24You

Das neue Internetbanking der Bank Austria.

Internetbanking & BusinessNet

Das gewohnte Internetbanking für Privatkunden und Unternehmen

olbImgAlt Informieren Sie sich jetzt
Investieren in Trends, die die Welt verändern. Informieren Sie sich jetzt ›
25.1.2002

News aus dem Asset Management der Bank Austria

Europäische Technologiewerte präsentieren Quartalsergebnisse
Zahlen teilweise über den Erwartungen
Dennoch raten wir zur Selektivität

Mit Nokia, SAP, Siemens, Infineon, und STMicroelectronics berichteten diese Woche die größten Technologiewerte Europas über die Geschäftsentwicklung im zurückliegenden Quartal. Auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht stellt sich dabei folgendes Bild dar:

Die Erwartungen des Marktes konnten weitestgehend erfüllt werden. Manche Unternehmen konnten die Erwartungen sogar übertreffen (Nokia, SAP). Bezieht man aber das absolute Niveau der Gewinn- und Umsatzzahlen in die Analyse mit ein, scheint es für eine voreilige Jubelstimmung noch zu früh. Vielmehr beginnen die Anleger die fundamentale Situation in der Technologie langsam realistischer zu sehen, was langfristig der Performance in dem Sektor nur zuträglich sein kann. Kurzfristig ein wenig vorsichtig stimmt uns die Tatsache, dass die Bewertungen angesichts der steilen Kursanstiege vor allem im letzten Quartal 2001 relativ wenig Platz für Enttäuschungen lassen.

So meldete Nokia im abgelaufenen Quartal einen Gewinn von 24 Cents je Aktie. Zum Vergleichsquartal des Jahres 2000 bedeutet dies einen Rückgang um einen Cent. Ehe es in der zweiten Jahreshälfte mit der Nachfrage wieder bergauf gehen sollte, rechnet der Handyhersteller noch einmal mit einem eher schwierigen ersten Quartal. Vor allem die mittlerweile hohe Marktsaturierung und die deutlich höhere "Halbwertszeit" von Handies machen der ehemaligen Boombranche zu schaffen. Ersatzkäufe können dadurch die kleiner werdende Anzahl von Erstkäufern nicht im erhofften Ausmaß kompensieren.

Bei den Halbleiterherstellern konnte Infineon zwar seinen Quartalsverlust auf 331 Millionen Euro verringern, produziert aber trotz wieder gestiegener Halbleiterpreise immer noch unter den Herstellungskosten. Somit geht Infineon auch für das laufende Jahr abermals von einem Verlust jenseits der 1 Milliarde Euro-Grenze aus. Die Investmentmeinung reduziert sich somit zwingend auf die weitere Entwicklung der DRAM-Preise. Dabei würden wir nach wie vor zur Vorsicht raten. Unsere Branchenempfehlung lautet hier STMicroelectronics. Als ein direkter Zulieferer der Handyerzeuger sollte STM von einer sich abzeichnenden Branchenerholung profitieren.

Fazit: Die grosso modo leicht über den bereits reduzierten Erwartungen liegenden Unternehmensergebnisse können nur zum Teil die wieder hohen Bewertungen erklären. Gleichzeitig hat gerade das 4. Quartal gezeigt, dass Kursanstiege nicht mit fundamentalen Unternehmensnachrichten einhergehen müssen. Vor diesem Hintergrund raten wir weiterhin zu Selektivität und empfehlen im europäischen Technologiesektor STMicroelectronics.

Rückfragen: Asset Management GmbH,

Dietmar Feitzinger, Tel. 33 147 DW 5400; E-Mail: dietmar.feitzinger@amg.co.at