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25.7.2001

News aus dem Asset Management der Bank Austria: Gestolpert, aber nicht gestürzt - Siemens legt Quartalszahlen vor

Marktteilnehmer, die sich von den heute früh präsentierten Siemens-Quartalszahlen eine positive Überraschung erwartet haben, wurden enttäuscht: Trotz seiner breiten Diversifikation in mehr oder weniger eingeständige Geschäftsbereiche kann sich auch der Technologiekonzern den schwierigen Marktbedingungen nicht entziehen. So liegt Siemens nicht nur unter den Vergleichszahlen des Vorjahres, sondern lässt auch mit einem unklaren Statement über den weiteren Geschäftsverlauf aufhorchen.

Konkret verzeichnete der Technologieriese zwar einen Gewinn nach Steuern von 1,6 Mrd. EUR, bereinigt man diese wenig aussagefähige Zahl aber um Sondereffekte, ergibt sich ein Verlust in Höhe von annähernd einer Milliarde Mark. Im Ergebnis deutlich niedergeschlagen haben sich dabei vor allem die Verluste der Halbleitertochter Infineon und der Informationstechnologiebranche, die im Zuge der Wachstumsverlangsamung im Handygeschäft unter Druck geraten ist.

Dass allerdings diese enttäuschenden Zahlen weitestgehend vom Markt in dieser Form erwartet wurden, beweisen die Kursbewegungen nach der Bekanntgabe der Unternehmensnachrichten: Der Kurs der Aktie tendierte nach den deutlichen Rückgängen der letzten Wochen leicht positiv.

Kritisch muss man die weitere Entwicklung von Siemens betrachten: So plant man etwa allein in den Geschäftsfeldern Netzwerk- und Mobilfunktechnologie einen Restrukturierungsaufwand in Höhe von 790 Mio. EUR. Gleichzeitig erwartet das Management, dass "die konjunkturellen Rahmenbedingungen auch in den nächsten Monaten schwierig bleiben", womit Erwartungen über eine etwaige Erholung im 4. Quartal (30. September) einen deutlichen Dämpfer erhalten haben.

In diesem Zusammenhang geht Siemens auch für das Gesamtjahr von einem Konzernergebnis nach Steuern aus, das deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahres zu liegen kommen wird. Ähnlich wie andere Technologieunternehmen Tage zuvor, hält man sich mit einer näheren "Guidance" zurück und legt keine erwarteten Zahlen für das in knapp zwei Monaten zu Ende gehende Geschäftsjahr vor.

Positiv hingegen entwickelte sich der Umsatz im dritten Quartal: Er legte um 19% zu, wobei man allerdings vermuten kann, dass es gerade in der für Siemens wichtigen Kommunikationsbranche in den letzten Monaten zu Lagerabverkäufen kam. Ein vorsichtig optimistisches Bild zeichnen auch die Auftragseingänge, die um 13% im Vergleichszeitraum gestiegen sind.

Fazit: Die eher enttäuschenden Nachrichten konnten den Markt nicht (mehr) überraschen. Wir bleiben grundsätzlich bei unserer eher vorsichtigen Einschätzung gegenüber Technologiewerten. Aufgrund der Diversifikation in unterschiedliche Geschäftsfelder messen wir Siemens aber zumindest relativ einen defensiven Charakter bei. Wenngleich unter Timing-Gesichtspunkten schwierig, raten wir Aktionären, die dennoch in Technologie investieren wollen, zu Blue Chips wie Siemens.

Rückfragen: Bank Austria Asset Management

Monika Rosen, Tel. 33 147 DW 5403

E-Mail: monika.rosen@amg.co.at