4.2.2002

BA/CA-Gruppe setzt auf Zuwächse beim Online-Banking und Online-Shopping

60 Prozent der Bank Austria und Creditanstalt-Kunden nutzen das Internet
POP - Partner Online Paying nun nun mit Gütesiegel des Handelsverbandes
"Digitale Signatur" wird noch heuer eingesetzt
AIM-Daten belegen weitere Reichweitengewinne des Internet in Österreich

Der AIM (Austrian Internet Monitor der Integral) stellt in seiner aktuellsten Untersuchung fest, dass rund 60 Prozent der BA/CA-Kunden das Internet nutzen. Jeder zweite hat daheim einen Internet-Anschluss, von dem aus 81 Prozent der Online-Banking-Geschäfte erledigt werden. Rund

19 Prozent der Kunden greifen zumindest einmal monatlich auf ihr Online Konto zu, der Durchschnitt liegt bei 5 Zugriffen pro Monat. Jeder 4. Kunde der Gruppe hat ein Online Konto.

Beim Online-Shopping sind die Österreicher nach einer Branchenstudie der Bank Austria Creditanstalt-Volkswirtschaft noch zögerlich. Im Jahr 2000 kauften Österreichs Konsumenten Produkte im Wert von rund 180 Mio. Euro online bei europäischen Einzelhändlern. Das sind in Relation zum gesamten Einzelhandelsumsatz vernachlässigbare 0,5 Prozent. Im europäischen Vergleich liegt Österreich damit im hinteren Drittel der westlichen Länder (gefolgt von Dänemark, Finnland und Spanien). Bücher, Videos, CD´s und Software sind traditionell die wichtigsten Posten im Online-Handel. Bis 2006 wird sich der Anteil des Onlinehandels am Umsatz des österreichischen Einzelhandel von derzeit 0,5 Prozent auf rund 7 Prozent erhöhen.

"Der größte Hemmschuh für die Entwicklung der virtuellen Einkaufswelt sind Sicherheitsbedenken bei der Bezahlung. Solange der Kunde das Gefühl hat, nicht einfach und sicher im Internet bezahlen zu können, wird das Wachstum hier eingeschränkt sein. Darauf reagieren wir mit Produkten die Zahlungen und Geschäftsabschlüsse im Internet noch sicherer und einfacher machen", so Bank Austria-Vorstand Wolfgang Haller.

"Produkte wie POP und die "Digitale Signatur", die wir im Verbund mit der A-Trust entwickeln, werden dazu beitragen, die Österreicher zunehmend für das Online-Shopping zu begeistern, " gibt sich Haller zuversichtlich.

POP erfolgreich gestartet

POP, das Partner Online Paying-System, das bei Bank Austria und Creditanstalt seit Ende letzten Jahres im Einsatz ist, hat nun das Gütesiegel des österreichischen Handelsverbandes verliehen bekommen. Die Auszeichnung als "Certified Payment Service" gibt dem Internet-Kunden die Gewissheit, dass die gewählte Zahlungsform allen Sicherheits- und Qualitätsansprüchen der Handelsverbandsrichtlinie entspricht und im Handelsverband registriert ist.

POP hat seine Pilotphase sehr erfolgreich absolviert, weil es ein besonders einfaches und sicheres Mittel ist, um im Internet einzukaufen: Der Kunde besucht die Website eines Internethändlers, der POP als Zahlungsvariante anbietet. Er entscheidet sich für ein Produkt und wählt den Button "Online Paying" als Zahlungsart aus. Damit gelangt er ins Online Banking-System der Bank Austria, wo er sich mittels Verfügernummer und PIN legitimiert. Er bekommt die Rechnung in Form eines bereits ausgefüllten Überweisungsformulares angezeigt, was Fehler ausschließt und für mehr Bedienungskomfort sorgt. Die Überweisung wird vom Kunden mittels TAN freigegeben. Die Daten werden von der Bank Austria geprüft, Händler und Käufer von der getätigten Transaktion verständigt.

In der Testphase wurden mit POP mehr als 1.000 Umsätze abgewickelt, das Feedback von den Shop-Betreibern ist sehr positiv, der durchschnittliche Umsatz liegt bei über 80 Euro . POP wird derzeit hauptsächlich im Bereich Ticketing eingesetzt. Partnerhändler sind ua. ClubTicket, Kartenfuchs und die Stadt Wien (z.B. Parkpickerl). Mit mehr als einem Dutzend weiterer Vertragshändler laufen Gespräche.

POP ist ein Zusatzfeature des Bank Austria Online-Kontos und des C@-Banking und damit kostenfrei. Die Händler zahlen für die Nutzung 1,9 Prozent vom Habenumsatz. Die Händler-Anmeldung ist noch bis 30. Juni 2002 kostenlos.

POP wird bis zum Sommer dieses Jahres auf Multibanken-Standard erweitert. Es wird dann auch für Kunden anderer Banken nutzbar.

"Digitale Signatur" der A-Trust noch heuer im Einsatz

Ein zweites Pilotprojekt zum Thema "Sichere Transaktionen im Netz" verfolgt die Bank Austria im Verbund mit der A-Trust, einem Gemeinschaftsunternehmen von Banken, Versicherungen, Interessensvertretungen und Industrie. Die A-Trust ist bei der "Digitalen Signatur" mittels Chipkarte Pionier in Europa. Der Einsatz elektronischer Zertifikate als Weiterentwicklung der PIN/TAN-Systeme wird einen wesentlichen Fortschritt in der Absicherung von Online-Geschäften mit sich bringen. Die "Digitale Signatur" wird mit einer Chipkarte erstellt, die über einen Card-Reader mit dem Computer verbunden ist. Damit ist gewährleistet, dass Dokumente auch tatsächlich vom Absender stammen und nicht manipuliert wurden; das bedeutet rechtlich eindeutig nachvollziehbare Vertragsabschlüsse über elektronische Medien.

Für Bank Austria und Creditanstalt-Kunden werden bis zum Jahresende die ersten Anwendungen verfügbar sein werden. Dabei ist an den Ersatz von PIN und TAN zur Absicherung der Online-Banking-Transaktionen sowie an den Zahlungsverkehr im Internet gedacht.

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Group Public Relations

Margit Schmid-Weihs, Tel. 71191 DW 52371; E-Mail: margit.schmid-weihs@ba-ca.com

Die Daten des 4. Quartal 2001 des AUSTRIAN INTERNET MONITOR sind ab sofort unter www.integral.co.at abrufbar.