24You

Das neue Internetbanking der Bank Austria.

Internetbanking & BusinessNet

Das gewohnte Internetbanking für Privatkunden und Unternehmen

olbImgAlt Informieren Sie sich jetzt
Investieren in Trends, die die Welt verändern. Informieren Sie sich jetzt ›
15.3.2002

BA/CA-Konjunkturindikator für Österreich: Österreichs Wirtschaft wächst wieder

Konjunkturelle Trendwende seit Jahresbeginn
Beschleunigung im Verlauf des ersten Halbjahres zu erwarten
Mittelfristig fehlen weiterhin klare Wachstumsimpulse
Wirtschaft wächst wieder

Der BA/CA-Konjunkturindikator zeigte im Februar zum zweitenmal noch oben, diesmal noch spürbarer. Damit manifestiert sich die Erholung der österreichischen Wirtschaft im Verlauf des ersten Quartals. Nach dem sehr schwachen vierten Quartal dürfte Österreichs Wirtschaft im ersten Quartal etwas schneller als bisher erwartet Tritt gefasst haben. "Eine Jahreswachstumsrate von rund 1 Prozent im Vergleich zum schwachen vierten Quartal erscheint derzeit durchaus möglich" so Stefan Bruckbauer von der Bank Austria Creditanstalt optimistisch.

Diese Hoffnung stützt sich vor allem auf die seit Jahresbeginn deutlich gestiegene Stimmung in der Industrie in Österreich und der Eurozone insgesamt. Auch die Stimmung der Verbraucher hat sich nach ihrem Tiefstand im Oktober wieder deutlich verbessert. Begleitet wird dies durch die sich abzeichnende Stabilisierung am Arbeitsmarkt und einen wahrscheinlich günstigen Einfluss der Witterung auf die Bauwirtschaft. Damit ist die kurze und milde Rezession 2001 beendet.

Trotz dieser Verbesserung dürfte das BIP im ersten Quartal aufgrund der noch relativ hohen Dynamik zu Jahresbeginn 2001 nur wenig höher liegen als vor einem Jahr. Somit erwarten die Ökonomen der Bank Austria Creditanstalt auch trotz der sich im weiteren Jahresverlauf beschleunigenden Konjunktur im Jahresdurchschnitt nur ein Wachstum um die 1 ½ Prozent in Österreich. Auch wird die Wirtschaftsdynamik zu Jahresende nach Meinung der Bank Austria Creditanstalt wieder etwas an Tempo verlieren.

"Auch wenn der Start der US-Wirtschaft aus der Rezession deutlich schneller erfolgte als von uns erwartet, dürfte im Jahresverlauf die Dynamik wieder nachlassen" beschreibt Marianne Kager, Chefvolkswirt der BA/CA, das Konjunkturszenario für die Weltwirtschaft. "So wie Abschwung und nun Aufschwung in Europa mit knapp sechs Monaten Verzögerung dem US-Bild folgte, wird dies auch bei der verhaltenen Dynamik im weiteren Jahresverlauf sein", dämpft Kager allzu optimistische Konjunkturhoffnungen.

Inflation wird wieder zurückgehen

Trotz des Inflationsanstiegs im Jänner wird die Inflationsrate im Jahresverlauf ihren Rückgang fortsetzen. Die höheren Ölpreise und die etwas raschere Beschleunigung der Weltwirtschaft werden den Inflationsrückgang jedoch beschränken. Die Ökonomen der BA/CA erwarten keinen Rückgang der Inflationsrate unter 1 1/2 Prozent im Jahresverlauf. Trotz des etwas moderater ausfallenden Inflationsrückganges werden die Erholung der Weltwirtschaft und erste Anzeichen einer Stabilisierung am Arbeitsmarkt die Konsumentenstimmung stabil halten und somit droht von den höheren Ölpreisen keine Belastung für die Erholung der österreichischen Wirtschaft.

Risken liegen bei der Weltwirtschaft

Störungen für das derzeit vorherrschende, gedämpft optimistische Konjunkturbild drohen nach Meinung der Volkswirte der Bank Austria Creditanstalt vor allem von den USA und Japan. Auch wenn derzeit gute Hoffnung besteht, dass die US-Wirtschaft mit 2 Prozent Wachstum 2002 wieder deutlich Dynamik zulegen kann, bleibt ein hohes Rückschlagsrisiko. Die von der BA/CA im zweiten Halbjahr erwartete Abnahme der Konjunkturdynamik in den USA kann zu einer Gefahr für die Weltwirtschaft werden, mehr als die anhaltend hohen Risken, die von Japan ausgehen.

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt-Konzernvolkswirtschaft

Stefan Bruckbauer, Tel. 71191 DW 51054; E-Mail: stefan.bruckbauer@ba-ca.com