5.12.2002

Urlaubseuro im Winter: Etwas weniger Wert als vor einem Jahr

Preissteigerungen im Ausland machen Aufwertung des Euro wett.
Urlaubseuro rund 1/3 mehr Wert als zuhause.
Österreich bleibt aber günstige Wintersportregion.

Die Österreicher verbringen mittlerweile immerhin ein Fünftel ihres Jahresurlaubs im Winterhalbjahr. Und davon die Hälfte im Ausland. Die Ökonomen der BA-CA haben daher aktuell die Kaufkraft des Euro in den wichtigsten Urlaubsländern verglichen. „Weiterhin erhält man in den wichtigsten Urlaubsländern rund 1/3 mehr für den Euro als zuhause“ so Stefan Bruckbauer von der BA-CA. Verglichen mit dem Winter des Vorjahres hat sich daran trotz gestiegenem Eurokurs wenig verändert. Im Durchschnitt der beliebtesten Urlaubsländer sind die Preise schneller gestiegen als der Euro aufgewertet hat, begründen die BA-CA Ökonomen die fast unveränderte Kaufkraft des Euro in den Urlaubsländern.

Nach den Berechnungen der BA-CA erhält der österreichische Urlauber weiterhin in der Türkei am meisten für seinen Euro. Im Durchschnitt ist es fast doppelt soviel wie zuhause. Allerdings bekommt man in der Türkei, verglichen mit dem Vorjahr, aufgrund der hohen Preissteigerungen, um 6 Prozent weniger. Auch im zweitgünstigsten Urlaubsland des Österreichers, in Ungarn, erhält man derzeit weniger als vor einem Jahr. Hier kommt zur höheren Inflation auch noch eine dreiprozentige Aufwertung. Von den beliebtesten Urlaubsländern weisen auch Spanien und Italien höhere Preissteigerungen als Österreich auf, haben aber weiterhin ein niedrigeres Preisniveau.
„Spürbar mehr als vor einem Jahr bekommt man für seinen Euro heuer in den USA und Japan. Hier macht sich die 10 prozentige Aufwertung des Euro bemerkbar“ so Stefan Bruckbauer weiter „und in Japan kommen dazu auch noch sinkende Preise“. Trotzdem bekommt man in den USA und noch mehr in Japan auch heuer weniger für seinen Euro als in Österreich. In Japan sogar um 1/3 weniger.

Möchte man Wintersport betreiben so gibt es nach Meinung der BA-CA Ökonomen nur wenig Alternativen zu einem Österreichurlaub. „Fast alle klassischen Wintersportregionen weisen ein höheres durchschnittliches Preisniveau auf als Österreich,“ so Stefan Bruckbauer. Nur in Italien bekommt man für 100 Euro mehr als in Österreich, nämlich Waren und Dienstleistungen, die in Österreich 116 Euro kosten würden. In den anderen klassischen Wintersportregionen liegt das Preisniveau teilweise spürbar höher als in Österreich. So erhält man in Frankreich um 100 Euro Waren, die in Österreich nur 98 gekostet hätten, in den USA bekommt man nur Waren im Wert von 94 Euro und in der Schweiz bekommt man 1/3 weniger für sein Geld als in Österreich.

Abschließend weisen die Ökonomen darauf hin, dass all diese Berechnungen natürlich Durchschnittszahlen sind, einzelne Regionen oder Waren können davon abweichen. Außerdem weist die BA-CA darauf hin, dass ein wesentlicher Grund dafür, dass das Preisniveau in einigen Urlaubsländern soviel günstiger als in Österreich ist, vor allem auf das hohe Einkommensniveau zurückzuführen ist. Wäre also Österreichs Preisniveau niedriger, wäre auch das Einkommensniveau niedriger.

 100 Euro sind im Urlaub so viel wert.

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt   Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. 05 05 05 DW 41951
E-Mail: stefan.bruckbauer@ba-ca.com