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14.8.2001

Branchenbericht der Bank Austria Konzernvolkswirtschaft: Baukonjunktur bröckelt

Branchenumsatz steigt 2000 um 3 Prozent auf 248 Milliarden Schilling
Wirtschaftsbau überdurchschnittlich lebhaft, Wohnbau rückläufig
Abschwächung 2001/02 auf 1 bis 2 Prozent

Die österreichische Bauproduktion ist 2000 um 3 Prozent auf 248 Milliarden Schilling gestiegen. Noch im ersten Quartal dieses Jahres erzielte sie ein Plus von durchschnittlich 9,2 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Branchenbericht der Bank Austria Konzern-volkswirtschaft hervor. Das atypische starke Wachstum im ersten Quartal beruht vor allem auf dem hervorragenden Bauwetter im Jänner und hat sich in den Folgemonaten deutlich abgeschwächt. Insgesamt wird der Branchenumsatz 2001 aufgrund des rückläufigen Wohnbaus und schwächerer Zuwächse im Wirtschaftsbau nur mehr um geringe 1 bis 2 Prozent steigen. Begleitet wird die schwache Baunachfrage von einer steigenden Arbeitslosenrate, die sich in den letzten Monaten auf mehr als fünf Prozent erhöht hat.

Geburtenstarke Jahrgänge und der Trend zum Single-Haushalt haben nach 1990 einen erheblichen Nachfrageüberhang am österreichischen Wohnungsmarkt geschaffen. Es brauchte mehrere Jahre mit Wohnbaurekorden und massiven Förderungen, um den Markt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Noch 2000 wurden 55.400 Einheiten fertiggestellt, um fast 20.000 mehr als 1990 bzw. um 6.000 Wohnungen mehr als in den 70er-Jahren, dem vorletzten Wohnbauboom. In den nächsten Jahren werden die Wohnungsfertigstellungen auf jährlich rund 45.000 Einheiten sinken. Gleichzeitig wird sich der Neubauumsatz des Bauhauptgewerbes bis 2003 um insgesamt 5 bis 10 Prozent auf rund 30 Milliarden Schilling verringern.

Im Vergleich zum mehrgeschossigen Wohnbau fällt der Rückgang im Ein- und Zweifamilien-hausbau geringer aus. Langfristig werden in Österreich rund 18.000 Einfamilienhäuser im Jahr errichtet, ein Viertel davon sind Fertighäuser. Auch in diesem Segment sind die Zeiten zweistelliger Wachstumsraten vorbei. Im Vorjahr ist die Zahl der verkauften Fertighäuser um knapp 2 Prozent auf rund 4.600 gesunken, weitere 1.000 Häuser wurden exportiert. Ebenfalls deutlich schwächer ist die Nachfrage nach Modernisierungs- und Sanierungs-arbeiten, wie die Auftragseingänge der Bauneben- und Bauhilfsgewerbebranchen zeigen.

Im Tiefbau entfallen fast zwei Drittel der Produktionsleistung oder 30 von 49 Milliarden Schilling auf Aufträge von Bund, Ländern und Gemeinden. Entsprechend stark leidet diese Sparte unter Budgeteinsparungen. Aufgrund des Minus im Straßenbau ist der Tiefbauumsatz 2000 nur um schwache 1,3 Prozent gestiegen. Für die Jahre 2001/02 wird ein nominelles Wachstum von 2 bis 3 Prozent erwartet.

Überdurchschnittlich kräftig bleiben die Zuwächse im Büro- und Wirtschaftsbau, das Tempo wird 2001 allerdings schwächer. Die Bautätigkeit in diesem Segment war besonders in Wien sehr hoch. Bis 2000 ist die Leerstandsrate am Wiener Büromarkt von 10 Prozent 1994 auf unter 2 Prozent der insgesamt 8,6 Millionen Quadratmeter Bürofläche gesunken. Allein im ersten Quartal 2001 wurden Neuanfragen für 110.000 Quadratmeter Bürofläche registiert, das sind bereits 44 Prozent der gesamten Neuanfragen aus 2000. Erst ab 2003 muss auch in diesem Segment mit einem spürbaren Rückgang gerechnet werden.

Rückfragen: Bank Austria Group Public Relations

Tiemon Kiesenhofer, Tel. 711 91 DW 528 19;

E-Mail: tiemon.kiesenhofer@bankaustria.com