8.11.2002

Neue Marktforschungsstudie: Österreichs Mittel- und Großbetriebe entdecken neue Exportchancen

45% wollen Exporte mit der EU-Erweiterung steigern oder zu exportieren beginnen.
17% der Exporteure sehen besonderes Wachstum auch in Russland und Fernost.
BA-CA mit großem Abstand Nummer 1 im Exportgeschäft.
Ziel der BA-CA: Zahl der Exportkunden in fünf Jahren mehr als verdoppeln.

Österreichs Mittel- und Großbetriebe entdecken neue Exportchancen. Annähernd die Hälfte der Unternehmen mit mehr als sieben Millionen Euro Jahresumsatz wollen mit der ersten Runde der EU-Erweiterung 2004 ihre Exporttätigkeit nach Mittel- und Osteuropa steigern oder zu exportieren beginnen. Zugleich erwarten sich exportierende Unternehmen in den kommenden Jahren wachsende Ausfuhren vor allem in die Länder Russland/GUS sowie nach Fernost. Dies sind zwei zentrale Ergebnisse der jüngsten Marktforschung der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) unter Mittel- und Großbetrieben in Österreich.

„Mit den Mittelbetrieben entdecken jetzt die tragenden Säulen der österreichischen  Wirtschaft ihre Chancen im Außenhandel. Das wird der gesamten Wirtschaft einen deutlichen Schub geben“, erklärt Karl Samstag, im Vorstand der BA-CA verantwortlich für das Firmenkundengeschäft. „Als Partner Nummer Eins der österreichischen Unternehmen werden wir unsere Kunden in die Exportmärkte führen. Bis zum Jahr 2007 wollen wir die Zahl unserer Exportkunden mehr als  verdoppeln.“ 

2002 erstmals Überschuss in der Handelsbilanz
Das Defizit in der österreichischen Außenhandelsbilanz wird in diesem Jahr zum ersten Mal ins Plus drehen: Wirtschaftsforscher erwarten für 2002 einen leichten Überschuss der Ausfuhren gegenüber den Einfuhren – in der geschätzten Höhe von rund 900 Millionen Euro. Im Jahr 2001 überwogen die Importe die Exporte noch um 4,4 Milliarden Euro.
 
Seit dem österreichischen EU-Beitritt sind nicht nur die Exporte stärker gewachsen als die Importe. Zugleich ist der grenzüberschreitende Warenfluss von 83 Milliarden Euro (1994) auf 154 Milliarden (2001) massiv gestiegen. Nachdem vom EU-Beitritt 1995 vor allem mittelständische Unternehmen sehr stark profitiert haben, gelten mit Blick auf die EU-Erweiterung ab 2004 nun die gleichen Chancen für Exportunternehmen. Von den wegfallenden Hürden im Binnenmarkt profitieren besonders Klein- und Mittelbetriebe: KMU sehen in administrativen Hindernissen den zweitwichtigsten Hinderungsgrund für mehr Wachstum.

Exporte nach CEE sollen um fast ein Drittel wachsen
Das Marktforschungsinstitut Brainstudio hat im Auftrag der BA-CA im Oktober insgesamt 247 Betriebe mit einem Jahresumsatz von mehr als sieben Millionen Euro nach ihren Exporterwartungen befragt. Hierbei antworteten Finanzmanager und Geschäftsführer eines repräsentativen Samples auf eine telefonische Befragung. Fast jeder dritte Unternehmer (28%) gab an, ab 2004 seine Ausfuhren in den CEE-Raum (stark) steigern zu wollen. Im Schnitt erwarteten diese Betriebe einen Zuwachs ihrer Exporte um 31%. Gleichbleibende Ausfuhren nach Mittel- und Osteuropa erwarten bloß 15% der Befragten, sinkende 2%. Jede sechste Befragte (17%) erklärte, ab 2004 mit Exporten nach CEE beginnen zu wollen.

Von allen Unternehmen, die bereits im grenzüberschreitenden Geschäft tätig sind, erwartet die Hälfte (51%) ein wachsendes Exportvolumen für die Märkte Mittel- und Osteuropas. 39% sehen Zuwächse in den EU-Ländern, 17% in Russland und den GUS. Die gleiche Zahl erwartet einen steigenden Warenverkehr auch nach Asien und dem fernen Osten. „Wenn Europas letzter Wachstumsmarkt zum EU-Nachbarn wird, werden gerade kleinere Firmen und Neuexporteure ihre gewaltige Chance erkennen“, analysiert Regina Prehofer, Bereichsvorstand für das Firmenkundengeschäft der BA-CA, die Zahlen. „Mittelbetriebe und exporterfahrene Spezialisten werden verstärkt in große Fernmärkten wie Russland oder China liefern. Hier besitzt die BA-CA Außenhandelsprodukte und ein Know-how, wie es keine andere Bank bieten kann.“
 
7.500 neue BA-CA Exportkunden bis 2007
Auf die Frage, welche Bank die höchste Exportkompetenz besitzt, ergab sich ein sehr klares Bild: 54% aller Exporteure sehen den Außenhandel am besten von der BA-CA betreut. Für weitere Institute votierten weniger als 10% der Exporteure.
Die BA-CA will ihre Stärken im Außenhandelsgeschäft nutzen und die Zahl der Exporteure unter ihren Kunden in den kommenden fünf Jahren um 7.500 steigern. Damit werden 13.800 statt der derzeitigen 6.300 Kunden auf Produkte und Dienstleistungen wie Auslandszahlungsverkehr, Finanzierungen, Garantien, Zins- und Währungsabsicherungen sowie Beratung in Risikofragen zurückgreifen.

Um diese Ziele zu erreichen, setzt die BA-CA auf erstklassiges Service und eine intensive Begleitung des Kunden. Beratung und Know-how erhalten Exportunternehmen von hochspezialisierten Teams in Wien genauso wie von 11 über Österreich verteilten regionalen Kompetenzzentren: Hier steht dem Kunden seit Jahresbeginn jeweils ein BA-CA Außenhandelsexperte kurzfristig zur Verfügung. Auch in den Zielmärkten wird der Kunde betreut: In allen wichtigen Metropolen wurden Austria/CEE-Desks eingerichtet. In dem für Österreich wichtigen Exportmarkt China ist die BA-CA mit einer Repräsentanz in Peking vertreten. 

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Rückfragen:  Bank Austria Creditanstalt Group Public Relations
Christian Kontny, Tel. 05 05 05 DW 52483; E-Mail: christian.kontny@ba-ca.com