12.09.2002

Bank Austria Creditanstalt eröffnet Tochterbank in Bosnien-Herzegowina

Letzte Lücke im Osteuropanetz der Gruppe geschlossen.
Rascher Filialausbau in den größten Städten Bosnien-Herzegowinas geplant.
Eröffnung der 1.000 Filiale in greifbare Nähe gerückt.

Die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), die in der HVB Group für die Märkte in Mittel- und Osteuropa verantwortlich ist, hat heute ihre Tochterbank in Bosnien-Herzegowina offiziell eröffnet. Sie wird unter dem Markennamen „HVB Bank“ auftreten und von Beginn an Firmen- und Privatkunden betreuen. Die HVB Bank ist bereits die zehnte greenfield-operation der Gruppe in Mittel- und Osteuropa (CEE). Insgesamt ist sie in 15 Ländern aktiv und betreibt damit das größte internationale Bankennetzwerk der Region. „Mit der Eröffnung der HVB Bank haben wir die letzte Lücke in Mittel- und Osteuropa geschlossen“, sagt Willibald Cernko, CEE-Bereichsvorstand der Bank Austria Creditanstalt Gruppe.

Insbesondere in Südosteuropa blickt die BA-CA auf einen intensiven Expansionskurs zurück: Innerhalb nur eines Jahres konnte die Bank in der Region Südosteuropa ihre Bilanzsumme auf 3,4 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Die Kundenanzahl stieg in dem Zeitraum von 69.000 auf rund 540.000. Verantwortlich für diese rasche Expansion waren vor allem die Akquisitionen in Bulgarien und Kroatien. Die Splitska Banka, die drittgrößte kroatische Bank, wurde im Frühjahr 2002 erworben, die Verträge für den Kauf der viertgrößten bulgarischen Bank, der Biochim,  wurden erst im Juli unterzeichnet. Zudem kommt die Eröffnung einer neuen Tochterbank in Serbien und Montenegro im Dezember letzten Jahres. „Südosteuropa ist der Wachstumsmarkt im Wachstumsmarkt“, sagt Cernko. „Wir nutzen die Chance, um uns rasch eine Top-Position in der Region zu sichern.“

Das CEE-Netzwerk umfasst heute insgesamt 970 Niederlassungen, 22.250 Mitarbeiter und 3,5 Millionen Kunden. Bis 2005 soll die Bilanzsumme von derzeit rund 26 Milliarden Euro auf 40 Milliarden Euro erhöht und das Netzwerk auf 1.000 Filialen erweitert werden.

Rascher Filialausbau in den größten Städten Bosnien-Herzegowinas geplant
Die HVB Bank startet mit einem Eigenkapital von 15 Millionen Konvertiblna Marka (7,8 Millionen Euro) in den Markt, das bis Jahresende auf 30 Millionen aufgestockt werden soll.  „Wir wollen unsere Geschäftsfelder rasch ausbauen und Filialen in den wichtigsten Städte Bosnien-Herzegowinas eröffnen“, sagt Franz Friedl, Vorstandsvorsitzender der HVB Bank. Für 2003 sind bereits Filialeröffnungen in Banja Luka und Mostar geplant. 

Die HVB Bank ist eine hundertprozentige Tochter der Bank Austria Creditanstalt und beschäftigt zur Zeit 40 Mitarbeiter. Im Firmenkundengeschäft richtet die Bank ihr Finanzdienstleistungs-angebot vor allem an multinationale und lokale exportorientierte Unternehmen. Die Schwerpunkte liegen in der Export- und Investitionsfinanzierung, im Bereich des Zahlungsverkehrs und dem Dokumentengeschäft. Den Kunden der HVB Bank wird das gesamte Know-How der Bank Austria Creditanstalt zur Verfügung stehen. Das gilt vor allem für das Projektfinanzierungsgeschäft, wo die Bank zum Beispiel einer der größten Partner der EBRD (European Bank for Reconstruction and Development) ist.

Großes Wachstumspotential sieht Friedl bei den kleinen lokalen Unternehmen. Die wirtschaftliche Stabilisierung Bosnien-Herzegowinas lockt aber auch internationale Investoren an, die die Gruppe rechtzeitig servicieren möchte. Österreich und Deutschland sind bereits heute die größten Handelspartner und Investoren in Bosnien-Herzegowina. Allein aus Österreich kommen Direktinvestitionen in Höhe von 100 Millionen Euro. „Dieser Anteil wird sich sicherlich noch stark erhöhen“, so Friedl. Im Vorjahr betrugen die ausländischen Direktinvestitionen (FDI) insgesamt 520 Millionen Euro. Die Volkswirte der BA-CA Gruppe rechnen in den nächsten Jahren mit einer Steigerung der FDI um 200 Millionen Euro pro Jahr.

Im Privatkundengeschäft kann die neue Bank, die zur fünftgrößten europäischen Bankengruppe gehört, insbesondere mit den Argumenten Sicherheit und Vertrauen punkten. Friedl: „Das wird sich vor allem auf das Einlagengeschäft positiv auswirken“.

Die Bank Austria Creditanstalt ist ein Mitglied der HVB Group. Die HVB Group gehört mit einer Bilanzsumme von über 725 Milliarden Euro zu den Top 5-Banken Europas. In der HVB Group
arbeiten rund 69.000 Mitarbeiter, die in mehr als 2.400 Niederlassungen 8,5 Millionen Kunden betreuen. Die Bank Austria Creditanstalt ist mit einer Bilanzsumme von 160 Milliarden Euro die mit Abstand größte Bankengruppe Österreichs und führende internationale Bank in Mittel- und Osteuropa.

Rückfragen:  Ildiko Füredi, Bank Austria Creditanstalt Group Public Relations
Tel. +43 (0) 50505 56102
E-Mail: ildiko.fueredi@ba-ca.com