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25.10.2002

Attraktive Anleihemärkte in Zeiten globaler Unsicherheit

Vorsicht ist weiterhin angesagt
US-Dollar ist abwertungsgefährdet
Attraktive CEE Eurobonds

Die Anleger sind in Zeiten anhaltender Risken auf den Kapitalmärkten weiterhin auf der Suche nach Qualität und Liquidität. Davon haben vor allem erstklassige Staatsanleihen profitiert. Besonders attraktiv erscheinen in diesem Licht Euro-denominierte Staatsanleihen aus Mittel- und Osteuropa. 

Die weiterhin negativen Stimmungsindikatoren in den USA und der Eurozone deuten auf eine neuerliche Verdüsterung der konjunkturellen Situation hin. Dies lässt darauf schließen, dass die Notenbanken den weiterhin bestehenden Spielraum zur Zinssenkung nützen werden. Bei der EZB erwarten die Analysten der Bank Austria Creditanstalt eine Herabsetzung der Zinsen um 50 Basispunkte, bei der Fed um 25 Basispunkte.

Gibt der USD weiter nach?
2003 könnte das Jahr der Dollarabschwächung werden. Insbesondere das hohe Leistungsbilanzdefizit gefährdet die US-Währung. Zur Finanzierung dieses Defizits sind massive Kapitalzuflüsse notwendig. Ursache des hohen Leistungsbilanzdefizits ist die Unlust der Amerikaner zu sparen. Sparquote der Haushalte liegt mit 3,5 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt von 6 – 10 Prozent. Damit besteht auch die Gefahr, dass der Zuwachs des privaten Konsums im nächsten Jahr gedämpfter ausfällt. Das US-Wirtschaftswachstum dürfte daher 2003 im Jahresdurchschnitt unter 2002 liegen. Das Argument der höheren Wachstumsdynamik spricht daher nicht mehr für den US-Dollar.

Budgetdiskussion hilft dem Euro nicht
Die gegenwärtige Duskussion über Budgets und Stabilitätskriterien birgt ein gewisses Risiko für den Euro. „Die Diskussion um den Vertrag von Maastricht ist wirtschaftspolitisch durchaus sinnvoll, aber an seiner Grundidee darf im Sinne einer glaubwürdigen Währungspolitik nicht gezweifelt werden“, warnt Karla Schestauber, Währungs- und Zinsanalystin der BA-CA. Schestauber erinnert daran, dass die starren Euro-Kriterien von Anfang an durch zahlreiche namhafte Ökonomen in Zweifel gezogen wurden.

Überzeugende Eurobonds aus CEE
Wer zu Jahresbeginn Eurobonds aus Mittel- und Osteuropa (inklusive Russland) gekauft hat, steigt bis heute nicht schlecht aus. Recht gut verdienen konnten Anleger auch mit österreichischen Bundesanleihen. Negativ wäre die Rendite bei einem Korb aus Eurobonds aus den weltweiten Emerging Markets gewesen. Was Mittel- und Osteuropa so interessant macht, ist die Kombination aus geringer Volatilität und guten Erträgen.

„Die positive Entwicklung der CEE Eurobonds sollte anhalten, solange sich die globalen Rahmenbedingungen nicht verändern“, ist Martin Blum, Leiter der Emerging Markets Zins- und Währungsanalyse, überzeugt. Auch wenn die brasilianischen Anleihen nach den Stichwahlen am Wochenende eine Rally hinlegen sollten, bleiben die Euro-denominierten Staatspapiere aus Mittel- und Osteuropa erste Wahl. Sie bieten die allgemein geschätzten defensiven Eigenschaften von Qualitätsanleihen, da sie von Ländern mit niedrigem Finanzierungsbedarf begeben wurden.

Wer in Lokalwährung investieren will, sollte in Betracht ziehen, dass gerade die Laufzeiten zwischen fünf und zehn Jahren die Aussicht auf einen Beitritt zur Euro-Zone bereits eingepreist haben. Im Verhältnis zum impliziten Risiko bieten sie daher wenig Attraktivität. Besser fahren Anleger, die sich an Kurzläufern bis zu fünf Jahren orientieren.

Risiko meiden
Die Risken bleiben hoch und vielfältig: Rezessionsrisiko, schwache Aktienmärkte, Irak-Krise, Ölpreis, Terroranschläge. „Daher empfehlen wir privaten Anlegern, in Zinsangelegenheiten lieber auf der sicheren Seite zu bleiben und nur in erstklassige Anleihen zu investieren. Staatsanleihen aus Ländern ohne Budgetprobleme stehen dabei an oberster Stelle der Einkaufsliste“, erklärte Peter Szopo, Emerging Markets Chefanalyst der HVB Group.

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt International Markets
Veronika Fischer-Rief, Tel. +43 (0)5 05 05 DW 82833;
E-Mail: veronika.fischer-rief@ba-ca.com