5.11.2002

Abfertigung Neu – Chancen und Risken für Unternehmer

BA-CA: Vorfeldberatung Vorsorgen/Veranlagen/Finanzieren ist Domäne der Hausbank
VBV Mitarbeitervorsorgekasse stellt Veranlagungsstrategie vor

Die als „Abfertigung Neu“ bekannten Regelungen des neuen Betrieblichen Mitarbeitervorsorgegesetzes bedeuten für Österreichs Unternehmern Chancen und Risken gleichermaßen. Die erste Novellierung der Regelungen seit rund 80 Jahren demokratisiert das Abfertigungsrecht: Ab dem nächsten Jahr haben alle drei Millionen österreichischen Arbeitnehmer Anspruch auf eine Abfertigung. Das heißt gleichzeitig, dass sich alle 300.000 Arbeitgeber in Österreich neu orientieren und intensiv mit dem Thema auseinandersetzen müssen.

Das Regelwerk zur „Abfertigung Neu“ ist überaus komplex. Die Auswirkungen betreffen die Unternehmen in handelsrechtlicher und steuerlicher Hinsicht sowie beim Cash-Flow. „Abfertigung Neu ist ein Beratungsthema. Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Kunden sich die richtigen Fragen stellen, ehe sie eine Entscheidung für ihr Unternehmen treffen“, erklärt Regina Prehofer, Bereichsvorstand für das Firmenkundengeschäft der Bank Austria Creditanstalt.

Konkret weist Prehofer auf verschiedene Fragen hin, die Unternehmer im Vorfeld einer Entscheidung mit Experten klären sollten: Die gesetzlich vorgeschriebenen Rückstellungen, die ein Unternehmer für die Abfertigungsansprüche seiner Mitarbeiter bilden muss, können nun (teilweise) aufgelöst werden. Wie soll ein Arbeitgeber vorgehen, um von der bis 2003 steuerschonend möglichen Auflösung zu profitieren? Zu den Rückstellungen gehört auch eine vorgeschriebene Wertpapierdeckung  - wie soll der Arbeitgeber diese sinnvoll weiter veranlagen? In vielen Fällen ist die Wertpapierdeckung für Kredite verpfändet. Wenn es zu einer Übertragung der Abfertigungsansprüche kommt, ist das Unternehmen dann ausreichend liquide?
Alle Fragen machen deutlich, dass beim Thema Abfertigung Berater gefordert sind, die neben der Vorsorge auch die Aspekte Veranlagen und Finanzieren einbeziehen.

Prehofer: „Nur eine Hausbank kann hier kompetent beraten. Wir kennen Struktur und Bedarf unserer Kunden am besten. Wir verbinden Vorsorge mit Veranlagung und Finanzierung. Die BA-CA bietet zudem alle erforderlichen Produkte aus einer Hand.“

Schon jetzt ist der Markt für die neue betriebliche Vorsorge hart umkämpft. In wenigen Jahren werden nur mehr vier oder fünf der derzeit neun Mitarbeitervorsorgekassen existieren. „Hinter unserem Partner VBV Mitarbeitervorsorgekasse stehen große und namhafte Aktionäre“, erklärt Prehofer. „ Das starke Vertriebsnetz ihrer Aktionäre wird ihr eine starke Marktposition bringen und damit sicherstellen, dass die VBV den Konzentrationsprozess gestärkt überstehen wird.“

VBV: Ertragsziel zu Beginn 5 bis 6 Prozent vor Kosten
Die VBV beginnt die eingezahlten Gelder zunächst mit einer sehr konservativen Strategie zu veranlagen, bei der sie sich als Performanceziel einen Ertrag von fünf bis sechs Prozent p.a. vor Kosten gesetzt hat. Dabei verzichtet sie auf eine Zinsgarantie für das veranlagte Investment: „Eine Zinsgarantie schränkt die erfolgreiche Anlage nur weiter ein, ohne dem an langfristiger Veranlagung interessierten Kunden einen Mehrwert zu bieten“, erklärt Wolfgang Pinner, Chief Investment Officer der VBV. „Wir setzen statt dessen auf ein langfristiges ‚Schichtenmodell‘ und gehen schrittweise zu einem optimierten Portfolio mit höher volatilen Produkten über.“

Zu Beginn teilt sich das Investment in die drei Anlagegruppen „Cashreserve“, „Absolute Return“-Produkte sowie „sonstige Anlage“: Unter Cashreserve fallen hierbei Investitionen am Geldmarkt, die 10 Prozent ausmachen sollen. Ebenfalls 10 Prozent machen die sonstigen Anlageprodukte wie Aktienfonds und Alternative Investments aus. Mit 80 Prozent entfällt der größte Teil des veranlagten Kapitals auf Produkte mit minimaler Volatilität, dem Block der „Absolute Return“-Produkte. Dieser Block besteht zur einen Hälfte aus Darlehen. Hier kommen vor allem Darlehen der Republik Österreich zum Einsatz. Die andere Hälfte entfällt auf die „Absolute Return“-Produkte im engeren Sinne, die in einem Fonds aus strukturierten Produkten sowie aus kapitalgesicherten alternativen Produkten wie etwa Hedge Funds-of Funds bestehen. 

Langfristig wird die VBV den Anteil der Darlehen im Portfolio reduzieren. An ihre Stelle treten Euro-Anleihen sowie eine ertragsreiche Aktienbeimischung. In ihrer gesamten Investment-Strategie verpflichtet sich die VBV zu einer nachhaltigen ethischen Ausrichtung. Pinner: „Nachhaltigkeit als Auswahlkriterium gilt für das gesamte Wertpapierportfolio. Wir setzen auf ökologische und soziale Komponenten – also etwa ‚grüne‘ Investments in Alternativenergien oder Wasseraufbereitung.“ Ein Ethik-Beirat mit Vertretern aus den Bereichen Ökologie, Gesundheit, Soziales und Ethik begleitet die Veranlagungsentscheidungen und überprüft die Einhaltung der Kriterien.

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Group Public Relations
Christian Kontny, Tel. 05 05 05 DW 52483
E-Mail: christian.kontny@ba-ca.com