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23.10.2002

Ergebniszahlen für das 3. Quartal 2002:
Bank Austria Creditanstalt ist gut gestartet

Operatives Ergebnis steigt um 15 Prozent
Gewinn vor Steuern beträgt 304 Millionen Euro
Marktoffensive läuft gut an: bereits 15.000 neue Kunden gewonnen
IT-Merger in Polen in Rekordzeit abgeschlossen
Kräftige Investitionen in den Ausbau des CEE-Netzwerks

Die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) ist gut gestartet. Die ersten Monate seit dem rechtlichen Zusammenschluss von Bank Austria und Creditanstalt am 12. August 2002 sind positiv verlaufen: Die IT-Systeme arbeiten stabil, die neuen Strukturen sind leistungsfähig, und im Kundengeschäft gibt es eine Reihe von positiven Rückmeldungen aus dem Markt: So hat die Bank im August und im September insgesamt 15.000 neue Privatkunden dazu gewonnen. BA-CA Vorstandsvorsitzender Gerhard Randa: „Die Kunden sehen den Zusammenschluss positiv. Unsere Marktoffensive läuft gut an.“

Die positive Entwicklung im Kundengeschäft zeigt sich auch im operativen Ergebnis für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres: Die BA-CA hat trotz der Turbulenzen auf den Aktienmärkten und trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds das operative Ergebnis – Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorge plus Provisionsüberschuss plus Handelsergebnis minus Verwaltungsaufwand – gegenüber dem Vorjahreswert um 14,7 Prozent auf 327 Millionen Euro (2001: 285 Millionen Euro) steigern können. Der Vorsteuergewinn lag mit 304 Millionen Euro um 38,8 Prozent unter dem Vorjahreswert (497 Millionen Euro). Die Differenz ist vor allem auf die Position „Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen“ zurückzuführen, in der im Vorjahr Erlöse aus dem Verkauf von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Beteiligungen verbucht worden sind.

Die Cost/Income-Ratio der BA-CA lag zum 30. September 2002 bei 71 Prozent (2001: 68,8 Prozent). Die Eigenkapitalrentabilität betrug 8,5 Prozent (2001: 13,8 Prozent). BA-CA Vorstandsvorsitzender Randa: „Diese Werte liegen unter unseren ursprünglichen Erwartungen. Wir müssen uns natürlich noch steigern. Aber wenn man sich das Marktumfeld anschaut, haben wir uns – besonders im Vergleich mit unseren heimischen Mitbewerbern – gut gehalten. Vor allem im Kundengeschäft ist die Entwicklung in Ordnung, der Trend stimmt. Ich bin sicher, dass wir den Rückstand zum Vorjahr im 4. Quartal noch reduzieren werden.“

Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

Beim Vergleich der aktuellen Ergebnisse mit den Vorjahreswerten ist zu berücksichtigen, dass der Konsolidierungskreis der BA-CA sich im zweiten Halbjahr 2001 durch den Abtausch der internationalen Beteiligungen mit der HypoVereinsbank deutlich verändert hat.

Die BA-CA hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2002 den Zinsüberschuss um 6,1 Prozent auf 1.762 Millionen Euro gesteigert (2001: 1.660 Millionen Euro). Die Kreditrisikovorsorge wurde trotz der schwierigen Wirtschaftslage durch ein straffes Risikomanagement um 7,5 Prozent auf 463 Millionen Euro gesenkt (2001: 500 Millionen Euro). Der Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorge erhöhte sich somit um 12 Prozent auf  1.299 Millionen Euro (2001: 1.160 Millionen Euro). Der Provisionsüberschuss stieg um 11,3 Prozent auf 818 Millionen Euro (2001: 735 Millionen Euro). Das Handelsergebnis ging gegenüber dem starken Vorjahr (2001: 155 Millionen Euro) um 34,3 Prozent auf 102 Millionen Euro zurück. In Anbetracht der Turbulenzen auf den Aktienmärkten ist dies als gutes Ergebnis zu bewerten.

Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich um 7,2 Prozent auf 1.892 Millionen Euro (2001: 1.765 Millionen Euro). Hierbei handelt es sich um einen zwischenzeitigen Effekt, der auf die Veränderung im Konsolidierungskreis und auf einmalige Integrationsaufwendungen in Österreich und in Polen zurückzuführen ist. Zum Jahresende wird die BA-CA einen deutlichen Rückgang des Verwaltungsaufwandes gegenüber dem Vorjahr ausweisen.

Das operative Ergebnis verbesserte sich in den ersten neun Monaten somit unter dem Strich um 14,7 Prozent auf 327 Millionen Euro (2001: 285 Millionen Euro).

Deutlich unter dem Vorjahr lag die Position „Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen“ mit einem Minus von 15 Millionen Euro. Im Vorjahr waren in dieser Position noch Erlöse aus dem Verkauf von nicht zum Kerngeschäft der Bank gehörenden Beteiligungen sowie dem Abtausch der internationalen Beteiligungen mit der HypoVereinsbank im Ausmaß von 216 Millionen Euro verbucht worden. Das Betriebsergebnis der BA-CA lag demnach zum 30. September 2002 mit einem Wert von 312 Millionen Euro um 37,8 Prozent unter dem Vorjahreswert (2001: 501 Millionen Euro). Das Finanzanlageergebnis betrug 42 Millionen Euro (2001: 24 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Steuern lag schließlich bei 304 Millionen Euro – gegenüber dem Vorjahr (2001: 497 Millionen Euro) ein Rückgang von 38,8 Prozent. 

Die Cost/Income-Ratio lag bei 71 Prozent (2001: 68,8 Prozent). Die Eigenkapitalrentabilität betrug 8,5 Prozent (2001: 13,8 Prozent) – bei einem durchschnittlichen Eigenkapital von 4.809 Millionen Euro (2001: 4.745 Millionen Euro) und einer Kernkapitalquote von 6,6 Prozent.

Das Ergebnis der Geschäftsfelder

Die BA-CA hat im Jahr 2002 ihre Geschäftsfeldrechnung umgestellt. Der Vergleich mit den Quartalswerten des Jahres 2001 ist dadurch derart verzerrt, dass es sinnvoller ist, die aktuellen Werte jeweils mit drei Viertel des Gesamtjahres-Ergebnis 2001 zu vergleichen. Die Geschäftsfeldrechnung zeigt, mit dieser Einschränkung, dass das Kundengeschäft sich trotz der schwierigen Marktbedingungen gegenüber dem Vorjahr steigern konnte. Die BA-CA hat den Gewinn vor Steuern in den Geschäftsfeldern, in denen das Kundengeschäft zusammengefasst ist – „Privatkunden Inland“, „Firmenkunden Inland“, „Immobilienfinanzierung und -kunden“ sowie „Mittel- und Osteuropa (CEE)“ – um 17 Prozent auf 318 Millionen Euro gesteigert (2001: 272 Millionen Euro). Dies deckt sich mit der guten Entwicklung des operativen Ergebnisses, das in der Gewinn- und Verlustrechnung zu sehen ist.

Das Geschäftsfeld Privatkunden Inland hat das Ergebnis vor Steuern um 29 Prozent auf 112 Millionen Euro gesteigert (2001: 87 Millionen Euro). Die Eigenkapitalrentabilität lag bei 21,1 Prozent (2001: 19,4 Prozent). Das Geschäftsfeld hat durch den Zusammenschluss von Bank Austria und Creditanstalt am 12. August positive Impulse erhalten: Allein im August und September hat die BA-CA 15.000 Privatkunden dazu gewonnen. Die neue BA-CA bietet ihren Kunden ein österreichweites Netz von 400 Filialen. Für die ehemaligen Kunden der CA, denen bislang 190 Filialen zur Verfügung standen, hat sich das Filialnetz damit mehr als verdoppelt. Zudem verfügt die BA-CA nun über eine neue Produktpalette, die aus den besten und erfolgreichsten Produkten beider Häuser zusammengestellt worden ist.

Das Geschäftsfeld Firmenkunden Inland hat das Ergebnis vor Steuern ebenfalls deutlich von 44 Millionen Euro im Vorjahr auf 106 Millionen Euro gesteigert. Die Eigenkapitalrentabilität stieg auf 8,2 Prozent (2001: 3,9 Prozent). Die BA-CA ist die mit Abstand führende Firmenkundenbank Österreichs. 70 Prozent der mittelständischen Unternehmen mit einem Umsatz von 7 bis 40 Millionen Euro sind Kunden der BA-CA. Bei den Großunternehmen sind es über 80 Prozent. Die Bank besitzt als Markt- und Know-how-Führer sehr gute Voraussetzungen, um ihre Marktstellung in den kommenden Jahren weiter auszubauen. Ihre Expertise ist erst vor einigen Wochen vom US-Fachmagazin "Global Finance" mit der Wahl zur "Best Bank in Project Finance in CEE" bestätigt worden.

Das Geschäftsfeld Immobilienfinanzierung und -kunden hat ein Ergebnis vor Steuern von 28 Millionen Euro erzielt und lag damit 43,7 Prozent über dem Vorjahreswert (2001: 20 Millionen Euro). Die Eigenkapitalrentabilität betrug 11,3 Prozent (2001: 7,8 Prozent). Auch in diesem Geschäftsfeld – also im Geschäft mit institutionellen Immobilienkunden – ist die neue Bank Austria Creditanstalt mit einem Finanzierungsvolumen von 10 Milliarden Euro der klare Marktführer in Österreich.

Die BA-CA Töchter in CEE haben einen Vorsteuergewinn von 194,3 Millionen Euro erzielt und damit das Ergebnis des Vorjahres (156,5 Millionen Euro) um 24 Prozent verbessert. Vor allem in Polen liegt das Ergebnis deutlich über dem Vorjahr; ein kleinerer Teil des Anstieges (12,4 Millionen Euro) entfällt auf die Erstkonsolidierung der kroatischen Splitska Banka. Nach Berücksichtigung von Firmenwertabschreibungen, Konsolidierungseffekten und der in Wien anfallenden Kosten wird im Geschäftsfeld CEE für die ersten drei Quartale ein Ergebnis vor Steuern von 72 Millionen Euro ausgewiesen (2001: 121 Millionen Euro). Die Eigenkapitalrentabilität betrug 11,4 Prozent (2001: 24,1 Prozent). Die Rentabilität wird sich bis zum Jahresende noch erhöhen.

Die BA-CA hat in diesem Jahr kräftig in den Ausbau des CEE-Netzwerkes investiert. Sie hat im zweiten Quartal die Splitska Banka und vor wenigen Wochen die bulgarische Biochim erworben. In anderen Ländern werden die bestehenden Filialnetze massiv erweitert. Zudem sind im aktuellen Quartalsergebnis einmalige Integrationsaufwendungen für den Zusammenschluss der beiden Tochterbanken in Polen (BPH und PBK) enthalten. Vor wenigen Tagen wurde das IT-System der beiden Banken erfolgreich zusammengelegt und damit in Rekordzeit von nur 12 Monaten eines der größten EDV-Projekte abgeschlossen, das jemals in der CEE-Region durchgeführt worden ist. Die Fusion der beiden Banken ist damit weitgehend abgeschlossen. Zudem verbessert sich die allgemeine Wirtschaftslage in Polen wieder.

Die CEE-Region ist ein Kernmarkt der BA-CA. Sie kann ihren Kunden das führende Netzwerk in der Region zur Verfügung stellen. Dieses Netzwerk betreibt mehr als 900 Niederlassungen in 15 Ländern. Die Gruppe deckt in der Region die komplette Finanzdienstleistungspalette ab: vom Privatkundengeschäft über das Firmenkundengeschäft und das Investmentbanking bis zum Leasing. Keine andere Bank verfügt über ein derart dichtes Angebot. Die starke Position der BA-CA Gruppe ist vor wenigen Monaten von den renommierten britischen Fachmagazinen „The Banker“ und  „Euromoney“ jeweils mit der Auszeichnung als „Best Bank in CEE“ gewürdigt worden.

Die BA-CA, die innerhalb der HVB Group für die CEE-Märkte verantwortlich ist, fährt in der Region einen konsequenten Expansionskurs. Die Gruppe hat ihre Bilanzsumme in Mittel- und Osteuropa innerhalb von 5 Jahren auf 26 Milliarden Euro fast verzehnfacht. Ziel ist, sie bis 2005 auf 40 Milliarden Euro zu steigern.

Das Geschäftsfeld International Markets, in dem das Treasury und das Kapitalmarktgeschäft der BA-CA zusammengefasst sind, hat sich im turbulenten Umfeld auf den internationalen Kapitalmärkten gut geschlagen und ein Ergebnis vor Steuern von 85 Millionen Euro erzielt. Das Ergebnis lag um 31,1 Prozent unter dem sehr guten Wert des Vorjahres (123 Millionen Euro). Das Geschäftsfeld konnte eine exzellente Eigenkapitalrentabilität von 42,8 Prozent ausweisen (2001: 71,8 Prozent).

Das Geschäftsfeld Asset Management erzielte ein Ergebnis vor Steuern von 22 Millionen Euro und lag damit um 14,9 Prozent unter dem Vorjahr (2001: 26 Millionen Euro). Die Eigenkapitalrentabilität betrug 26,8 Prozent (2001: 32,6 Prozent). Die BA-CA Gruppe zählt mit Assets under Management von 26 Milliarden Euro zu den führenden Anbietern in Österreich.

Das Segment Sonstige/Überleitung weist ein negatives Ergebnis von 121 Millionen Euro aus, nach einem Plus von 71 Millionen Euro im Vorjahr. Die deutliche Differenz erklärt sich daraus, dass im Vorjahr beträchtliche Erlöse aus Beteiligungsverkäufen in diesem Segment verbucht worden sind. Im laufenden Geschäftsjahr schlagen zudem höhere Refinanzierungskosten für nicht konsolidierte Beteiligungen und geringere Dividendenerträge aus dem Beteiligungsbereich zu Buche.

Die Darstellung in der Geschäftsfeldrechnung der HVB Group

Der Gewinn vor Steuern von 304 Millionen Euro, den die BA-CA in den ersten neun Monaten 2002 erzielt hat, fließt folgendermaßen in die Geschäftsfeldrechnung der HVB Group ein:
Die 304 Millionen Euro werden zunächst durch Firmenwertabschreibungen und Refinanzierungskosten sowie andere Konsolidierungseffekte reduziert. Es verbleiben 148 Millionen Euro. Dieser Betrag wird dann den Geschäftsfeldern der HVB Group zugeteilt - dem Geschäftsfeld Österreich und CEE 73 Millionen Euro, Corporates & Markets 39 Millionen Euro, Wealth Management 13 Millionen Euro, Sonstige 23 Millionen Euro.

Die Bilanzdaten der BA-CA

Die Bilanzsumme der BA-CA belief sich zum 30. September 2002 auf 152 Milliarden Euro (31. Dezember 2001: 159,6 Milliarden Euro). Auf der Aktivseite wurden die Forderungen an Kreditinstitute gegenüber dem Jahresende 2001 um 19,4 Prozent auf 34,3 Milliarden Euro zurückgenommen (2001: 42,6 Milliarden Euro). Die Forderungen an Kunden gingen angesichts der konjunkturbedingten Abschwächung der Kreditnachfrage um 2,4 Prozent auf 76,7 Milliarden Euro zurück (2001: 78,6 Milliarden Euro). Die Finanzanlagen erhöhten sich um 2,2 Prozent auf 18,2 Milliarden Euro (2001: 17,8 Milliarden Euro).

Auf der Passivseite verteilte sich der Rückgang auf die einzelnen Positionen: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken um 3,5 Prozent auf 46,7 Milliarden Euro (2001: 48,4 Milliarden Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gingen um 8,6 Prozent auf 54,8 Milliarden Euro zurück (2001: 60 Milliarden Euro). Die Verbrieften Verbindlichkeiten sanken um 7,5 Prozent auf 21,5 Milliarden Euro (2001: 23,2 Milliarden Euro).


Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Group Public Relations
Martin Hehemann, Tel. +43 (0)5 05 05 DW 57007; E-Mail: martin.hehemann@ba-ca.com