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18.1.2002

Bank Austria Asset Allocation für das 1. Quartal 2002

Börsen: Rallye gerät etwas ins Stocken
Unternehmenszahlen müssen Anstiege jetzt rechtfertigen
Branchen: Zykliker und defensive Werte empfohlen, damit
für den Aufschwung gerüstet und gegen Enttäuschungen gewappnet
Aktienmärkte konsolidieren nach den Anstiegen

Nach den dramatischen Ereignissen vom 11. September, die die Börsen nochmals auf neue Jahrestiefstände stürzen ließen, gab es an den Märkten im 4. Quartal 2001 einen nicht weniger dramatischen Turnaround. Die Anleger begannen zunehmend auf die konjunkturelle Wende in 2002 zu setzen. Damit erlebten vor allem Zykliker, allen voran die Technologie, einen sehr starken Anstieg im 4. Quartal. In den letzten Tagen kommen den Marktteilnehmern aber offensichtlich zunehmend Zweifel, ob die Unternehmensdaten diese (und mögliche weitere) Kursanstiege auch rechtfertigen werden, und es gibt eher Druck auf die Kurse. Da Timing und Ausmaß der wirtschaftlichen Erholung unserer Meinung nach durchaus noch mit Unsicherheiten behaftet sind, setzen wir für das laufende Quartal auf eine Doppelstrategie: Einerseits bevorzugen wir zyklische Werte (nicht unbedingt Technologie, die schon sehr stark gestiegen ist), um an der erhofften Konjunkturwende teilnehmen zu können.

Andererseits sollte man unserer Meinung nach aber auch auf eine Enttäuschung bei der Konjunktur (und somit den Unternehmensgewinnen) nicht ganz unvorbereitet sein, weshalb wir auch eine gewisse defensive Exposure vorschlagen (z.B. Pharma).
Insgesamt sind wir also für die Aktienmärkte verhalten optimistisch und würden in unsere Strategie einen prozyklischen, aber auch einen eher defensiven Ansatz einbauen.

Zinssenkungen noch möglich

Die volatile Bewegung der Rentenmärkte im Jahr 2001 zeigt deutlich die Unsicherheit, bezüglich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung, die noch immer im Markt herrscht. Die aggressive Zinssenkungskampagne der amerikanischen Notenbank, die Anschläge vom September, der tiefe Ölpreis, der die Inflation dämpft – all das hat bis Anfang November die Renditen am langen Ende auf Tiefstände fallen lassen, wie wir sie seit der Russlandkrise 1998 nicht mehr gesehen haben. In den letzten beiden Monaten des alten Jahres setzte der Rentenmarkt aber zunehmend auf die wirtschaftliche Erholung (ähnlich wie der Aktienmarkt), die Renditen begannen zu steigen. Greenspan wies in seiner jüngsten Rede nochmals darauf hin, dass die Erholung in den USA noch mit Risken behaftet sei. Wir halten daher eine weitere Zinssenkung bei der Fed-Sitzung Ende Jänner für möglich. Zinserhöhungen in den USA erwarten wir nicht vor dem 3. Quartal, tendenziell eher im 4. Quartal.

In Euroland sehen wir im ersten Quartal eine weitere Senkung um 25 Basispunkte auf 3% und erwarten auf Jahressicht keine Anhebung der Leitzinsen.

Asset Allocation

Nachdem die Aktienmärkte auf die Anschläge vom 11. September zunächst mit starken Kursverlusten reagiert hatten, setzte sich Ende September eine wesentlich freundlichere Tendenz durch. Die Anleger haben im 4. Quartal 2001 offensichtlich auf eine baldige wirtschaftliche Erholung gesetzt. Wir bleiben für den mittelfristigen Ausblick durchaus optimistisch, würden das Risiko eines gewissen Rückschlags aber gerade angesichts des Ausmaßes der Rallye nicht völlig ausschließen. Wir fixieren daher die Aktienquote mit 43%, sprich leicht über dem neutralen Wert. Cash bleibt mit 1% gewichtet, auf die Renten entfallen somit 56%.

Die Allocation lautet daher auf 43% Aktien, 56% Anleihen und 1% Cash.

Anleihenseitig senken wir den Dollar-Anteil um 1% auf 10%, dieser Prozentpunkt wird Euroland zugeschlagen, das somit bei 83% zu liegen kommt. Die Wirtschaftsdaten haben den Euro zum Jahreswechsel durchaus unterstützt, und wir rechnen für die nächsten Monate auch weiterhin mit keiner nennenswerten Schwäche im Euro. UK bleibt mit 2%, Resteuropa mit 5% gewichtet. Resteuropa bedeutet dzt. Anleihen in den Währungen Dänenkronen, Schwedenkronen, Norwegerkronen und Schweizer Franken sowie Währungen aus dem CEE-Raum (via Fonds).

Aktien

Durch die Umstellung in den MSCI-Indizes ist die Gewichtung von Euroland in unserer Benchmark gefallen, während vor allem die USA zugelegt haben. Wir tragen diesem Umstand auch in unserer Allocation Rechnung, betonen aber dennoch, dass wir relativ zur Benchmark weiterhin in Euroland übergewichtet sind. Auf Euroland-Aktien entfallen somit aktuell 19%; der Anteil in UK wird auf 10% angehoben, da diese Region an der Erholung im Schlussquartal 2001 unterdurchschnittlich partizipiert hat. Resteuropa bleibt mit 3% gewichtet. Auf die USA entfallen nunmehr 57%, auf Japan 8%, da auch dort die Benchmarkgewichtung gefallen ist. Sonstige Länder bleiben unverändert mit 3% gewichtet.

Rückfragen: Asset Management GmbH

Monika Rosen, Bereichsleiterin Research, Tel. (01) 33 147 DW 5403

E-Mail: monika.rosen@amg.co.at