22.2.2002

Wiener Börse – ein Ende der Euphorie zeichnet sich ab

ATX setzte starke Entwicklung auch zu Beginn 2002 fort
Hohe Niveaus bieten Ausstiegsszenario

Die außergewöhnliche Entwicklung der Wiener Börse im Vergleich zu den internationalen Aktienmärkten des Jahres 2001 fand heuer eine Fortsetzung. In den ersten Wochen des laufenden Jahres konnten insbesondere zyklische Aktien stark zulegen, und es gab bis dato nur drei Titel mit Kursverlusten. Für die Analysten der Bank Austria Creditanstalt-Gruppe ist diese Situation nun Anlass, vor zu viel Euphorie zu warnen.

"Das Kursfeuerwerk am Gesamtmarkt wird im weiteren Jahresverlauf nicht anhalten", erklärte Lukas Stipkovich, Leiter der Aktienanalyse der Bank Austria Creditanstalt-Gruppe bei einem Pressegespräch am Freitag in Wien. Das für das Jahresende prognostizierte ATX-Ziel von 1.270 Punkten sei bereits fast erreicht und der Spielraum nach oben nun beschränkt.

Focus auf Einzeltitel

Angesichts des erwarteten Endes des breiten Aufschwunges ist damit zu rechnen, dass die Investoren künftig wieder selektiver vorgehen werden. Die Top-Empfehlungen der Bank Austria Creditanstalt-Analysten sind unverändert Telekom Austria und VA TECH, wo Bewertung und Strategie überzeugen. Auf Kauf stehen weiters Voestalpine als qualitativ höchstwertiger Zykliker sowie Pankl und S&T, die im Technologiesektor positiv hervorstechen.

"Derzeit gibt es keinen Anlass, von unseren ATX Prognosen abzuweichen", so Stipkovich.

Rückfragen: Lukas Stipkovich, Leiter Aktienanalyse 71191-82330
Alfred Reisenberger, Leiter Aktienanalyse Österreich 71191-82367