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29.8.2001

Branchenbericht der Bank Austria Konzernvolkswirtschaft: Bauzulieferer 2000 mit Umsatzgewinnen

Fehlende Impulse der Bauwirtschaft lassen 2001 Trendumkehr erwarten
Ausnahme: Glaswarenerzeugung weiterhin optimistisch


Die österreichischen Bauzulieferer haben im Geschäftsjahr 2000 Umsatzsteigerungen erzielen können. So konnte die Branche "Steine- und Erdengewinnung" ihren Umsatz um 3,2 Prozent auf 10,3 Milliarden Schilling steigern. Besonders gut entwickelte sich das Geschäft für Steinbrüche und Schottergruben. Die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr sind allerdings weniger positiv. Die hohe Abhängigkeit von der Bauwirtschaft, die in den kommenden Jahren nur geringfügig zulegen wird, läßt für die Steine- und Erdengewinnung langfristig nur ein Branchenwachstum unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt erwarten. Dies besagt der aktuelle Branchenbericht der Bank Austria Konzernvolkswirtschaft.

Die zweite wesentliche Branche der Bauzulieferer, die Stein-, Keramik- und Glaswarenerzeugung, erzielte im Vorjahr ein Umsatzplus von 6,5 Prozent auf 64,2 Milliarden Schilling. Die treibende Kraft hinter diesem beachtlichen Umsatzwachstum war die Glasindustrie. Die Stein- und Keramikindustrie ohne Glas meldete nur ein Plus von 2 Prozent, das in den ersten Monaten dieses Jahres in ein Minus überging. Die Hersteller von Ziegel, Baufertigteilen, Fliesen und Sanitärkeramik bekommen vor allem den anhaltenden Rückgang im Wohnungsneubau negativ zu spüren. Vor diesem Hintergrund kann 2001/02 bestenfalls mit einem nominellen Umsatzwachstum von 1 bis 2 Prozent gerechnet werden. Mittelfristig sollte aber vor allem die Verlagerung von Wohnbaufördermitteln vom Neubau in Richtung Sanierung wieder für zusätzliche Nachfrage sorgen.

Eine der größten Sparten innerhalb der Stein- und Keramikindustrie ist die Zement- und Betonindustrie. Sie leidet unter dem rückläufigen Zementverbrauch; dieser ist in den letzten drei Jahren um insgesamt 10 Prozent auf 4,8 Millionen Tonnen gesunken. Allein 2000 belief sich der Rückgang trotz guter Baukonjunktur auf minus 3 Prozent. Dass die Umsätze dieser Sparte dennoch um 5 Prozent bzw. um 2 Prozent bei den Betonfertigteilherstellern gestiegen sind, verdanken die Firmen dem weiteren Rückgang von Billigzementimporten.

Österreichs Stein-, Keramik- und Glasindustrie zeichnet sich im EU-Vergleich insgesamt durch eine hohe Arbeitsproduktivität aus, ein Indikator für das überdurchschnittlich hohe Qualitätsniveau der Produktpalette. Damit sichert sich die Branche die Wettbewerbsfähigkeit nicht nur gegenüber Billiganbietern aus Zentral- und Osteuropa sondern auch gegenüber der EU-Konkurrenz. Die Substitution von Beton und Ziegel durch alternative Baustoffe wie Holz wird der Sparte jedoch noch einige Marktanteile kosten. Überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten wird es nur in wenigen High Tech-Bereichen der Branche wie Keramik geben.

Die Glasindustrie steigerte ihren Gesamtumsatz im Vorjahr um 17 Prozent auf 13,2 Milliarden Schilling. Rund ein Drittel davon entfällt auf die Flachglaserzeugung. Der Absatz von Flachglas sollte auch in den nächsten Jahren aufgrund relativ positiver Wachstumsaussichten im Wirtschafts- und Bürobau sowie in der Autoindustrie stabil bleiben. Österreichs Hersteller von Verpackungsglas profitierten von der hohen Recyclingfähigkeit ihrer Produkte und erzielten 2000 ein Produktionsplus von 5 Prozent. Knapp die Hälfte des Branchenumsatzes der Glasindustrie werden schließlich mit Glasschmuck und Haushaltsglas realisiert. Nach einem hervorragenden Geschäftsjahr 2000 mit einem Exportwachstum von 24 Prozent wird der Absatz dieser Sparte 2001/02 wegen vorsichtigerer Konsumausgaben in Westeuropa eher zurückgehen.

Rückfragen: Bank Austria Group Public Relations

Tiemon Kiesenhofer, Tel. 711 91 DW 528 19;

E-Mail: tiemon.kiesenhofer@bankaustria.com