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1.2.2002

BA/CA-Einkaufsmanager-Index im Jänner 2002

Trotz leichter Erholung wenig Lichtblicke
Weiterhin rückläufige Produktion erwartet
Beschäftigungslage erneut verschlechtert

Nach dem Dezember zeigt der BA/CA-Einkaufsmanager-Index auch im Jänner mit einem Anstieg von 43,7 im Dezember auf 44,5 eine leichte Erholung. Weiterhin erwartet Österreichs Industrie allerdings Produktionsrückgänge, zum neunten Mal hintereinander blieb der Index unter 50 was eine Verschlechterung der Lage zum Vormonat signalisiert.

"Trotz erster Anzeichen einer Bodenbildung bleibt die österreichische Industrie noch in einer rezessiven Phase," so Stefan Bruckbauer von der Bank Austria Creditanstalt-Gruppe. Zum neunten Mal hintereinander blieb die Produktionserwartung unter 50, d.h. die Einkaufsmanager erwarten Produktionsrückgänge im Vergleich zum Vormonat. Ausgelöst wird dieser anhaltende Pessimismus von der weiterhin unbefriedigenden Nachfrage, nicht zuletzt aus dem Ausland. Trotz erster positiver Tendenzen in der Weltwirtschaft sehen sich die österreichischen Industriebetriebe weiterhin einer rückläufigen Nachfrage gegenüber.

"Die sich verbessernde Konjunkturstimmung in Europa und den USA hat sich bisher noch nicht spürbar auf die Nachfrage nach Industriegütern in Österreich ausgewirkt," so Marianne Kager, Chefvolkswirtin der Bank Austria Creditanstalt-Gruppe.

Die schwache Nachfrage lässt die Einkaufspreise weiterhin zurückgehen, auch wenn sich das Ausmaß des Rückganges etwas reduziert hat. Damit sind auch weiterhin, abgesehen von Sondereffekten wie Euro, Öl und Witterung, keine inflationären Tendenzen erkennbar. Allerdings verursacht die schwache Nachfrage verbunden mit den sinkenden Preisen einen verstärkten Druck auf die Gewinne. Die dadurch notwendigen Kostenreduktionen sind einerseits am weiteren Lagerabbau und andererseits – noch verstärkt – am Beschäftigungsabbau erkennbar.

Anders als die anderen Komponenten, die zwar weiterhin im pessimistischen Bereich verbleiben, jedoch eine erste Verbesserung zeigen, kam es bei der Beschäftigung zu einem erneuten Rückgang. Noch nie in der rund 3 ½ jährigen Geschichte des BA/CA-Einkaufsmanager-Index beurteilten die Befragten die Beschäftigungssituation so negativ. "Die Erholung bei der Konjunkturstimmung reicht noch nicht aus, um den nochmals beschleunigten Beschäftigungsabbau in der Industrie zu reduzieren," so Stefan Bruckbauer pessimistisch.

Die Ökonomen der BA/CA-Gruppe erwarten zwar eine weitere Verbesserung der Konjunkturstimmung in den nächsten Monaten und damit ein Ende der rezessiven Phase noch im ersten Quartal. Eine durchgreifende Erholung mit einer deutlichen Trendwende bei Produktion und vor allem Beschäftigung ist aber noch nicht in Sicht. "Weiterhin bleiben wir pessimistischer als viele hinsichtlich Ausmaß und Tempo der Erholung," so Marianne Kager abschließend.

Anmerkung: Werte des EMI über 50,0 weisen auf ein Wachstum in der Sachgütererzeugung gegenüber dem Vormonat hin, Notierungen unter 50,0 signalisieren einen Rückgang. Je weiter die Werte von 50,0 entfernt sind, desto größer sind die Wachstums- bzw. Schrumpfungstendenzen.

Diese Aussendung enthält die Originaldaten aus der Monatsumfrage unter Einkaufsleitern der Industrie Österreichs, die von der Bank Austria Creditanstalt-Gruppe gesponsert und unter der Schirmherrschaft des ÖPWZ seit Oktober 1998 von NTC Research durchgeführt wird.

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Group Public Relations

Stefan Bruckbauer, Tel. 71191 DW 51950; E-Mail: stefan.bruckbauer@ba-ca.com