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16.1.2001

Bank Austria Analyse: Balkanländer geben erstes Signal der wirtschaftlichen Erholung

Wirtschaftswachstum 2001 auf 4 Prozent geschätzt
Weitere Reformen dringend notwendig
Bank Austria plant weitere Expansion in den Balkanländern
CA IB sieht großes Potential für Investoren

Die Balkanländer zeigen erste Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung. Grund zu einem anhaltenden Optimismus geben die positiven politischen Veränderungen in diesen Ländern. Basis dafür ist der Trend zur Verfestigung der Demokratie und der Verbesserung der sicherheitspolitischen Lage. Triebfeder sind das erhöhte Interesse an internationalen Wirtschaftbeziehungen und Auslandsinvestitionen. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie der Bank Austria und dem Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW).

Ein Schlüsseljahr dieser Entwicklung war das Jahr 2000. Eingeläutet von turbulenten politischen Veränderungen durch die Wahlen in Kroatien, fand es seinen Abschluss mit dem politischen Umsturz in Serbien. Seit dem Ende der Kosovo-Krise beginnt sich die Wirtschaft der Region in Südosteuropa wieder zu erholen. Nach einem Wirtschaftsrückgang im Jahr 1999 von durchschnittlich 4 % schätzen die Autoren der Studie für das Jahr 2000 ein Wachstum von 3,5 %. Dieses Jahr soll das BIP gar auf 4 % steigen. "Diese Daten lassen erste konkrete Hoffnung aufkeimen, dass der Aufholprozess der Balkanländer gegenüber den Reformländern in Zentraleuropa nun einsetzen wird", fasst Marianne Kager, Chefökonomin der Bank Austria, zusammen.

Wirtschaftsinteressen und Auslandsinvestitionen als Triebfeder

"Eine der Triebfedern der positiven politischen Entwicklung ist das Wissen um die Bedeutung einer stärkeren Wirtschaftsverflechtung", meint Prof. Vladimir Gligorov, Balkanexperte des WIIW. Als positives Beispiel nennt er das Freihandelsabkommen zwischen Bosnien und Kroatien, das seit Jahresanfang in Kraft ist. Ein ähnliches Abkommen mit Jugoslawien ist absehbar. "Es bestehen allerdings noch hohe makroökonomisches Ungleichgewichte in der gesamten Region", so Gligorov.

"Weitere Reformen sind dringend notwendig, um die aufkommende (emerging) Entwicklung in eine nachhaltige (sustainable) Entwicklung umzuwandeln." Handlungsbedarf sieht er in den Bereichen der Finanzwirtschaft, des Arbeitsmarktes und der Wohlfahrt. "Die Politik hat noch viel zu tun auf dem Balkan", sagt Gligorov. Trotz positivem Trend dürfen Probleme wie die ungeklärte Situation im Kosovo, des Schwarzhandels oder der regionale Zerfall nicht vergessen werden.

Unterstützung der EU entscheidend

"Entscheidend für die weitere Entwicklung dieser Region ist die Unterstützung durch die Europäische Union, sowohl in sicherheitspolitischer als auch wirtschaftlicher Hinsicht", meint Bank Austria-Chefökonomin Kager. Die EU wendet gegenüber den Ländern der Region allerdings zur Zeit zwei verschiedene Integrationskonzepte an. Während mit Bulgarien und Rumänien seit einigen Jahren Europaabkommen bestehen und seit dem Frühjahr 1999 Beitrittsverhandlungen geführt werden, vollzieht sich die Annäherung an die übrigen Staaten im Rahmen eines neu gestalteten Integrationsprozesses. Ziel des Prozesses ist es, sogenannte Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen zu schließen. Damit wird diesen Ländern zwar erstmals die vage Perspektive eines EU-Beitritts geboten. Allerdings wird ein deutlicher qualitativer Unterschied zu den sonstigen Beitrittswerbern aus Zentral- und Osteuropa gemacht. "Es stellt sich die Frage, ob diese Unterscheidung im Sinne einer europäischen Einheit ein zielführender Weg ist", so die Volkswirtin.Eine Schlüsselrolle sehen die Autoren der Studie bei den Auslandsinvestitionen und der Unterstützung von Klein- und Mittelunternehmen, die in ihrer Entwicklung der letzten Jahren durch mangelnde Rechtslage und der Nichtverfügbarkeit von finanziellen Mitteln behindert wurden.

Bank Austria plant Expansion in den Balkanländern

"Wir planen eine Reihe von Aktivitäten, um unsere Geschäftsaktivitäten in den Balkanländern kräftig auszubauen", so Erich Hampel, verantwortliches Vorstandsmitglied in der Bank Austria für den CEE-Raum. Vor dem Hintergrund des enormen Potentials in den Ländern Südosteuropas wird die Bank noch im ersten Halbjahr 2001 mit der Eröffnung einer Repräsentanz in Belgrad den ersten Schritt nach Jugoslawien setzen. In Rumänien plant sie ihr Geschäftsnetz um vier Filialen zu vergrößern. In Bulgarien wiederum, wo die Bank Austria über die HypoVereinsbank vertreten ist, sind zwei weitere Filialen geplant.

CA IB sieht hohes Potenzial für Investoren

"Die Region bietet ein hohes Potenzial für strategische und Portfolio-Investoren", meint Willi Hemetsberger, CEO der CA IB, der Investmentbank der Bank Austria Gruppe. Insbesondere in den Branchen Telekommunikation, Energie, Finanzwesen sowie in der Lebensmittelindustrie gebe es interessante Möglichkeiten. Für die CA IB, die in dieser Region bereits an Top-Transaktionen teilgenommen hat, darunter die Privatisierung der mazedonischen Telekom, der kroatischen Telekom, der Bulbank oder der Neftochim, ortet Hemetsberger weiterhin ein breites Betätigungsfeldin der Unterstützung der Restrukturierungsbemühungen der Regierungen sowie der Beratung von Investoren.

Die Bank Austria Gruppe, die seit zehn Jahren eine gezielte Expansionsstrategie in den Ländern Mittel- und Osteuropas verfolgt, ist gemeinsam mit der HypoVereinsbank mit einer Bilanzsumme von rund 12 Mrd EUR der größte internationale Finanzdienstleister der Region. Rund 20.000 Mitarbeiter betreuen 2,5 Millionen Kunden in 700 Filialen. Dazu kommen die Niederlassungen der CA IB Investmentbank und der BA/CA-Leasing, die ebenfalls in fast allen Ländern Mittel- und Osteuropas aktiv sind.

Rückfragen: Bank Austria International Public Relations

Peter N. Thier, Tel. 71191 DW 57126;

E-Mail: peter.thier@bankaustria.com