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05.08.2003

CEE Kapitalmärkte haben noch immer etwas zu bieten

  • Annäherung an EU-Standards bereits weit fortgeschritten
  • Selektive Chancen bestehen aber weiterhin

Obwohl an den Kapitalmärkten Zentral- und Osteuropas die sogenannte Konvergenz, also die Annäherung an EU-Standards, bereits weit fortgeschritten ist, sehen die Analysten der Bank Austria Creditanstalt noch immer selektive Chancen. Anleihe-Investoren wird empfohlen, sich vor allem nach Eurobonds aus weiter östlich liegenden Staaten umzusehen, Aktien-Investoren sollten ihre Bestände halten. Fest steht: Wer rechtzeitig eingestiegen ist und auf das seit Jahren diskutierte Konvergenz-Thema setzte, darf sich jetzt über schöne Gewinne freuen.

Währungen im Zeichen des Beitritts zur Währungsunion
Nach der schwachen Kursentwicklung der zentral- und osteuropäischen Währungen im ersten Halbjahr 2003 ist bis Jahresende mit einem positiveren Verlauf zu rechnen. Deutliche Aufwertungstendenzen sollte es jedoch nicht geben, temporär können sogar fiskalpolitische Unsicherheiten zu Rückschlägen führen. Laut Martin Blum, Leiter des EEMEA Zins- und Währungs-Research der BA-CA, sollte sich die ungarische Währung (HUF) nach der missglückten Mini-Abwertung im zweiten Quartal nunmehr zwischen 260 und 270 zum EUR stabilisieren. Negativ auf die Nachfrage nach Währungen mit einem mittleren Renditeniveau könnten sich allerdings die steigenden Renditen auf US-Treasuries auswirken.

Entscheidend für die Entwicklung der lokalen Währungen werden die Vorbereitungen auf den Eintritt in den Zweiten Wechelkursmechanismus (ERM 2) sein. Innerhalb dieses Mechanismus wird für die neu eintretenden Währungen eine Schwankungsbandbreite von +/-15% möglich sein. Im Hinblick auf den späteren Beitritt zur Europäischen Währungsunion ist jedoch zu erwarten, dass die neuen EU-Mitglieder diese Schwankungsbandbreite zwei Jahre vor dem Beitritt zur Währungsunion nur mehr zu einem sehr geringen Ausmaß ausnützen werden. Abwertungen vor dem ERM 2-Eintritt sind möglich, nach Blum jedoch nicht sehr wahrscheinlich: „Die Länder der Euro-Zone haben kein Interesse, die neuen Mitglieder mit niedrigen Kursen in den Währungsverbund aufzunehmen.“

Anleihen passten sich bereits stark an die entwickelten Märkte an
Bei den Anleihen der zentral- und osteuropäischen Länder ist die Konvergenz, gemessen an den Spreads zwischen Titeln in lokaler Währung und den Benchmark-Yields im Euro-Raum, bereits weit fortgeschritten. Lediglich in Ungarn bieten mittlere und lange Laufzeiten noch attraktive Renditen, das Wechselkursrisiko darf dabei aber nicht außer Acht gelassen werden.

Bei Hartwährungstiteln (also Eurobonds) der zentral- und osteuropäischen Emittenten bestehen vor allem weiter im Osten, bei bulgarischen und rumänischen sowie bei russischen kurzfristigen Papieren, attraktive Investitionschancen. 

Aktienmärkte: Abstand zu westlichen Bewertungsniveaus deutlich verringert
Auch die Entwicklung der Aktienmärkte in Zentral- und Osteuropa spiegelt die zunehmende Konvergenz der Region in Richtung Westeuropa wider. Rückblickend auf die vergangenen zweieinhalb Jahre, die durch eine Reihe von Krisen gekennzeichnet waren (Ende der Internet-Bubble, Terroranschläge und Lateinamerika-Krise), konnten die Aktien Zentral- und Osteuropas, allen voran russische Werte, die Märkte anderer Schwellenländer sowie die Westaktien deutlich hinter sich lassen.

Auf Grund der damit verbundenen Annäherung der Aktienbewertungen an westeuropäische Niveaus hält Peter Szopo, Leiter des Marktresearch der BA-CA, eine weitere Outperformance der CEE-Börsen gegenüber Westeuropa in den nächsten 12 Monaten für wenig wahrscheinlich. Szopo: "CEE-Aktien sind zwar wegen der Beschleunigung des Wirtschaftswachstums nach wie vor attraktiv, der Abschlag zu den Bewertungen in Westeuropa wurde jedoch deutlich geringer. Wir stellen fest, dass die Aktienkurse in Zentral- und Osteuropa zunehmend von Branchenentwicklungen und –bewertungen in Westeuropa beeinflusst werden. Ein sicheres Zeichen, dass die Konvergenz bereits recht weit geht.“

Impulse für die Aktienmärkte sind in den nächsten 12 bis 18 Monaten von einer Fortführung der Privatisierung in Polen zu erwarten. Russland wird jedoch der bei weitem wichtigste Aktienmarkt in der Region bleiben.


Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt 
Veronika Fischer-Rief; Tel.: 050505 DW 82833;  E-Mail: veronika.fischer-rief@ba-ca.com