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17.01.2003

BA-CA Konjunkturindikator für Österreich:
Etwas mehr Optimismus bei steigender Unsicherheit

  • Konsumstimmung in Österreich weiter verbessert.
  • Auch Industriestimmung verbessert.
  • Erholung nicht vor dem zweiten Halbjahr.

Der BA-CA Konjunkturindikator hat sich im Dezember zum vierten mal leicht verbessert und liegt damit wieder etwa gleich hoch wie im Frühling. „Die Industrie zeigt nach dem Stimmungstief nun erstmals Zeichen der Stabilisierung“ meint Marianne Kager, Chefvolkswirt der BA-CA. Das Ausmaß der Stimmungsverbesserung der österreichischen und der europäischen Industrie im Dezember war jedoch noch gering. Dagegen zeigen die österreichischen Konsumenten nach dem Tief in August in den letzten Monaten deutlich mehr Optimismus. „Österreichs Konsumenten trotzen der weltwirtschaftlichen Stimmung, sie sind heute deutlich optimistischer als vor einem Jahr“ so Stefan Bruckbauer von der BA-CA. Zwar rechnen seiner Meinung nach die Konsumenten weiterhin mit einer schwachen Weltwirtschaft, jedoch erwarten sie für ihre eigene Situation wieder eine Verbesserung.

Nachdem die österreichische Industrie ihren Optimismus zu Herbstende aufgrund der Weltwirtschaft deutlich korrigieren musste, zeigt sie nun parallel zur Industrie im Euroraum doch erste Zeichen von wieder wachsender Zuversicht. Damit ist die Industrie weniger pessimistisch als vor einem Jahr, am Tiefpunkt der Rezession.

Die aktuelle Entwicklung bestätigt nach Meinung der BA-CA Volkswirte ihre Erwartungen für die österreichische Konjunktur 2003. Eine spürbar verbesserte Inlandskonjunktur wird durch die schwache Entwicklung im Euroraum, allen voran Deutschland, gebremst.

Trotz der weltwirtschaftlichen Schwäche bleiben die Ökonomen bei ihrer Erwartung einer Beschleunigung des österreichischen Wirtschaftswachstums von 0,7 Prozent 2002 auf 1,4 Prozent 2003.

Auch wenn sich die Stimmung der österreichischen Industrie weiterhin als noch nicht wirklich optimistisch bezeichnet werden kann, bleibt nach Meinung der BA-CA die positive Stimmung der Konsumenten ein wesentlicher Grund dafür, dass Österreich mit 1,4 Prozent ein höheres Wachstum als der Euroraum-Durchschnitt, allen voran Deutschland, erreichen kann. „In einer Zeit, in der von der Weltwirtschaft kaum Impulse kommen, ist ein positives Konsumklima im Inland entscheidend dafür, ob Österreich nochmals in eine Rezession taucht“ meint Stefan Bruckbauer.

Weiterhin ist für die BA-CA auch die positive Entwicklung in Osteuropa, die durch den bevorstehenden EU-Beitritt gut abgesichert ist, ein wesentlicher Beitrag zur Stabilisierung der österreichischen Konjunktur in unsicheren Zeiten. Die BA-CA erwartet mit knapp über 3 Prozent realem Wachstum in den neuen EU-Mitgliedern eine doppelt so hohe Dynamik wie in der alten EU mit rund 1,5 Prozent, dies wird Österreichs Wirtschaft 2003 helfen.

Für relativ hoch halten die Ökonomen der BA-CA weiterhin die Risken, denen die Konjunkturerholung ausgesetzt ist. „Ein weiter steigender Eurokurs, ein erneuter Rückfall an den Aktienmärkten und schließlich die Folgen eines möglichen Irakkonfliktes könnten die sich abzeichnende leichte Konjunkturerholung verhindern“, meint Marianne Kager abschließend.

 Grafiken und Tabellen 


Rückfragen:   Bank Austria Creditanstalt Konzernvolkswirtschaft
Stefan Bruckbauer, Tel. 050505 DW 41951, E-Mail: stefan.bruckbauer@ba-ca.com