2.12.2002

BA-CA EinkaufsmanagerIndex im November: Kein Wachstum mehr

  • Nach einem halben Jahr: Industrie stagniert wieder
  • Internationale Konjunkturschwäche bremst österreichische Erholung

Der BA-CA EinkaufsmanagerIndex fiel im November mit einem Wert von 49,9 wieder unter die Wachstumsmarke von 50 – zum ersten Mal nach mehr als einem halben Jahr. „Der
BA-CA EinkaufsmanagerIndex zeigt für die nächsten Monate zumindest eine Stagnation der Industrie in Österreich an“, erklärt Stefan Bruckbauer von der Bank Austria Creditanstalt
(BA-CA). Wesentlichen Anteil an der verschlechterten Situation hat der nochmals verstärkte Rückgang der Auslandsnachfrage. Steigende Aufträge aus dem Inland kommen gegen diese Entwicklung nicht an und lassen die Gesamtnachfrage fast stagnieren. Vor allem die Aufträge aus Deutschland werden als unbefriedigend bezeichnet.  „Wie wir erwartet haben, beendet die internationale Konjunkturschwäche die Erholung der österreichischen Industrie – zumindest vorläufig“, so die Chefvolkswirtin der BA-CA, Marianne Kager.     

Angesichts der schwachen Nachfrage füllt die derzeit noch steigende Produktion die Fertigwarenlager. Gleichzeitig erwarten die Einkaufsmanager auch, dass sich die schwache Nachfrage noch länger halten wird. Daher versuchen die Unternehmen weiter ihre Effizienz zu erhöhen und reduzieren unverändert ihre Vormateriallager. Gestützt wird dies auch durch die nun wieder sinkenden Lieferzeiten. „Österreichs Industrie erwartet in nächster Zeit keine spürbare Belebung. Dementsprechend wird der Personalabbau verstärkt“, meint Bruckbauer. Der Abbau erfolgt weiterhin durch Kündigungen und über die natürliche Fluktuation.

BA-CA EinkaufsmanagerIndex und Teilindizes

 

 BA-CA-EMI

Auftrags-
eingang

 Produktion

Be-
schäftigung

Liefer-
zeiten

 Vormaterial-
lager

 Einkaufs-
preise 1)

 Jul. 02

 51,8

 53,7

 54,6

 48,6

 50,4

 48,5

 55,1

 Aug.02

 50,4

 50,5

 53,5

 47,2

 49,8

 48,7

 48,4

 Sep.02

 50,6

 51,2

 52,1

 49,1

 49,9

 49,0

 50,1

 Okt. 02

 51,0

 51,4

 52,6

 49,5

 49,4

 49,2

 51,9

 Nov.02

 49,9

 50,5

 52,5

 47,0

 51,5

 49,1

 51,8

Quelle: BA-CA Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen         1) nicht im Gesamtindex

Der BA-CA EMI bestätigt das Konjunkturbild der BA-CA Ökonomen: „Obwohl wir erste Signale haben, dass die Weltwirtschaft ihr Stimmungstief erreicht hat, wird sich die Inlandsnachfrage der österreichischen Industrie weiter abschwächen“, so Kager. „Derzeit sehe ich auch keine Signale für mehr Konjunkturdynamik“.

Anmerkung: Werte des EMI über 50,0 weisen auf ein Wachstum in der Sachgütererzeugung gegenüber dem Vormonat hin, Notierungen unter 50,0 signalisieren einen Rückgang. Je weiter die Werte von 50,0 entfernt sind, desto größer sind die Wachstums- bzw. Schrumpfungstendenzen. Diese Aussendung enthält die Originaldaten aus der Monatsumfrage unter Einkaufsleitern der Industrie Österreichs, die von der Bank Austria Creditanstalt gesponsert und unter der Schirmherrschaft des ÖPWZ seit Oktober 1998 von NTC Research durchgeführt wird.

 Charts zur Presseaussendung   

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt   Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. 05 05 05 DW 41951
E-mail: stefan.bruckbauer@ba-ca.com