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24.10.2002

Südosteuropa auf der Überholspur

Strukturreformen und Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft greifen
Deutlich höhere Wachstumsdynamik als in Mittel- und Osteuropa
Österreichische Exportwirtschaft profitiert

Südosteuropa hat sich langsam, aber sicher zur Region mit der höchsten Wirtschafts-dynamik in Europa entwickelt. Trotz der schwachen internationalen Vorgaben werden die Länder Südosteuropas 2002 und 2003 ein Wirtschaftswachstum von durchschnittlich etwa 4 Prozent erreichen. Damit beginnen diese Länder nunmehr die ersten Früchte der schwierigen Strukturreformen, der Beschleunigung der Privatisierungen und der einschneidenden makroökonomischen Stabilisierungsmaßnahmen einzufahren.

Während die mittel- und osteuropäischen EU-Beitrittskandidaten angesichts des bevorstehenden EU-Gipfels in Kopenhagen und der dort erwarteten Entscheidungen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen, haben davon beinahe unbemerkt die Länder Südosteuropas auf einen dynamischen Wachstumspfad eingeschwenkt. Durch politische Konflikte war die wirtschaftliche Entwicklung der Ländergruppe SOE 5 (Albanien, Bosnien-Herzegowina, FYR Mazedonien, BR Jugoslawien und Kroatien) für lange Zeit gebremst. Für 2002 erwartet die BA-CA Volkswirtschaft einen Anstieg der Wirtschaftsleistung von gut 3,5 Prozent, der sich im nächsten Jahr sogar noch auf knapp über 4 Prozent beschleunigen wird. Auch Bulgarien und Rumänien, die bereits EU-Beitrittskandidatenstatus genießen, aber nicht in einer ersten Erweiterungsrunde inkludiert sind, werden im nächsten Jahr ein Wirtschaftswachstum von über 4 Prozent erreichen.

Damit werden die vermeintlichen „Sorgenkinder“ am Balkan mittelfristig nicht nur eine deutlich höhere Wachstumsdynamik als die Länder der Europäischen Union, sondern auch als die weiter fortgeschrittenen Reformländer Mittel- und Osteuropas (wie die Tschechische Republik, Polen oder Slowenien) aufweisen. „Südosteuropa schert auf die Überholspur aus und beginnt das in den 90er Jahren verlorene Terrain aufzuholen“, sagt Marianne Kager, Chefvolkswirtin der BA-CA. „Allerdings kann nur eine konsequente Fortsetzung der Reformen vor erneuten Rückschlägen schützen.“

Nutznießer Österreich
Die österreichische Wirtschaft, die das Entwicklungspotenzial der Region früh erkannt und sich daher intensiv um die Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen bemüht hat, profitiert von dieser hohen Dynamik in Südosteuropa. „Sowohl die qualitativ hochwertigen österreichischen Konsumartikel, als auch Investitionsgüter sind in der Region sehr begehrt“, meint Kager. „In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres exportierten österreichische Unternehmen bereits um fast 25 Prozent mehr Güter in die SOE 5 als im selben Zeitraum des Vorjahres.“ Vergleichsweise hat der gesamte Güterexport Österreichs in diesem Zeitraum dagegen nur um 3,5 Prozent zugenommen. Zudem weist der österreichische Außenhandel mit diesen Ländern einen hohen Überschuss auf. Die Einfuhren erreichen im Durchschnitt nur knapp 30 Prozent der Exporte aus Österreich.

Die Graphik zu dieser Aussendung finden Sie hier.

Details samt Tabellen und Grafiken können Sie dem soeben erschienen CEE- Report 4-2002 entnehmen.

Rückfragen:   Bank Austria Creditanstalt Group Public Relations
Ildiko Füredi, Tel. 050505 DW 56102, E-Mail: ildiko.fueredi@ba-ca.com