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11.12.2001

Bank Austria Konjunkturindikator für Österreich: Österreichs Wirtschaft in der Rezession

Trotz erster positiver Signale befindet sich die Wirtschaft in der Rezession
Konsumentenstimmung vorläufig positiv – hilft tieferen Einbruch zu vermeiden
Stimmung der europäischen Industrie erneut verschlechtert
Industrie verstärkt Pessimismus

Der BA-Konjunkturindikator zeigte für den November einen leicht verbesserten Wert gegenüber dem Oktober, allerdings bei sehr unterschiedlicher Entwicklung der Teilindikatoren. So zeigte die österreichische Industrie erstmals Anzeichen einer Stabilisierung und die Konsumenten sind sogar leicht optimistischer geworden. Anders dagegen die Industrie in der Eurozone insgesamt. In allen großen Ländern sank die Stimmung erneut, mit Ausnahme von Italien. Die leichte Stimmungskorrektur in Österreich kann somit noch nicht als Anzeichen einer Erholung gesehen werden, allerdings steigt die Hoffnung auf eine erste Bodenbildung. "Die Bodenbildung in der Industrie ist nun auch langsam notwendig um das optimistische Szenario einer leichten und kurzen Rezession in Österreich weiterhin aufrechterhalten zu können" so Stefan Bruckbauer von der Bank Austria Creditanstalt.

Die verbesserte Stimmung der Konsumenten ist nach Meinung der Ökonomen der Bank Austria Creditanstalt zwar noch mit großer Vorsicht zu begegnen, sie gibt jedoch ebenfalls Anlass zur Hoffnung, dass ein starker Konjunktureinbruch in Österreich verhindert werden kann. Die weitere Verschlechterung am Arbeitsmarkt wird die Stimmung jedoch in nächster Zeit auf eine harte Probe stellen sind die Ökonomen der BA/CA überzeugt.

Österreich hat Konjunkturhöhepunkt überschritten

Trotz erster positiver Signale befindet sich Österreichs Wirtschaft nach Meinung der BA/CA in der Rezession. Die Ökonomen wiesen darauf hin, dass es im Konjunkturzyklus zwei Phasen gibt, Aufschwung und Abschwung. Hat der Aufschwung seinen Höhepunkt überschritten und zeigt die gesamte wirtschaftliche Entwicklung über einen längeren Zeitpunkt nach unten, so befindet sie sich in einer Rezession. Österreichs Wirtschaft dürfte, gemessen an der Industrieproduktion, dem Einzelhandel und der Beschäftigung spätestens im Frühjahr 2001 den Konjunkturhöhepunkt überschritten haben. "Da die Schwäche nun bereits einige Monate anhält, ist Österreich in einer Rezession, die allerdings mild sein könnte" so Marianne Kager von der Bank Austria Creditanstalt. Auch wenn die Bank Austria Creditanstalt davon ausgeht, dass mit rund 1% heuer und 2002 das österreichische BIP im Jahresdurchschnitt nicht schrumpfen wird, erwarten sie doch zwei negative Quartale (im Vergleich zum Vorquartal). Damit wird Österreich auch gemäß dieser technischen Definition sehr wahrscheinlich eine Rezession haben.

Österreich damit in der Rezession

Die Ökonomen der BA/CA weisen jedoch darauf hin, dass jeder Aufschwungsphase eben definitionsgemäß eine Rezession folgt. Für Österreich gab es seit 1950 bisher 6 rezessive Phasen. Dies bedeutete jedoch nicht, dass Österreichs Wirtschaft jedes Mal in der Krise war. "Es gibt derzeit gute Gründe anzunehmen, dass diese Rezession eine der kürzesten und schwächsten in den letzten vierzig Jahren sein wird". Bereits im 2. Quartal 2002 könnte es wieder leicht nach oben gehen. Trotzdem ist nächstes Jahr mit steigender Arbeitslosigkeit und sinkender Beschäftigung zu rechnen.

Allerdings gibt es weiterhin sehr hohe Risiken. Die Erholung in den USA im nächsten Jahr ist weiterhin unsicher, Deutschland könnte mit einer zu restriktiven Haushaltspolitik den Aufschwung gefährden und die Weltwirtschaft bleibt noch immer labil. "Die derzeit erkennbaren positiven Signale zeigen nur, dass die Weltwirtschaft offensichtlich nicht in eine tiefere Krise gerät, sie rechtfertigen aber die derzeit teilweise aufkommende Konjunktureuphorie nicht", so Bruckbauer von der BA/CA abschließend.

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Konzernvolkswirtschaft

Stefan Bruckbauer Tel. 711 91, DW 51054

E-Mail: stefan.bruckbauer@ba-ca.com