8.11.2002

EIB-Hochwasserhilfe: 50 Millionen Euro an BA-CA für geschädigte
Gemeinden und österreichische Klein- und Mittelbetriebe

Die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) und die Europäische Investitionsbank (EIB) haben heute im Rahmen des EIB-Forums in Wien einen Globaldarlehensvertrag über 50 Millionen Euro unterzeichnet. Die Gelder sind für die meistbetroffenen Regionen Österreichs gedacht. So können etwa Gemeinden EIB-Gelder beziehen, um ihre betroffene Infrastruktur wie Schulen, Krankenhäuser, Telekommunikationseinrichtungen und die Wasserversorgung wieder herzustellen. Zugleich kann die BA-CA günstige Finanzierungen für jene Klein- und Mittelbetriebe (KMU) anbieten, die im August von Hochwasserschäden betroffen waren. Konkret sind Unterstützungen für KMU aus den Bereichen Industrie, Tourismus, Umweltschutz, Energie und Gesundheitswesen möglich.

Das EIB-Globaldarlehen der BA-CA stellt mit seinem Volumen über 50 Millionen Euro einen signifikanten Anteil am Fluthilfeprogramm der EIB dar, das im ersten Schritt insgesamt eine Milliarde Euro für die betroffenen Staaten Deutschland, Österreich, Tschechien, Slowakei und Ungarn umfasst. Die EIB unterstützt mit ihren speziellen Globaldarlehen den Finanzierungsbedarf der Geschädigten bis zur vollen Höhe. Bei sonst üblichen Globaldarlehen ist nur eine Refinanzierung von 50 Prozent üblich. Längere Refinanzierungszeiten von bis zu 30 Jahren und ein zusätzlicher Zinsvorteil in der Höhe von mehreren Basispunkten sind weitere Merkmale des Darlehens.

Karl Samstag, im Vorstand der BA-CA für das Firmenkundengeschäft verantwortlich: „Wir haben in den vergangenen Monaten gemeinsam mit den Kunden detaillierte Finanzierungspläne erarbeitet. Wenn die Finanzierungspakete jetzt geschnürt werden, geben wir den Refinanzierungsvorteil des EIB-Globaldarlehens natürlich zur Gänze an die Betroffenen weiter.“

Ewald Nowotny, Vizepräsident der EIB und zuständig unter anderem für Österreich und Mittel- und Osteuropa, weist auf die Notwendigkeit hin, die Geschädigten unbürokratisch zu unterstützen. „Die EIB folgt ihrem Auftrag, benachteiligte Regionen durch günstige Refinanzierungen zu unterstützen. Wenn solche Katastrophen Österreich und die EU-Beitrittsländer treffen, wirkt rasche Hilfe doppelt.“

Die Europäische Investitionsbank hat in den vergangenen Jahren immer wieder humanitäre Hilfe sowie Soforthilfeprogramme in Katastrophenregionen geleistet. Bereits vor dem aktuellen Fluthilfeprogramm hat die EIB insgesamt eine Milliarde Euro an EIB-Finanzierungen zum Wiederaufbau nach Flutschäden bereitgestellt.

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Group Public Relations
Christian Kontny, Tel. 05 05 05 DW 52483
 E-Mail: christian.kontny@ba-ca.com