8.3.2002

Vorläufige Ergebniszahlen 2001

BA/CA hat 2001 einen Vorsteuergewinn von 655 Millionen Euro erzielt und damit das Ergebnis des Vorjahres gehalten
Integration der BA/CA in die HVB Group abgeschlossen – Synergien von mehr als 600 Millionen Euro werden realisiert
Führungsgrundsätze für BA/CA fixiert

Im Geschäftsjahr 2001 hat die BA/CA den Gewinn des Vorjahres trotz schwierigster Rahmenbedingungen halten können: Das Ergebnis vor Steuern lag mit 655 Millionen Euro praktisch auf dem Vorjahresniveau von 662 Millionen Euro. Bank Austria-Vorstandsvorsitzender Randa: "Das Ergebnis liegt natürlich unter unseren ursprünglichen Erwartungen. Ich bin nicht zufrieden damit. Andererseits haben wir in einem extrem schwierigen Jahr ein respektables Ergebnis erzielt. Ich bin sehr optimistisch für die kommenden Jahre."

Im Geschäftsjahr 2001 hat die BA/CA einen Zinsüberschuss von 2.672 Millionen Euro erzielt und lag damit um 19,3 Prozent über dem Wert des Jahres 2000 von 2.240 Millionen Euro. Die Kreditrisikovorsorge lag mit 703 Millionen Euro in etwa auf der Höhe des Vorjahres (2000: 666 Millionen Euro). Der Provisionsüberschuss verbesserte sich um 23,1 Prozent auf 1.061 Millionen (2000: 862 Millionen Euro). Das Handelsergebnis konnte deutlich um 90,8 Prozent auf 261 Millionen Euro (2000: 137 Millionen Euro) gesteigert werden. Der Verwaltungsaufwand betrug 2.773 Millionen Euro und lag damit um 28,4 Prozent über dem Vorjahreswert von 2.159 Millionen Euro. Dieser Anstieg ist auf die erstmalige Konsolidierung der beiden Tochterbanken in Polen zurückzuführen. Bereinigt um diesen Effekt, wären die Kosten stabil geblieben, obwohl im Verwaltungsaufwand 2001 79 Millionen Euro Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der Neustrukturierung der Gruppe enthalten sind.

Unter dem Strich hat die BA/CA in ihrer neuen Struktur im Jahr 2001 mit 544 Millionen Euro ein Betriebsergebnis erzielt, das um 54 Prozent über dem Wert des Jahres 2000 lag (392 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Steuern betrug 655 Millionen Euro und lag damit praktisch auf Vorjahresniveau (2000: 662 Millionen Euro). Zu diesem Ergebnis trug das Geschäftsfeld CEE mit 162 Millionen Euro bei, 66 Millionen entfielen hierbei auf Polen. Die Eigenkapitalrentabilität des Geschäftsfeldes lag vor Steuern bei 24 Prozent.

Insgesamt erzielt die BA/CA eine Eigenkapitalrentabilität nach Steuern von 10,2 Prozent, die Cost-Income-Ratio lag bei 69 Prozent. "Dieses Ergebnis verdeutlicht die Stärke der Gruppe. Wir haben ein enormes Potenzial, sobald die Konjunktur wieder anzieht", so Randa.

Führungsgrundsätze für BA/CA in der HVB Group nun fixiert

Die BA/CA wird umgehend die neue Konzernstruktur der HVB Group mit der Einteilung in globale und regionale Geschäftsfelder in Österreich sowie Mittel- und Osteuropa (CEE) umsetzen. In der neuen Struktur wird die Rolle der BA/CA als "Bank der Region" für Österreich sowie Mittel- und Osteuropa weiter präzisiert und gestärkt. Die BA/CA ist im Rahmen der Konzernstrategie voll für alle Geschäfte in dieser Region verantwortlich: Auf Konzernebene wird die Strategie der HVB Group festgelegt, werden Standards für die Risiko- und Portfoliosteuerung erstellt und die Kapital- und Ressourcenallokation der Gruppe gesteuert. Die Einführung der neuen Führungsgrundsätze und die Umsetzung in Österreich und CEE erfolgt durch den Vorstand der BA/CA.

Der Vorstand der BA/CA ist für den BA/CA-Teilkonzern uneingeschränkt verantwortlich. Die neue Struktur stellt sicher, dass das globale Know-how gebündelt wird und der gesamten Gruppe zur Verfügung steht. Das Management vor Ort wird auf dieses Know-how zugreifen. Es ist in der Lage, schnell auf Veränderungen am Markt zu reagieren und trifft die notwendigen Entscheidungen im Kundengeschäft. Bank Austria-Vorstandsvorsitzender Gerhard Randa: "Die neue Struktur stärkt unsere Schlagkraft am Markt. Wir haben konzernweit eine klare, effiziente Rollenverteilung – der Konzern setzt die Leitplanken, und das Management vor Ort steuert das Geschäft."

Integration abgeschlossen

Die Integration der BA/CA in die HVB Group ist nun weitgehend abgeschlossen. Diese Integration wird, zusammen mit dem für den Sommer geplanten gesellschaftsrechtlichen Zusammenschluss von Bank Austria und Creditanstalt, deutlich höhere Kostensynergien bringen als die ursprünglich bei Bekanntgabe des Mergers im Sommer 2000 geplanten 495 Millionen Euro jährlich. Das gesamte Synergiepaket wird jährliche Kosteneinsparungen von 625 Millionen Euro bringen. Die einzelnen Projekte liegen exakt im Plan. Im laufenden Geschäftsjahr werden bereits Synergien von rund 250 Millionen Euro realisiert.

Die BA/CA verfügt nun über eine starke Ausgangsbasis für eine weitere Expansion auf ihren Kernmärkten. Mit dem Know-how, der internationalen Kompetenz und der Kapitalkraft der HVB Group im Rücken plant die BA/CA ihre hervorragende Marktposition mit klarem Focus auf die Rentabilität weiter auszubauen. In Österreich – hier ist die BA/CA bereits klarer Marktführer – setzt sie auf ein gezieltes Wachstum in definierten Zielsegmenten und in den Bundesländern. Hier ist sowohl im Privatkundengeschäft als auch bei den Firmenkunden noch Potenzial vorhanden.

In Mittel- und Osteuropa hat die HVB Group mit der BA/CA das Ziel, ihr Geschäftsvolumen bis zum Jahr 2005 von rund 20 Milliarden Euro auf 40 Milliarden zu verdoppeln. Die Gruppe kann ihren Kunden bereits heute das führende internationale Bankennetzwerk in der Region mit 750 Niederlassungen in 15 Ländern zur Verfügung stellen. Dieses Netzwerk soll weiter kräftig ausgebaut werden – sowohl durch organisches Wachstum als auch durch Akquisitionen. Randa: "Osteuropa ist eine dynamische Region mit hervorragenden Perspektiven. Wir wollen mit dieser Region wachsen."

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Group Public Relations

Martin Hehemann, Tel. 71191 DW 57011; E-Mail: martin.hehemann@ba-ca.com