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20.11.2003

Kroatischer Konjunkturmotor verliert an Drehzahl

BA-CA Wirtschaftsanalyse anlässlich der Parlamentswahl:

  • Parlamentswahlen Ende November als Richtungsweiser
  • Schwächeres, aber ausgewogeneres Wachstum 2004
  • EU-Annäherung intensiviert

Der kroatische Konjunkturmotor beginnt vor den Parlamentswahlen am 23. November langsam an Drehzahl zu verlieren. Die Wirtschaftsdynamik in Kroatien bleibt dennoch hoch. Das Wirtschaftswachstum wird nach Einschätzung der Volkswirte der Bank Austria Creditanstalt 2003 4,5 Prozent betragen. Für 2004 wird eine Verlangsamung der Dynamik auf 3,5 Prozent erwartet.

Wachstum büßt etwas an Schwung ein
Nach dem kräftigen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im 1. Halbjahr 2003 von fünf Prozent weisen die letzten vorliegenden Indikatoren auf eine leichte Abschwächung der Wirtschaftsdynamik zum Jahresende hin. Diese geht von der Inlandsnachfrage aus, die mit einem Plus des privaten Konsums um 4,8 Prozent im ersten Halbjahr und einer Zunahme der Investitionen um sogar 17,4 Prozent im Jahresvergleich bisher der bestimmende Wachstumsträger war.

Neben einer nachlassenden Lohndynamik zeigen vor allem die jüngsten Entwicklungen im Bankensektor eine Beeinträchtigung von privaten Konsum und Investitionen an. „Das Kreditwachstum, das um den Jahreswechsel über 30 Prozent im Jahresvergleich betrug, hat sich mittlerweile nach dämpfenden Maßnahmen der Zentralbank auf 22 Prozent im August reduziert“, so die Chefökonomin der Bank Austria Creditanstalt, Marianne Kager. Die hohe Dynamik der Ausleihungen an private Haushalte hat vorerst nur wenig an Kraft eingebüßt und beträgt derzeit immer noch 31 Prozent im Jahresabstand. Das Wachstum der Unternehmenskredite, hat sich dagegen auf unter 10 Prozent gegenüber dem Höchstwerten Ende des Vorjahres mehr als halbiert. Daher erwarten die Volkswirte der Bank Austria Creditanstalt auch eine deutliche Verlangsamung des Investitionswachstums bis zum Jahresende, zumal auch der öffentliche Sektor sein Bau- und Investitionsprogramm langsam reduzieren dürfte.

Der rückläufige Trend in der Wirtschaftsentwicklung wird sich nach Einschätzung der BA-CA auch im nächsten Jahr fortsetzen. Die weitere Verschärfung der Gangart der kroatischen Zentralbank in der Geldpolitik Anfang November wird über den Bankenmarkt dem privaten Konsum und die Investitionen weiter an Kraft einbüssen lassen. Nach den Parlamentswahlen ist zudem von der öffentlichen Hand mit größerer Zurückhaltung hinsichtlich der Umsetzung neuer Investitionsprojekte zu rechnen, um das Budget nicht über Gebühr zu belasten. Mit einem Anstieg des BIP um 3,5 Prozent wird die kroatische Wirtschaft jedoch weiterhin eine ansprechende Dynamik verzeichnen können. „Zudem wird das Wirtschaftswachstum auf eine ausgewogenere und gesündere Basis gestellt“, ist Kager überzeugt.

EU-Beitritt rückt näher
Damit setzt Kroatien seinen wirtschaftlichen Aufholprozess gegenüber den Ländern der Europäischen Union weiter fort. Im laufenden Jahr wurden die Bemühungen um eine Annäherung an die EU intensiviert. Kroatien hat im Frühjahr den Antrag auf Beitritt zur Europäischen Union gestellt und bereitet sich darauf vor, 2007 gemeinsam mit Bulgarien und Rumänien in die Union aufgenommen zu werden. Mit einem BIP pro Kopf von über 5.600 Euro hat Kroatien 2003 bereits ein mehr als doppelt so hohes Wohlstandsniveau erreicht als die beiden Beitrittskandidaten Bulgarien und Rumänien. Gemessen in Kaufkraftparitäten beträgt das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Kroatien 2003 etwa 10.000 Euro. „Kroatien erreicht damit etwa das selbe Niveau wie Polen, das im Mai 2004 der EU beitreten wird“, meint Walter Pudschedl, der Kroatien-Experte der BA-CA.

 Die Tabelle zu dieser Presseaussendung finden Sie rechts unter Download.

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Group Public Relations
Peter N. Thier, Tel. +43 (0)5 05 05 DW 52371;
E-Mail: peter.thier@ba-ca.com