10.12.2001

CA IB Corporate Finance startet mit vollen Auftragsbüchern

Die CA IB kehrt zu ihrem Kerngeschäft, der strategischen Unternehmensberatung, zurück. Nach der Integration des Aktiengeschäfts der CA IB Investmentbank in die Bank Austria betreibt nunmehr die neu gegründete CA IB Corporate Finance Beratungs GesmbH dieses Geschäftsfeld in Österreich sowie Mittel- und Osteuropa. In diesem Segment wurden während der vergangenen Jahre kontinuierlich gute Ergebnisse eingefahren.

Von der viel zitierten Stagnation am internationalen Mergers & Acquisitions-Markt verspürt die CA IB Corporate Finance wenig. Ausgestattet mit vollen Auftragsbüchern, blickt Klaus Requat, Mitglied der Geschäftsführung, optimistisch in die Zukunft: "In unseren Kernmärkten, Österreich und Mittel- und Osteuropa, besteht unverändert großer Bedarf an spezialisierten Dienstleistungen".

Die CA IB hält an dem erfolgreichen Konzept fest, ausgehend von zwei Unternehmenszentren in Wien und London, in allen wesentlichen ost- und mitteleuropäischen Ländern eigene Niederlassungen zu unterhalten. Sie verfügt über Standorte in 15 Ländern. "Der richtige Mix zwischen internationaler und lokaler Erfahrung ist das beste Argument, das für eine Einbindung der CA IB in M&A Transaktionen und Privatisierungen in unserer Region spricht", erklärte Chris Perrin, der ebenfalls der Geschäftsführung angehört. In den Headquarters sind die Branchenexperten (z.B. Energie, Telekom und Bankwesen) angesiedelt, während sich die Mitarbeiter im Netzwerk um die lokalen Kontakte kümmern. In diesem Ansatz unterscheidet sich die CA IB wesentlich von den internationalen Investmentbanken, die zumeist aus London oder Übersee agieren.

Top-Position in allen Heimmärkten

In Österreich ist die CA IB klarer Marktführer. Sie war praktisch an allen Privatisierungstransaktionen in Österreich federführend beteiligt. Die jüngste Transaktion in Österreich war die Kapitalerhöhung der EVN im Sommer 2001, mit der die Übernahme des niederösterreichischen Wasserversorgers Nösiwag finanziert wurde. Gegenwärtig wird an bedeutenden Mandaten in den Bereichen Energie und Transportwesen gearbeitet, deren Namen aus Gründen der Vertraulichkeit nicht genannt werden können. "Unsere Kunden legen größten Wert darauf, dass sich ein Finanzberater nicht auf ihre Kosten profiliert.

Es gehört zu den Todsünden in unserem Geschäft, Transaktionsdetails zu früh an die Öffentlichkeit zu bringen", so Requat.

Am Standort Wien sind 33 Mitarbeiter beschäftigt. Damit verfügt die CA IB über die größten Kapazitäten aller in Österreich agierenden Corporate Finance-Berater. Insgesamt beschäftigt das Netzwerk rund 180 Mitarbeiter.

Im mittel- und osteuropäischen Raum hält die CA IB in ihren Marktsegmenten Marktanteile bis zu 50 Prozent. Sie ist damit auch in der Region CEE der führende Corporate Finance Berater. Vom erwarteten Gruppenumsatz von rund 30 Mio. EUR entfällt der Großteil auf das strategische Beratungsgeschäft. Mittelfristig sollte auch das Kapitalmarktgeschäft wieder an die historischen Größenordnungen anschließen.

Was kommt nach den Privatisierungsdeals?

Bisher korrelierten die Mergers & Acquisitions Aktivitäten in Mittel- und Osteuropa mit den Mittelzuflüssen aus dem Westen. Nach dem weitgehenden Abschluss der großen Privatisierungen in der Region geht der Trend nun in Richtung privater Transaktionen. Die Mehrzahl der Investoren stammt aus Kontinentaleuropa.

Seit kurzer Zeit sind nun auch Übernahmen innerhalb Mittel- und Osteuropas zu verzeichnen. Einen Meilenstein setzte die ungarische MATAV, die mit Unterstützung der CA IB zu Beginn des Jahres den mazedonischen Telekom-Monopolisten Makedonski Telekomunikacii übernahm.

Weitere großvolumige Transaktionen, bei denen CA IB in diesem Jahr beratend tätig war, waren die Übernahme der Lithuanian Savings Bank durch die Hansabank, der Verkauf der Internet-Division des polnischen Softbank Konzernes an Tele Danmark sowie die Übernahme der Ceske Radiokomunikace durch die Deutsche Bank und Tele Danmark. Insgesamt bewegt die CA IB im diesem Jahre Kapitalflüsse in der Höhe von mehr als 3 Mrd. EUR.

Gegenwärtig ist die CA IB unter anderem mit dem Verkauf des bulgarischen Tabakmonopols Bulgartabak und der Beratung des polnischen Energiekonzerns PKN bei der Neuausrichtung ihrer Geschäftsstrategie und der Auswahl eines strategischen Partners beschäftigt. Im Erfolgsfall wäre diese Transaktion, in der die OMV gegen die ungarische MOL angetreten ist, der größte Unternehmenszusammenschluss in der Region seit Beginn des wirtschaftlichen Reformprozesses.

Potenzial durch die EU-Erweiterung

Ungeachtet der schwächeren Konjunktur in Westeuropa bietet der Assoziationsprozess Mittel- und Osteuropas mit der EU in den kommenden Jahren ausgezeichnete Geschäftsmöglichkeiten für die CA IB. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Finanzierungsgeschäft von Bank Austria und Creditanstalt werden Firmenkunden in Österreich und Mittel- und Osteuropa umfassende Lösungen auf höchstem Niveau angeboten.

Vor weiterer Expansion

Dieser Tage erhielt die CA IB zwei neue Aufträge: Mit der Erteilung eines umfangreichen Privatisierungsmandates im Metallbereich in Usbekistan und einem Engagement in der türkischen Telekommunikationsindustrie stößt die CA IB in neue Märkte vor.

Rückfragen: Veronika Fischer-Rief

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