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10.9.2001

Neue CEE-Bankenstudie der Bank Austria Marktanteil internationaler Banken liegt erstmals über 50 Prozent

BA/CA-Gruppe größte Netzwerkbank in CEE
CEE-Bankenmarkt wächst dynamisch mit 13 Prozent jährlich
Privatisierungswelle in Südosteuropa hat eingesetzt

Die Bankenkonsolidierung in den Reformländern Mittel- und Osteuropas schreitet weiterhin dynamisch voran. Die Entwicklung hat im Jahr 2000 einen Höhepunkt erreicht: Der Marktanteil internationaler Bankengruppen lag erstmals über 50 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Bank Austria, die in der HVB Group die Verantwortung die Märkte in Mittel- und Osteuropa trägt.

Betrug der Bilanzsummenanteil der internationalen Banken 1999 noch rund 43 Prozent, waren es zum Jahresende 2000 bereits 53 Prozent (1998: 32 Prozent, 1997: 20 Prozent). Während die Gesamtbilanzsumme von 244 auf 290 Mrd Euro (+20 Prozent) wuchsen, stieg das Bilanzvolumen der Auslandsbanken von 104 auf 155 Mrd Euro (+48 Prozent). "Die Top-Player haben sich nunmehr positioniert, und der Markt ist weitgehend aufgeteilt. Die Unterscheidung zwischen Inlands- und Auslandsbank macht spätestens jetzt keinen Sinn mehr", analysiert Erich Hampel, der für das CEE-Geschäft zuständige Vorstand der Bank Austria.

"Early birds" und Latecomers

Es sind im wesentlichen zwei Gruppen, die sich derzeit im Wettbewerb um wertvolle Marktanteile des Zukunftsmarktes Mittel- und Osteuropa (CEE) befinden: Die Marktpioniere und die Nachzügler, die sich seit etwa drei Jahren teuer einkaufen. "Im Zuge dieser Entwicklung macht sich das frühe strategische Engagement der Pioniere besonders bezahlt", unterstreicht Hampel die gute Ausgangsposition der Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe. Einen weiteren wesentlichen Unterschied macht die Präsenz aus. Während die Latecomers durch Akquisitionen nur in vereinzelten Märkten präsent sind, haben sich die Early Birds hauptsächlich durch green-field-investments große Bankennetzwerke aufgebaut. Die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe ist beispielsweise in allen wesentlichen Märkten der Region seit den frühen 90er-Jahren mit eigenen Bankentöchtern aktiv.

Die Top 5 Netzwerkbanken der Region

Durch das Zusammengehen der Bank Austria mit der HypoVereinsbank ist die drittgrößte Bankengruppe Europas entstanden. Besonders stark ist die Gruppe auf den Märkten in Mittel- und Osteuropa positioniert. Unter den Netzwerkbanken, das sind die Banken, die ihren Kunden ein flächendeckendes Netz in der gesamten Region zur Verfügung stellen können, ist die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe die klare Nummer 1. Sie erreicht eine aliquotierte Bilanzsumme von 15,3 Mrd Euro. Zweitgrößte Bank ist die Société Générale mit einer Bilanzsumme von 11,9 Mrd Euro. Knapp dahinter befindet sich die Citibank (11,7 Mrd Euro), die ING (6,8 Mrd. Euro) und RZB (6,1 Mrd Euro).

Wenn man die flächendeckende Präsenz nicht berücksichtigt, sondern nur die Bilanzsumme, schaut das Ranking folgendermaßen aus: Die KBC liegt mit 18 Mrd Euro an erster Stelle. Platz zwei hält die BA/CA mit 15,3 Mrd Euro. Drittgrößte Bank ist der Unicredito mit 11,94 Mrd Euro, knapp gefolgt von Société Générale (11,92 Mrd Euro) und der Citibank (11,7 Mrd Euro).

Die größten Deals bis Juni 2001

In der Slowakei ist der höchste Auslandsanteil mit 76 Prozent zu verzeichnen. In Bulgarien und der Tschechischen Republik liegt der Auslandsanteil bei 67 Prozent der Bilanzsumme, in Ungarn bei 62 Prozent und in Polen bei 49 Prozent. Die größten Einzeltransaktionen wurden in der Slowakei (Erste/Slovenska Sporitelna, Intesa/VUB), Polen (Deutsche Bank/BWR, Skandinaviska Enschilda/Bank Ochrony, Credit Agricole/Lukas Bank, Citibank/Erhöhung Bank Handlowy, ING/Erhöhung Bank Slaski), Kroatien (Hypo Alpe Adria/Slavonska Banka), Ungarn (GE Capital/Erhöhung Budapest Bank), Slowenien (Societe Generale/SKB) sowie in Rumänien (RZB/Banca Agricola) abgewickelt. Diese Transaktionen sind für rund 63 Prozent des Wachstums der Auslandsbanken verantwortlich.

"Nun wird Südosteuropa interessant", so Hampel. Die Privatisierung der kroatischen Zagrebacka Banka und der slowenischen Nova Kreditna Bank Maribor sind im Gange. Weitere Privatisierungskandidaten sind die slowenische Nova Ljubljanska Banka und die rumänische Banca Comerciala Romana. Auch in Jugoslawien wird der Prozess schon bald starten.

"Einige Spieler verlassen aber bereits das Feld", so Hampel. So hat die ING vergangenes Jahr ihr Retailbusiness an die Citibank verkauft, die ABN-Amro hat zwei Drittel ihrer ungarischen Tochterbank an die KBC veräußert. "Der Wettbewerb wird sich in den nächsten Jahren weiter intensivieren", meint Hampel, "schließlich stehen alle Banken unter einem enormen Ertragsdruck".

Hohes Wachstumspotential in Mittel- und Osteuropa

Die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe sieht weiterhin ein hohes Wachstumspotential für die Region, welches unter anderem auf die geringe Intermediation des Bankensektors zurückzuführen ist. Das Verhältnis der Gesamtbankaktiva zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) belief sich im Jahr 2000 in Mittel- und Osteuropa (CEE) auf rund 70 Prozent. In Österreich erreicht diese Kennzahl dagegen 273 Prozent, in Euroland 260 Prozent.

"Der Bankenmarkt in Osteuropa setzt zu einem neuen Wachstumssprung an", so die Chef-Ökonomin der Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe, Marianne Kager. Sie rechnet damit, dass sich das Bilanzvolumen in CEE von derzeit rund 290 Mrd Euro bis zum Jahr 2005 um 80 Prozent auf über 525 Mrd Euro erhöhen wird. Das entspricht einem dynamischen Wachstum von 13 Prozent jährlich. Insgesamt wird alleine das Neugeschäft in Osteuropa in den nächsten fünf Jahren mehr als doppelt so hoch sein wie in den vergangenen fünf Jahren. Diese Prognose deutet auf hohes Potential hin. Dies gilt vor allem für die Kreditvergabe.

Weiterer Ausbau der Position geplant

Durch die Integration der Einheiten der HypoVereinsbank in das Netzwerk der Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe entsteht das führende Netzwerk in der Region mit einer konsolidierten Bilanzsumme von rund 21 Milliarden Euro und 750 Filialen in 13 Ländern. Dazu kommen die Niederlassungen der CA IB Investmentbank und der BA/CA-Leasing, die ebenfalls in fast allen Ländern Mittel- und Osteuropas aktiv sind.

Die Gruppe hat das klare Ziel, dieses Wachstumspotenzial voll auszuschöpfen. Die Bilanzsumme soll bis zum Jahr 2005 auf 40 Milliarden Euro verdoppelt werden. Den nächsten Expansionsschritt setzt die Gruppe in Jugoslawien. Sie ist seit Mai bereits mit einer Repräsentanz vertreten und steht kurz vor Eröffnung einer eigenen Tochterbank.

Rückfragen: Bank Austria Group Public Relations

Peter N. Thier, Tel. 711 91 DW 57126

E-Mail: peter.thier@bankaustria.com