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3.6.2002

BA/CA-Einkaufsmanager-Index im Mai: Endlich wieder Wachstum

Österreichs Industrie überwindet die Rezession
Trendwende bei der Beschäftigung noch nicht erreicht

Erstmals seit dem April 2001 zeigte der saisonbereinigte BA/CA-Einkaufsmanager-Index im Mai wieder einen Wert über 50 an – und signalisiert damit Wachstum in der österreichischen Industrie. Die Zahl der Pessimisten geht deutlich zurück.

"Österreichs Industrie dürfte die Rezession endgültig überwunden haben", kommentiert Stefan Bruckbauer von der Bank Austria Creditanstalt-Gruppe optimistisch.

Die Einschätzung der Produktion lag zum zweiten Mal über dem Wachstumswert von 50, erhöhte sich spürbar und erreichte einen Wert wie zuletzt im September 2000. Damit sehen sich die BA/CA-Ökonomen in ihrem Optimismus hinsichtlich des weiteren Verlaufs der österreichischen Konjunktur bestätigt. Wesentlicher Auslöser für die Trendwende in der ökonomischen Stimmung war erwartungsgemäß die verbesserte Auftragslage, vor allem aus dem Ausland.

"Österreichs Industrie profitiert von der weltweiten Konjunkturerholung", sagte Marianne Kager, Chefvolkswirtin der BA/CA-Gruppe. "Die Auslandsaufträge werden nun wieder so positiv beurteilt, wie es zuletzt am Schluß der Hochkonjunktur im Herbst 2000 der Fall war." Kager ist auch optimistisch hinsichtlich einer noch weiteren Verbesserung: Die Indikatoren in Österreichs wichtigsten Partnerländern zeigen durchwegs nach oben. "Auch wenn die starke Dynamik der USA, wie wir sie vom Jahresbeginn kennen, nachgeben wird - die selbsttragenden Kräfte der Weltwirtschaft werden immer stärker" so Kager weiter.

Die dank der internationalen Erholung verbesserte Auftragslage für Österreichs Industrie motivierte die Einkaufsmanager erstmals wieder seit dem Frühjahr 2001 dazu, ihre Einkaufsmenge zu erhöhen. Wie robust diese Entwicklung ist, zeigt sich auch daran, dass die Einkaufspreise nun langsam wieder zu steigen beginnen. In einigen Produktgruppen wie Metalle, Chemikalien und Kunststoffe orten die befragten Einkaufsmanager wieder erkennbar höhere Preise.

Noch keine Wachstumszeichen signalisiert derzeit allerdings die Beschäftigung in der Industrie. Noch immer erwarten die befragten Einkaufsmanager einen Abbau der Beschäftigung. Die Kapazitätsanpassungen sind noch nicht abgeschlossen. Allerdings hat sich der Anteil der Unternehmen, die Beschäftigte abbauen, seit Jahresbeginn erkennbar reduziert. Bruckbauer: "Bei der von uns erwarteten weiteren Erholung sollte auch der Beschäftigungsabbau gestoppt werden können."

Die Ökonomen der BA/CA-Gruppe sehen in der Industrie wieder zunehmend eine Konjunkturlokomotive für Österreichs Wirtschaft. Nach Meinung der BA/CA-Ökonomen sind die Risken für einen erneuten Einbruch der Konjunktur im Verlauf des Frühjahrs deutlich gesunken. Sie gehen davon aus, dass Österreichs Wirtschaft bereits im dritten Quartal über 2 Prozent wachsen wird.

Anmerkung: Werte des EMI über 50,0 weisen auf ein Wachstum in der Sachgütererzeugung gegenüber dem Vormonat hin, Notierungen unter 50,0 signalisieren einen Rückgang. Je weiter die Werte von 50,0 entfernt sind, desto größer sind die Wachstums- bzw. Schrumpfungstendenzen. Diese Aussendung enthält die Originaldaten aus der Monatsumfrage unter Einkaufsleitern der Industrie Österreichs, die von der Bank Austria Creditanstalt gesponsert und unter der Schirmherrschaft des ÖPWZ seit Oktober 1998 von NTC Research durchgeführt wird.

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt-Gruppe, Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen

Stefan Bruckbauer, Tel. 71191 DW 51054