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11.5.2001

Bank Austria Konjunkturindikator für Österreich: Inflation gefährdet Wachstum

Pessimismus der Industrie verstärkt sich
Österreichs Konsumenten "noch" optimistisch
Wachstum 2001 "nur" rund 2 %, Inflation über 2 %
Europa spürt globale Abschwächung

Der monatliche Konjunkturindikator der Bank Austria zeigt für April erkennbar nach unten. Die Abschwächungen kommt sowohl von der Industrie als auch von den Konsumenten. Die seit Jahreswechsel erkennbare Abschwächung des Vertrauens der Industrie in die Zukunft hat sich im April nochmals verstärkt. Dies gilt sowohl für Euroland insgesamt als auch für Österreich. "Trotz erster Anzeichen einer US-Erholung trifft die globale Abschwächung Euroland erst jetzt", so die Meinung von Stefan Bruckbauer von der Bank Austria. Besonders in unserem wichtigsten Abnehmerland – Deutschland – verdüstert sich das aktuelle Konjunkturbild zusehends, nach dem starken Rückgang des ifo-Index und der Auftragseingänge zeigt nun auch die Industrieproduktion erste Schwäche. Diese Abschwächung macht sich nun verstärkt auch bei der österreichischen Industrie bemerkbar. "Trotz anhaltend guter Daten für Österreichs Industrie ist eine Abkühlung sehr wahrscheinlich", so die Volkswirte der Bank Austria weiter. Einer Halbierung des globalen Wachstums der Weltwirtschaft kann sich ein Industrieland wie Österreich nur schwer entziehen.

Optimismus der Konsumenten auf hartem Prüfstand

Der trotz Sparmassnahmen und schwächerem Wachstum anhaltende Optimismus der österreichischen Konsumenten wird durch die hohe Inflation gedämpft werden. Bereits im April zeigten sich die österreichischen Konsumenten etwas weniger optimistisch. "Die im April und Mai wahrscheinlich nochmals steigende Inflation in Österreich wird den privaten Konsum dämpfen", so die Erwartung der Bank Austria. Auch wenn die Inflationsrate ab Juni spürbar zurückgehen wird, für heuer wird im Jahresdurchschnitt 2,2 % herauskommen. Diese Enttäuschung bei der Inflation ist in fast allen wichtigen Euroländern festzustellen und trägt damit auch zur Abschwächung in der gesamten Eurozone bei. Euroland wird nach Meinung der Bank Austria heuer nur knapp über 2 % wachsen. Auch verhindert die hohe Inflation eine rasche weitere Zinssenkung durch die EZB. Allerdings weisen die Bank Austria Ökonomen darauf hin, dass es derzeit keine Anzeichen einer Rezession gibt.

Österreich 2001: Wachstum "nur" 2 %

Aufgrund des schwächeren Wachstums im Euroland und der hohen Inflation wird die österreichische Wirtschaft heuer kaum über 2 % wachsen können. Nach einem noch sehr guten ersten Quartal wird es im zweiten und dritten Quartal eine Abschwächung geben.

Gefahr und Optimismus für 2002

Die globalen Risken einer nochmaligen Abschwächung 2002 sind weiterhin groß. Vor allem die Entwicklung in den USA ist weiterhin mit einer großen Unsicherheit verbunden. Wir erwarten zwar ein Wachstum von knapp 2 %, es könnte aber auch deutlich niedriger ausfallen. Allerdings bietet der nun um ein halbes Jahr verschobene Rückgang der Inflationsrate sowohl im Euroland als auch in Österreich und die zu Jahresende sich wieder beschleunigende Weltkonjunktur gemeinsam mit einem schwachen Euro etwas mehr Optimismus für 2002 als noch vor kurzem zu erwarten war. "Trotz schwachem Jahr 2001 sind die weiteren Aussichten für Österreichs Wirtschaft positiv zu beurteilen", so Stefan Bruckbauer von der Bank Austria, "Wir erwarten eine Beschleunigung des Wachstums im Jahr 2002 auf 2½ % und eine Inflation unter 2 %". Eine so starke Konjunktur wie 2000 ist jedoch nicht in Sicht, eine Rezession jedoch ebenfalls nicht.

Rückfragen: Bank Austria Group Public Relations

Margit Schmid-Weihs, Tel. 711 91 DW 52371

E-Mail: margit.schmid-weihs@bankaustria.com