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10.1.2002

Branchenbericht der Bank Austria Konzernvolkswirtschaft: Einzelhandel 2001 mit schwacher Konjunkturentwicklung

Umsatz wächst nominell nur 1 Prozent
Erfreuliche Perspektiven nur in wenigen Sparten wie Sportartikelhandel und Apotheken

Der Branchenumsatz des österreichischen Einzelhandels ist in den ersten drei Quartalen 2001 nominell nur 1 Prozent gewachsen und damit deutlich hinter den Wert des Vorjahres zurückgefallen. Das geht aus dem aktuellen Branchenbericht der Bank Austria Konzernvolkswirtschaft hervor. Preisbereinigt stagnierten die Umsätze. Trotz relativ gutem Weihnachtsgeschäft dürfte sich das Ergebnis bis zum Jahresende nicht wesentlich verbessert haben. Ab 2002 kann zwar wieder mit einem etwas stärkeren Wachstum der verfügbaren Einkommen gerechnet werden, dennoch wird das Konsumwachstum wegen der markanten Erhöhung der Arbeitslosigkeit schwach bleiben.

Der private Konsum gewinnt ab 2003 wieder an Dynamik. In den nächsten Jahren wird auch der Einzelhandel auf einen langfristigen Wachstumspfad einschwenken. Allerdings wird das Niveau des Umsatzwachstums unter den 4 Prozent liegen, die der Sektor im Durchschnitt der Jahre 1980 bis 95 verbuchen konnte. Ein Plus von 2 bis 3 Prozent im Jahr kann aber erreicht werden. Hintergrund für das niedrigere Wachstumsniveau ist die relativ schwache Nachfrage. Bis 2015 wird mit einem jährlichen Bevölkerungswachstum von nur durchschnittlich 0,1 Prozent gerechnet, im Vergleich zu 0,4 Prozent in den letzten zwei Jahrzehnten. Zudem fließen immer mehr von den privaten Konsumausgaben zu Dienstleistungen, beispielsweise in den Gesundheitsbereich. Schließlich wird der Einzelhandel internationaler durch die zunehmende Transparenz mit der Euro-Einführung und mit der Verbreitung des elektronischen Handels.

Die schwache Nachfrage erhöht den Wettbewerbsdruck im Sektor und fördert so die Unternehmenskonzentration. In vielen Sparten ist das - neben einer teilweise ungehemmten Flächenexpansion - die letzte Möglichkeit, um Marktanteile zu gewinnen. Im Lebensmittelhandel stehen beispielsweise jedem Österreicher fast doppelt soviel Verkaufsfläche zur Verfügung wie den Briten beziehungsweise um rund 20 Prozent mehr als den Bewohnern der meisten westeuropäischen Länder, inklusive Deutschland. Sinkende Quadratmeterumsätze sorgten gleichzeitig Jahre lang für eine prekäre Ertragslage. Besonders problematisch war die Situation im Bekleidungs- und Möbelhandel: In diesen Einzelhandelssparten wies das schlechteste Viertel der Betriebe gegen Ende der 90er Jahre einen Verlust von 8 bis 9 Prozent ihres Umsatzes aus.

Zwei der wenigen Einzelhandelssparten, die nicht nur im Ertragsvergleich aus 1999 sehr gut positioniert waren, sondern auch in den letzten Jahren überdurchschnittlich kräftig gewachsen sind, sind der Sportartikelhandel und die Apotheken. So konnte die Sparte Sportartikel nominell wie preisbereinigt 1999 und 2000 Erlöszuwächse im zweistelligen Bereich verbuchen. Seit 1995 ist die Zahl der Standorte um 5 Prozent auf 1.400 gesunken und das Flächenangebot wurde nur minimal ausgebaut. Die leichten Umsatzeinbußen 2001 dürften noch im Weihnachtsgeschäft ausgeglichen worden sein. Ebenfalls stabil ist das Umsatzwachstum der Apotheken, das seit Jahren im Bereich von 8 Prozent liegt. In den ersten drei Quartalen 2001 hat sich das Wachstum wieder auf 10 Prozent beschleunigt, womit im Gesamtjahr die Umsatzgrenze von 2 Milliarden Euro knapp erreicht wird. An der sehr konjunkturresistenten Nachfrage nach Medikamenten und anderen Produkten der Apotheken wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Group Public Relations

Tiemon Kiesenhofer, Tel. 711 91 DW 52819; E-Mail: tiemon.kiesenhofer@ba-ca.com