29.10.2002

Bank Austria Creditanstalt verstärkt das Private Banking-Geschäft

Betreutes Kundenvermögen soll bis 2004 um rund 10 Prozent jährlich steigen.
Wachstum durch differenzierte Markenpolitik und Regionalisierung.
Kundenanteile sind verteilt, jetzt beginnt Verdrängungswettbewerb.

Die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) verstärkt ihre Aktivitäten im Private Banking-Geschäft. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Position im umkämpften Geschäftsfeld der vermögenden Privatkunden weiter auszubauen. Bis 2004 soll das betreute Kundenvermögen von 11,5 Milliarden Euro auf 14,5 Milliarden Euro erhöht werden. „Unsere Wachstumsstrategie setzt vor allem auf die traditionellen Stärken der BA-CA Gruppe, ihr differenziertes Markenangebot und ihre flächendeckende Präsenz“, so Wolfgang Haller, im BA-CA Vorstand für das Privatkundengeschäft verantwortlich.

Die BA-CA betreut gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften SKWB Schoellerbank und BANKPRIVAT rund 192.000 Gehobene Privatkunden mit einem Vermögen von jeweils mehr als 50.000 Euro. Die BA-CA Gruppe ist damit mit Abstand die Nummer Eins am Private Banking-Markt in Österreich. Die BA-CA Gruppe will ihre Kunden von aktuell rund 192.000 bis zum Jahr 2004 auf rund 198.000 steigern.

Der österreichische Private Banking-Markt hat derzeit ein Volumen von 80 Milliarden Euro. Rund 40.000 Österreicher verfügen über ein liquides Vermögen von mehr als 200.000 Euro. Laut einer repräsentativen Marktstudie des internationalen Consulters Pricewaterhouse Coopers aus dem Jahr 2001 haben 28.000 Österreicher sogar ein liquides Vermögen von mehr als 1 Million Euro. Rund zwei Drittel dieser vermögenden Privatkunden leben in Salzburg und in Wien. Gemessen am betreuten Kundenvermögen bei Privatbanken ist der Markt im Vorjahr rund 10 Prozent gewachsen. Bis 2004 wird sich dieses Wachstum auf ein Plus von knapp 9 Prozent einpendeln.

Die Kundenanteile sind unter den österreichischen Privatbanken verteilt. In jüngster Vergangenheit haben sich diverse internationale Privatbanken, die versucht hatten, sich im Private Banking-Markt zu etablieren, wieder aus Österreich zurückgezogen. BA-CA Vorstand Haller: “Die österreichischen Privatkunden sind eine sehr anspruchsvolle Klientel. Mit standardisierten, nicht auf den Markt und die Kundenbedürfnisse abgestimmten Produkten, lassen sich die Kunden nicht überzeugen. Das mussten unsere internationalen Mitbewerber sehr rasch erkennen.“

Das Private Banking-Modell der BA-CA Gruppe setzt bereits bei Vermögen ab 50.000 Euro an. „Mit diesem Ansatz haben wir mehr Breite am Markt und binden ‚Aufsteiger‘ schon frühzeitig an unsere Gruppe“, erklärt Wolfgang Haller. Je nach Zielgruppe und Kundenbedürfnissen halte die BA-CA ein differenziertes Markenangebot bereit. Das Asset Management der BA-CA etwa stellt ihr Produkt „Brokerage“ Privatkunden mit einem Einstiegsvolumen ab 70.000 Euro zur Verfügung. Ebenfalls ab diesem Limit zugänglich sind die Services der SKWB Schoellerbank. Sie ist eine unabhängige Vollbank und verfügt österreichweit über 15 eigene Standorte. Die BANKPRIVAT betreut als Beratungsbank der BA-CA Gruppe Top-Kunden mit einem Vermögen ab einer Million Euro. Die BANKPRIVAT ist seit Jahresbeginn mit 13 regionalen Private Banking-Experten in allen Bundesländern präsent.


Rückfragen:   Bank Austria Creditanstalt Group Public Relations
Tiemon Kiesenhofer, Tel. +43 (0)5 05 05 DW 52819;
E-Mail: tiemon.kiesenhofer@ba-ca.com