleiterin Research,  Tel. +43 (01) 33 147 DW 5403
E-Mail: monika.rosen@amg.co.at